Nestlé, Aktie

Nestlé Aktie: Behörden greifen ein

03.02.2026 - 09:18:31

Die EU-Behörde Efsa legt erstmals Grenzwerte für das Bakteriengift Cereulid fest, während Nestlés indische Tochtergesellschaft ein Rekordwachstum meldet.

Während Nestlé weiterhin mit dem weltweiten Rückruf verunreinigter Babynahrung kämpft, schafft die EU-Behörde Efsa nun Klarheit. Am Montag legte sie erstmals konkrete Grenzwerte für das Bakteriengift Cereulid fest – ein Schritt, der die Unsicherheit für den Lebensmittelkonzern verringern könnte. Gleichzeitig liefert die indische Tochter starke Quartalszahlen.

Efsa definiert Sicherheitsstandards

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit reagiert auf die seit Dezember laufende Rückrufwelle mit klaren Vorgaben. Der neue Richtwert liegt bei maximal 0,014 Mikrogramm Cereulid pro Kilogramm Körpergewicht für Säuglinge. Konzentrationen über 0,054 Mikrogramm pro Liter in Babynahrung gelten als bedenklich.

Die wichtigsten Fakten:
– Rückrufe in über 60 Ländern seit Dezember
– Mutmaßliche Quelle: Zulieferer Cabio Biotech aus China (Arachidonsäure)
– Neue Grenzwerte führen in Frankreich zu weiteren Rückrufen bei Vitagermine und Popote
– Foodwatch klagt in Frankreich gegen Nestlé und andere Hersteller
– Zwei Säuglingstodesfälle werden untersucht, direkter Zusammenhang bislang nicht bestätigt

Die Festlegung einheitlicher Standards dürfte nationalen Behörden künftig Entscheidungen über Marktrücknahmen erleichtern.

Indische Tochter glänzt mit Wachstum

Fernab der europäischen Turbulenzen zeigte sich Nestlé India am Montag in Bestform. Die Tochtergesellschaft meldete für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 ein Umsatzplus von 18,5 Prozent auf 56,67 Milliarden Rupien. Der Nettogewinn kletterte um 46 Prozent auf 1,018 Milliarden Rupien – das stärkste Volumenwachstum seit fünf Jahren.

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Die Börse honorierte die Mischung aus operativer Stärke in Asien und regulatorischer Klarheit in Europa. Die Aktie schloss am Montag bei 75,51 CHF und legte 2,83 Prozent zu.

Ausblick und nächste Schritte

Am 19. Februar folgen die Konzernzahlen für das vierte Quartal 2025. Anleger dürften dann genauer auf die finanziellen Folgen der Rückrufaktionen achten. Die neuen Efsa-Grenzwerte schaffen zumindest einen verlässlichen Rahmen für künftige Qualitätskontrollen – auch wenn die Aufarbeitung der Verunreinigungen und mögliche rechtliche Konsequenzen den Konzern noch längere Zeit beschäftigen werden.

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