Nestle Aktie: JPMorgan dämpft Erwartungen
17.01.2026 - 03:36:31Der Schweizer Nahrungsmittelriese kämpft an mehreren Fronten. Während der massive Rückruf von Babynahrung in über 60 Ländern bereits die Reputation belastet, korrigiert nun auch JPMorgan die Gewinnprognosen nach unten. Die Analysteneinschätzung trifft auf einen Titel, der ohnehin unter Druck steht – und verstärkt die Verunsicherung der Investoren.
Die wichtigsten Fakten:
– JPMorgan bestätigt “Neutral” mit Kursziel 90 CHF
– Gewinnerwartungen für 2026 gesenkt wegen Rückrufkosten
– Babynahrung-Rückruf betrifft mittlerweile mehr als 60 Länder
– Sparprogramm sieht Abbau von 16.000 Stellen vor
Analystin sieht finanzielle Belastungen
Celine Pannuti von JPMorgan lässt keinen Zweifel: Der Rückruf von Beba- und Alfamino-Produkten hinterlässt Spuren in der Bilanz. Die Expertin reduzierte ihre Gewinnprognose für das laufende Jahr, auch wenn sie am Kursziel von 90 Franken festhält. Das Problem liegt auf der Hand – die Kosten für den Rückruf und der damit verbundene Reputationsschaden lassen sich nicht einfach wegrechnen.
Der Markt reagiert prompt. Mit einem Tagesverlust von 1,67 Prozent gehört Nestle zu den schwächsten Werten im SMI, der selbst nur moderat um 0,5 Prozent nachgibt.
Toxin-Fund weitet sich aus
Was zunächst wie ein regional begrenztes Problem aussah, entwickelt sich zur globalen Herausforderung. Der Nachweis des Toxins Cereulide in Säuglingsnahrung zwingt den Konzern zum Handeln – in einem Umfang, der die Dimension des Problems deutlich macht. CEO Philipp Navratil entschuldigte sich in einer Videobotschaft öffentlich, während Deutsche Bank und UBS bereits ihre Erwartungen vorsichtiger formulierten.
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Die operative Belastung kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt, in dem sich der Konzern ohnehin im Umbruch befindet.
Sparkurs wird verschärft
Das Sparprogramm “Fuel for Growth” läuft auf Hochtouren. Bis Ende 2027 fallen 16.000 Stellen weg, davon drei Viertel in der Verwaltung. Die angestrebten jährlichen Einsparungen von einer Milliarde Franken sollen helfen, die Margen zu stabilisieren. Das Gesamtziel liegt bei drei Milliarden Franken.
Ob diese Maßnahmen ausreichen, um die aktuellen operativen Probleme zu kompensieren, bleibt abzuwarten. Aktuell bewerten Anleger die kurzfristigen Risiken höher als die langfristigen Chancen der Restrukturierung.
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