Netflix Aktie: Verzögerte Erholung?
06.01.2026 - 17:36:31Die Netflix-Aktie bleibt klar im Abwärtstrend. Der Kurs liegt heute bei rund 91,50 US-Dollar und hat in den vergangenen vier Wochen etwa 17 % verloren. Ausschlaggebend sind vor allem ein sehr groß angelegter Übernahmeplan sowie ein umfangreicher Insiderverkauf durch Reed Hastings. Die zentrale Frage: Wie stark belasten Deal-Risiken und Insider-Signal die kurzfristigen Perspektiven?
Starker Insiderverkauf von Reed Hastings
Zum Wochenbeginn wurde ein großer Insider-Deal bekannt. Am 2. Januar hat Director Reed Hastings 426.290 Netflix-Aktien veräußert. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag bei rund 91,67 US-Dollar, das Volumen bei etwa 39,1 Mio. US-Dollar.
Der Verkauf reduziert seine direkte Beteiligung deutlich. Vor dem Hintergrund, dass die Aktie bereits spürbar vom 52‑Wochen-Hoch bei 134,12 US-Dollar zurückgekommen ist, werten viele institutionelle Investoren einen derart großen Schritt eines wichtigen Board-Mitglieds als vorsichtiges Signal. Das verstärkt den bestehenden Verkaufsdruck.
Warner-Bros.-Discovery-Deal als Belastung
Haupttreiber der jüngsten Schwäche ist die geplante Übernahme von Studio- und Streaming-Assets von Warner Bros. Discovery (WBD). Die Ende 2025 angekündigte Transaktion bewertet das Eigenkapital mit rund 72 Mrd. US-Dollar, der Unternehmenswert liegt sogar bei mehr als 82 Mrd. US-Dollar.
Die Größenordnung des Deals löst deutliche Bedenken aus. CFRA hat Netflix kürzlich von „Buy“ auf „Hold“ abgestuft und das Kursziel von 130 auf 100 US-Dollar gesenkt. Im Fokus der Kritik stehen vor allem:
- Integrationsrisiko: Die Zusammenführung soll 12 bis 18 Monate dauern und sorgt damit für einen langen Zeitraum erhöhter Unsicherheit.
- Finanzielle Belastung: Das erforderliche Kapital drückt auf die Bilanz und wirft Fragen zur künftigen freien Liquidität auf.
- Strategische Neuausrichtung: Der Wechsel von primär organischem Wachstum hin zu einer sehr großen Akquisition erhöht die operative Komplexität deutlich.
Diese Punkte nähren Zweifel, ob Netflix die Integration zügig und ohne nennenswerte Ertragseinbußen stemmen kann.
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WWE-Partnerschaft im zweiten Jahr
Parallel dazu läuft das operative Geschäft im Content-Bereich weiter. Heute jährt sich der Start der exklusiven Live-Streaming-Partnerschaft mit WWE Raw. Seit dem Launch im Januar 2025 gilt das Format als stabiler Baustein zur Kundenbindung.
An der Börse steht dieses Thema jedoch klar im Schatten des WBD-Deals. Der Fokus hat sich von klassischen Wachstumskennzahlen stärker auf Verschuldung, Integrationskosten und Margen verschoben.
Wichtiger Quartalsbericht voraus
Am 20. Januar legt Netflix die nächsten Quartalszahlen vor. Der Bericht dürfte zum zentralen Termin werden, um die wachsende Skepsis am Markt zu adressieren. Besonders aufmerksam verfolgt werden voraussichtlich:
- Aktualisierte Aussagen zu Integrationskosten und Zeitplan der WBD-Assets
- Margen- und Cashflow-Ausblick unter dem Einfluss der geplanten Transaktion
- Kennzahlen zur Kundenbindung, insbesondere im Zusammenhang mit WWE Raw im zweiten Vertragsjahr
Aktuell testet die Aktie eine Unterstützungszone um 90 US-Dollar. Hält diese Marke, bleibt kurzfristig Raum für Beruhigung, während klare Aussagen zum WBD-Deal und zur Ertragsentwicklung am 20. Januar entscheidend für die nächste Kursrichtung sein dürften.
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