Neue Risikokarten und Regeln: Deutsche Firmen müssen Reisesicherheit sofort überprüfen
03.01.2026 - 09:56:12Die ersten Tage des Jahres 2026 bringen für deutsche Unternehmen eine dreifache Herausforderung in Sachen Reisesicherheit. Aktualisierte Risikobewertungen, geänderte Aufsichtspflichten und neue amtliche Warnungen zwingen Personalabteilungen und Geschäftsführer zum sofortigen Handeln, um ihre Fürsorgepflicht zu erfüllen.
Globale Sicherheitslage: Neue „Travel Risk Map“ zeigt volatile Welt
Die am Neujahrstag veröffentlichte „Travel Risk Map 2026“ zeichnet ein Bild zunehmender Instabilität. Mehrere Regionen wurden aufgrund geopolitischer Spannungen und klimabedingter Gefahren neu als „hoch“ oder „extrem“ riskant eingestuft. Besonders Teile Südostasiens und weiterhin Konfliktgebiete im Nahen Osten und Osteuropa stehen im Fokus.
Für Arbeitgeber sind diese Bewertungen mehr als nur Informationen – sie sind rechtlich bindend. Das Arbeitsschutzgesetz verlangt, dass die Gefährdungsbeurteilung für eine Dienstreise auf aktuellen, überprüfbaren Daten basiert. Hat sich die Einstufung eines Ziellands von „mittel“ auf „hoch“ verschoben, sind bisherige Bewertungen hinfällig und müssen vor Antritt der Reise zwingend aktualisiert werden.
Viele Arbeitgeber unterschätzen, wie präzise eine Gefährdungsbeurteilung für Dienstreisen sein muss. Kleine Lücken – etwa veraltete Risikoangaben oder fehlende Nachweise zu amtlichen Warnungen – führen bei Kontrollen schnell zu Nachfragen oder Bußgeldern. Ein kostenloser Download bietet praxiserprobte Vorlagen, Checklisten und einen Leitfaden, mit dem Sie Ihre GBU rechtssicher aktualisieren und Prüfungen bestehen. Ideal für HR, Sicherheitsbeauftragte und Geschäftsführung, die jetzt handeln müssen. Jetzt Gefährdungsbeurteilung-Vorlagen herunterladen
DGUV Vorschrift 2: Mehr Spielraum, mehr Verantwortung für den Mittelstand
Parallel zur neuen Risikolage ändert sich auch der regulatorische Rahmen. Die aktualisierte DGUV Vorschrift 2 ist seit dem 1. Januar in Kraft und hebt die Schwelle für das alternative Betreuungsmodell an. Künftig können Unternehmen mit bis zu 20 Beschäftigten – statt bisher 10 – das sogenannte Kompetenzzentrenmodell nutzen.
Das bietet kleinen und mittleren Unternehmen mehr Flexibilität, verlagert aber die Verantwortung. Der Unternehmer oder Geschäftsführer muss sich qualifizieren und trägt dann die persönliche Verantwortung für eine lückenlose Gefährdungsbeurteilung. Bei Reisen in Krisengebiete bedeutet das: Die Führungsspitze muss selbst sicherstellen, dass die Bewertung den strengen Maßstäben der neuen Risikokarte genügt.
Amtliche Warnungen: Reisewarnungen für Thailand und Türkei
Das Auswärtige Amt hat die Pflichten der Arbeitgeber am 2. Januar konkretisiert. Es bestätigte eine Teilreisewarnung für die Grenzregion zwischen Thailand und Kambodscha. Trotz eines Waffenstillstandsabkommens vom Dezember 2025 rät das Amt strikt davon ab, sich der Grenze auf 50 Kilometer zu nähern.
Zudem wurden die Sicherheitshinweise für die Türkei und Ecuador aktualisiert. Für Personalverantwortliche sind diese amtlichen Meldungen ein direkter Handlungsauftrag. Eine Dienstreise in eine Region mit Teilreisewarnung ohne spezielles Sicherheitskonzept und angepassten Versicherungsschutz zu genehmigen, wäre grob fahrlässig und könnte zu erheblichen Haftungsrisiken führen.
Digitale Tools werden zum neuen Standard
Angesichts dieser Komplexität setzt sich die digitale Compliance endgültig durch. Seit der Bürokratieentlastung 2025, die die Aufbewahrung von Dokumenten in „Textform“ erlaubt, boomen digitale Lösungen für Risikomanagement.
Experten halten manuelle Prozesse für nicht mehr zeitgemäß. Moderne Reise-Management-Systeme, die DGUV-Standards, die neue Risikokarte und Echtzeit-Warnungen des Auswärtigen Amts verknüpfen, werden zum neuen Maßstab. Gleichzeitig müssen Unternehmen den Blick auf Mitte 2026 richten: Die dann umgesetzte EU-Transparenzrichtlinie wird auch Auswirkungen auf Reisekosten und Entsendungen haben.
Die Botschaft der ersten Januartage ist klar: Ein „Anlegen und Vergessen“ gibt es bei der Reisesicherheit 2026 nicht mehr. Kontinuierliche Wachsamkeit ist Pflicht.
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