Nike, Aktie

Nike Aktie: Markt-Update nötig?

13.11.2025 - 18:40:32

Nike übertrifft Erwartungen mit starkem Quartalsgewinn und erhält Analysten-Upgrade, kämpft jedoch weiterhin mit Margendruck und China-Schwäche.

Der Sportartikel-Riese Nike zeigt überraschende Lebenszeichen. Nach einer langen Durststrecke mit Gewinnwarnungen und Margen-Druck könnte die Wende geschafft sein – zumindest wenn es nach der jüngsten Analysten-Einschätzung geht. Doch ist der Aufschwung nachhaltig oder nur ein Strohfeuer?

Überraschungssieg im ersten Quartal

Die Grundlage für die neue Optimismuswelle legte Nike mit seinen Zahlen für das erste Quartal 2025. Der Konzern übertraf die Erwartungen der Analysten deutlich und lieferte einen Gewinn je Aktie von 0,49 US-Dollar – satte 81 Prozent über den Prognosen. Auch der Umsatz von 11,72 Milliarden Dollar zeigte erstmals wieder leichtes Wachstum, nachdem das Unternehmen eigentlich mit einem Rückgang gerechnet hatte.

Besonders ermutigend: Der Großhandel legte um 7 Prozent zu, und in Nordamerika wuchsen die Verkäufe um 4 Prozent. Die Laufschuh-Sparte verzeichnete sogar ein Plus von über 20 Prozent – ein klares Zeichen, dass die neue “Win Now”-Strategie von CEO Elliott Hill erste Früchte trägt.

Analysten springen auf den Zug auf

Die besseren Zahlen überzeugten auch die Skeptiker. Die Investmentbank Wells Fargo hob Nike nun auf “Overweight” und erhöhte das Kursziel von 60 auf 75 Dollar. Analyst Ike Boruchow sieht klare Anzeichen für eine Trendwende: “Nike befand sich über drei Jahre in einem negativen Revisionszyklus, und wir sehen, dass sich dies in den nächsten 6-9 Monaten umkehrt.”

Die Erwartungen sind konkret: 3-4 Prozent Umsatzwachstum bis Ende 2026 bei gleichzeitiger Margenexpansion um 200 Basispunkte. Vor allem die klassischen Schuh-Kategorien sollen von nachlassenden Widrigkeiten profitieren.

Die Schattenseiten des Aufschwungs

Doch der Weg zurück an die Spitze ist steinig. Der Direct-to-Consumer-Bereich brach um 4 Prozent ein, der Online-Handel sogar um 12 Prozent. In China, einst die Wachstumslokomotive, gingen die Umsätze um 10 Prozent zurück. Die Marge schrumpfte aufgrund höherer Zölle und verstärkter Rabattaktionen um 320 Basispunkte.

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Die Zollkosten belasten Nike mittlerweile mit 1,5 Milliarden Dollar pro Jahr – eine halbe Milliarde mehr als ursprünglich erwartet. Für das laufende Quartal rechnet das Unternehmen weiter mit einem leichten Umsatzrückgang und schrumpfenden Margen.

Wende oder nur Atempause?

Die entscheidende Frage bleibt: Kann Nike den eingeleiteten Trend fortsetzen? Der nächste Quartalsbericht am 18. Dezember wird zeigen, ob der Überraschungserfolg kein Einzelfall war. Die Aktie hat sich zwar von ihrem April-Tief erholt, liegt aber immer noch mehr als 20 Prozent im Minus seit Jahresbeginn.

Die Zeichen stehen auf Besserung, doch für einen nachhaltigen Aufschwung muss Nike beweisen, dass nicht nur der Großhandel, sondern auch der eigene Vertrieb und der wichtige China-Markt wieder Fahrt aufnehmen. Der Kampf um die Vorherrschaft im Sportartikel-Markt ist noch lange nicht entschieden.

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