Netflix Aktie: Hohes Risiko?
02.02.2026 - 17:00:39Netflix lieferte solide Quartalszahlen, doch die Aktie steht weiter unter Druck. Der Grund ist eine historische 82,7-Milliarden-Dollar-Offerte für Warner Bros. Discovery, die das operative Geschäft in den Schatten stellt. Während der Streaming-Riese im Kerngeschäft wächst, sorgen die enormen Kosten der potenziellen Übernahme und ein verhaltener Ausblick für Skepsis am Markt.
Solide Zahlen, langsameres Wachstum
Das Kerngeschäft präsentierte sich im vierten Quartal 2025 robust. Mit einem Umsatz von 12,05 Milliarden US-Dollar und einem bereinigten Gewinn je Aktie von 0,56 US-Dollar übertraf der Konzern die Erwartungen der Wall Street leicht. Dennoch zeigt sich eine Normalisierung beim Nutzerwachstum: Während 2024 noch rund 41 Millionen neue Abonnenten hinzukamen, waren es im abgelaufenen Jahr nur noch etwa 23 Millionen. Insgesamt zählt der Dienst nun 325 Millionen zahlende Kunden weltweit.
Der Kampf um Warner Bros. Discovery
Das dominante Thema für Investoren bleibt der Übernahmekampf um die Streaming- und Studio-Assets von Warner Bros. Discovery. Netflix hat sein reines Barangebot auf 82,7 Milliarden US-Dollar nachgebessert, um den konkurrierenden Bieter Paramount Skydance auszustechen. Dieser Schritt hat unmittelbare finanzielle Konsequenzen: Um Liquidität für den Deal zu sammeln, wurden Aktienrückkaufprogramme gestoppt. Zudem sicherte sich das Unternehmen Überbrückungskredite in enormer Höhe, was allein für die Finanzierungssicherung bereits Kosten von 60 Millionen US-Dollar verursachte.
Werbegeschäft und Ausblick
Hoffnungsträger ist das Werbegeschäft, das 2025 bereits über 1,5 Milliarden US-Dollar einspielte und sich laut Co-CEO Greg Peters im kommenden Jahr auf drei Milliarden verdoppeln soll. Das werbefinanzierte Abo-Modell erreichte zum Jahresende 190 Millionen monatlich aktive Nutzer.
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Trotz dieser Fortschritte reagierten Anleger enttäuscht auf die Prognose. Der für 2026 in Aussicht gestellte Umsatz von 50,7 bis 51,7 Milliarden US-Dollar liegt am unteren Ende unter den Analystenschätzungen. Dies deutet darauf hin, dass sich das Wachstum trotz geplanter Expansion im Live-Sport-Bereich – etwa durch NFL-Spiele und WWE Raw – verlangsamen könnte.
Für die weitere Kursentwicklung ist nun entscheidend, ob der Warner-Deal die Hürden der Regulierungsbehörden in den USA und der EU nehmen kann. Sollte die Übernahme gelingen, würde Netflix sein Portfolio um Marken wie „Harry Potter“ und „Game of Thrones“ massiv erweitern – bis dahin bleiben die hohen Finanzierungskosten und die regulatorische Unsicherheit jedoch ein Belastungsfaktor für das Papier.
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