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Parental Burnout: Neue Strategien gegen die Eltern-Erschöpfung

02.02.2026 - 10:25:12

Elterliche Erschöpfung wird als systemisches Gesundheitsrisiko anerkannt. Die Strategie setzt auf digitale Therapie-Apps und strukturelle Entlastung durch Unternehmen.

Elterliche Erschöpfung wird 2026 als systemisches Gesundheitsrisiko anerkannt. Der Fokus verschiebt sich weg von individuellen Entspannungstipps hin zu struktureller Entlastung und digitaler Hilfe. Experten fordern einen gesellschaftlichen Kurswechsel.

Krankenkassen schlagen Alarm

Die aktuellen Daten sind deutlich: Psychische Erkrankungen verursachen einen erheblichen Teil der Arbeitsausfälle. Laut dem DAK-Psychreport führten Depressionen und Erschöpfung zuletzt zu rund 183 Fehltagen je 100 Versicherte.

Besonders alarmierend ist die Lage in Familien. Eine Erhebung der Körber-Stiftung zeigt, dass sich fast 80 Prozent der Eltern unter Druck gesetzt fühlen. Mehr als ein Viertel gibt eine starke Belastung an.

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Die Folgen bleiben nicht bei den Eltern: Fast 40 Prozent der stark belasteten Mütter und Väter beobachten ähnliche Symptome bereits bei ihren Kindern. Parental Burnout ist kein Privatproblem, sondern gefährdet die Gesundheit der ganzen Familie.

Der unsichtbare Stressfaktor: Mental Load

Ein Kernproblem ist die unsichtbare Planungsarbeit, der Mental Load. Eine Untersuchung der hkk Krankenkasse belegt, dass vor allem Mütter diese Last tragen. Über 60 Prozent der befragten Mütter empfinden sie als starke Belastung.

Die neue Präventionsstrategie setzt hier an, bevor die Erschöpfung klinisch wird. Statt perfekter Elternschaft propagieren Psychologen nun das Prinzip „Good enough parenting“ – gut genug ist gut genug.

Dahinter stehen Techniken der kognitiven Neubewertung. Es geht nicht darum, schneller zu werden, sondern den eigenen perfektionistischen Anspruch aktiv zu senken. Studien belegen einen direkten Zusammenhang zwischen diesem gesellschaftlichen Druck und der Burnout-Rate.

Therapie per App: DiGA auf Rezept

Eine entscheidende Entwicklung in diesem Jahr ist der Durchbruch der Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA). Diese „Apps auf Rezept“ sind heute fester Bestandteil der Versorgung.

Ärzte verschreiben zertifizierte Anwendungen wie HelloBetter für Stressmanagement. Die Programme bieten niederschwellige, verhaltenstherapeutische Hilfe, die flexibel in den Alltag passt.

Der große Vorteil: Die sofortige Verfügbarkeit überbrückt lange Wartezeiten auf Therapieplätze. Die Kosten übernehmen die Krankenkassen, was den Zugang zu professioneller Hilfe demokratisiert.

Unternehmen in der Pflicht

Während Apps Symptome lindern, braucht es grundlegende Veränderungen. Der Fokus liegt 2026 auf der „Corporate Family Responsibility“. Unternehmen erkennen, dass ausgebrannte Eltern ein wirtschaftliches Risiko sind.

Daher setzen Personalverantwortliche vermehrt auf echte Flexibilität:
* „Atmende Arbeitszeitmodelle“, die sich familiären Phasen anpassen
* Ausbau betrieblicher Unterstützung durch externe Familienservices
* Flexible Modelle, die über das klassische Homeoffice hinausgehen

Für Analysten ist dies ein entscheidender Wettbewerbsfaktor im Kampf um Fachkräfte.

Vom Überleben zur chronischen Überforderung

Ein Vergleich mit der Pandemiezeit zeigt den Wandel. Stand damals das Überleben im Ausnahmezustand im Vordergrund, geht es heute um eine chronische Überforderung. Diese wird durch den Fachkräftemangel in Kitas und Schulen noch verschärft.

Die Anerkennung von Parental Burnout durch die WHO hat den Weg für diese Maßnahmen geebnet. Die vielversprechendste Strategie kombiniert nun technologische Hilfe mit einem kulturellen Abschied vom Perfektionismus.

Die zentrale Erkenntnis setzt sich durch: Das Wohlbefinden der Eltern ist keine egoistische Handlung, sondern die unverzichtbare Basis für gesunde Kinder.

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