Nokia, Aktie

Nokia Aktie: Wichtiger Umbau startet

30.01.2026 - 11:09:30

Nokia meldet stabile Ergebnisse für 2025, warnt aber vor einem ungewöhnlich schwachen Start ins Jahr 2026. Der Konzern reagiert mit einer neuen Unternehmensstruktur, um vom KI-getriebenen Infrastrukturausbau zu profitieren.

Nokia hat für das abgelaufene Jahr stabile Zahlen vorgelegt, doch der Blick richtet sich besorgt nach vorn. Während das vierte Quartal die Erwartungen weitgehend erfüllte, warnt der finnische Netzwerkausrüster vor einem ungewöhnlich schwachen Start ins Jahr 2026. Um im Wettbewerb zu bestehen, setzt der Konzern nun alles auf eine neue Struktur und den Boom bei künstlicher Intelligenz.

Solides Quartal dank KI-Nachfrage

Die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 zeigen einen Konzern, der in seinen Kernbereichen widerstandsfähig bleibt. Der Umsatz stieg leicht auf 6,125 Milliarden Euro. Ein entscheidender Lichtblick war dabei die Sparte Network Infrastructure, die ein Wachstum von 7 Prozent verzeichnete.

Treibende Kraft hinter dieser Entwicklung ist der Bereich Optical Networks, der um beachtliche 17 Prozent zulegte. Hier profitiert Nokia direkt vom massiven Ausbau der Datenzentren durch Cloud-Anbieter und KI-Unternehmen. Die Auftragslage in diesem Segment bleibt robust, da die Nachfrage nach leistungsfähiger Infrastruktur für künstliche Intelligenz ungebrochen ist.

Warnung für den Jahresstart

Trotz der soliden Jahresbilanz trübt der Ausblick die Stimmung. Nokia rechnet für das erste Quartal 2026 mit einem Umsatzrückgang, der stärker ausfällt als die üblichen saisonalen Schwankungen. Historisch gesehen liegt der Rückgang zum Jahresbeginn bei etwa 24 Prozent gegenüber dem Vorquartal – diesmal könnte das Minus deutlicher ausfallen.

Diese vorsichtige Prognose trifft auf eine Aktie, die bereits stark unter Druck steht. In den letzten 30 Tagen verlor das Papier über 20 Prozent an Wert und notiert derzeit weit unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Das operative Ergebnisziel für das Gesamtjahr 2026 von 2,0 bis 2,5 Milliarden Euro signalisiert zwar Stabilität, lässt aber wenig Raum für Euphorie.

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Neue Struktur greift

Um die Chancen im KI-Markt besser zu nutzen, hat Nokia zum 1. Januar 2026 seine Konzernstruktur radikal vereinfacht. Das Geschäft wird nun in zwei Hauptsegmente unterteilt:
* Network Infrastructure: Dieser Bereich soll als Wachstumsmotor fungieren und zielt auf den globalen Ausbau von Datenzentren ab.
* Mobile Infrastructure: Hier bündelt Nokia das klassische Mobilfunkgeschäft und die Entwicklung künftiger Standards wie 6G.

Begleitet wird der Umbau von Veränderungen an der Spitze. Die langjährige Aufsichtsratsvorsitzende Sari Baldauf wird ihr Amt niederlegen; als Nachfolger ist Timo Ihamuotila vorgeschlagen. Zudem soll Meredith Whittaker, Präsidentin der Signal Technology Foundation, neu in das Gremium einziehen.

Aktionäre können sich indes auf eine Dividende von insgesamt 0,14 Euro pro Aktie für das Geschäftsjahr 2025 einstellen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die neue Struktur schnell genug greift, um die prognostizierte Delle im ersten Quartal auszugleichen. Die nächsten Quartalszahlen am 23. April 2026 werden hierfür den entscheidenden Realitätscheck liefern.

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