PayPal Aktie: Skepsis wächst
09.01.2026 - 14:54:32Die PayPal-Aktie sieht sich zum Wochenausklang mit wachsendem Gegenwind konfrontiert. Während das Management durch neue Partnerschaften im Lohnsektor die Basis verbreitern will, reagieren Analysten führender Investmentbanken mit Kurszielsenkungen. Im Zentrum der Debatte steht die Frage, ob der Zahlungsdienstleister seine Marktanteile gegen Konkurrenten wie Apple behaupten kann oder weiter an Boden verliert.
Analysten senken Ziele
Verantwortlich für die gedrückte Stimmung sind vor allem neue Einschätzungen von der Wall Street. Goldman Sachs bekräftigte seine „Sell“-Empfehlung und reduzierte das Kursziel deutlich von 72 auf 65 US-Dollar. Die Analysten begründen diesen Schritt mit anhaltenden Sorgen über Marktanteilsverluste im sogenannten „Branded Checkout“-Geschäft an Wettbewerber wie Apple Pay.
Auch andere Häuser zogen nach: Mizuho senkte das Ziel auf 75 US-Dollar, behielt aber die Einstufung „Outperform“ bei, während Susquehanna die Erwartungen auf 90 US-Dollar zurückschraubte. Trotz der unterschiedlichen Bewertungen eint die Experten die Beobachtung, dass das Wachstum im Kerngeschäft an Dynamik verliert. Ein Lichtblick bleibt die Bank of America, die in einer aktuellen Notiz das Potenzial der „PayPal World“-Initiative hervorhebt. Sollten die Adoptionsziele für diese grenzüberschreitende Wallet-Lösung erreicht werden, könnten hier jährliche Zusatzeinnahmen von rund 365 Millionen US-Dollar entstehen.
Strategische Offensive
Ungeachtet der Analystenkommentare treibt das Unternehmen seine strategische Neuausrichtung voran. Eine frisch bestätigte Kooperation mit Paychex soll die Integration von PayPal in Lohnabrechnungssysteme vertiefen. Ziel ist es, direkte Gehaltseingänge auf PayPal-Konten zu erleichtern und so die Bindung der Nutzer an das Ökosystem zu stärken.
Parallel dazu rollte der Konzern in dieser Woche neue Analyse-Tools für Händler aus. Das Programm „Transaction Graph Insights & Measurement“ soll die umfangreichen Transaktionsdaten nutzen, um Werbeanzeigen gezielter auszuspielen – ein wesentlicher Baustein der Strategie, Einnahmequellen jenseits reiner Transaktionsgebühren zu erschließen.
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Günstig oder Falle?
Aus Bewertungssicht notiert die Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 10 bis 12 auf historisch niedrigem Niveau. Für einige Marktteilnehmer signalisiert dies eine Einstiegschance, andere warnen vor einer klassischen „Value Trap“. Der Kursverlust von über 31 Prozent auf Sicht von zwölf Monaten spiegelt die Unsicherheit wider: Zwar wächst das gesamte Transaktionsvolumen, doch verschiebt sich der Mix zunehmend hin zu margenschwächeren Bereichen wie der unbranding-Abwicklung über Braintree.
Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf die Ende Januar erwarteten Quartalszahlen, die Aufschluss über die Stabilisierung der Margen geben müssen. Aus charttechnischer Sicht befindet sich der Titel, der zuletzt bei 58,27 US-Dollar schloss, in einer Bewährungsprobe. Die Zone zwischen 55 und 58 US-Dollar gilt als wichtige Unterstützung, deren Bruch weiteren Abgabedruck auslösen könnte. Nur eine Rückeroberung der 60-Dollar-Marke dürfte das kurzfristige Momentum drehen.
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