Orsted Aktie: Klage gegen Baustopp
06.01.2026 - 20:18:30Der dänische Weltmarktführer für Offshore-Windenergie geht auf offene Konfrontation mit der US-Regierung. Nachdem die Trump-Administration das fast fertiggestellte Projekt “Revolution Wind” überraschend stoppte, wehren sich die Dänen nun juristisch. Für den Konzern steht viel auf dem Spiel: Der verordnete Stillstand verbrennt täglich Millionen und gefährdet Investitionen in Milliardenhöhe.
Teurer Stillstand vor der US-Küste
Orsted hat beim US-Bezirksgericht im District of Columbia eine einstweilige Verfügung gegen die Anordnung der Behörde für Meeresenergiemanagement (BOEM) beantragt. Der Windpark, ein Joint Venture mit Skyborn Renewables, ist bereits zu 87 Prozent fertiggestellt. Eigentlich sollte die Stromproduktion noch in diesem Monat anlaufen.
Gerichtsdokumente offenbaren nun das finanzielle Ausmaß der Blockade durch die Regierung:
* 5 Milliarden US-Dollar wurden bereits investiert oder vertraglich gebunden.
* 1,44 Millionen US-Dollar Verlust entstehen dem Unternehmen schätzungsweise pro Tag, an dem der Baustopp besteht.
* 58 von 65 Turbinen sind bereits installiert.
Die US-Behörden begründen den am 22. Dezember verhängten Stopp mit nationalen Sicherheitsinteressen und befürchteten Radarstörungen. Orsted hält in der Klageschrift dagegen, dass jahrelange Prüfungen stattgefunden hätten und klare Vereinbarungen mit dem Verteidigungsministerium sowie der Luftwaffe existieren, um genau diese Probleme zu mitigieren.
Branche unter Druck
Orsted steht mit diesem Problem nicht allein da. Auch der norwegische Energiekonzern Equinor hat Klage eingereicht, um sein Projekt “Empire Wind 1” vor New York zu retten, in das bereits über vier Milliarden Dollar geflossen sind. Netzbetreiber warnen unterdessen, dass ein dauerhafter Stopp der Projekte die Stromkosten in der Region in die Höhe treiben und die Versorgungssicherheit gefährden könnte.
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Für die Orsted-Aktie ist der Rechtsstreit eine weitere Belastung in einer ohnehin schwierigen Phase. Das Papier verlor im Jahr 2025 rund 57 Prozent an Wert, wobei allein die Nachricht über den Pacht-Entzug im Dezember für einen Kursrutsch von 13 Prozent sorgte. Erst im vergangenen Jahr mussten die Dänen ihre Bilanz durch eine massive Kapitalerhöhung stärken.
Das gerichtlich angestrebte Eilverfahren gilt als wegweisend für die gesamte US-Offshore-Industrie. Konkrete Zahlen zu den finanziellen Auswirkungen der aktuellen Krise werden am 6. Februar 2026 erwartet, wenn Orsted die Ergebnisse für das vierte Quartal präsentiert.
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