Microsoft und Philippinen starten nationale KI-Lese-Offensive
07.02.2026 - 12:26:12Die Philippinen setzen im Kampf gegen die nationale Bildungskrise auf künstliche Intelligenz. Das Bildungsministerium und Microsoft Philippines weiten ihre Partnerschaft massiv aus und bringen KI-gestützte Lesetools in tausende öffentliche Schulen. Kern der Initiative ist die landesweite Einführung von „Reading Progress“, einer Software zur automatisierten Bewertung der Leseflüssigkeit.
KI revolutioniert die Lernstandsdiagnose
Das Tool analysiert automatisch Lesegenauigkeit, Tempo und Aussprache der Schüler. So identifizieren Lehrer Lernlücken effizient. Die Technologie ist Teil des Programms „AGAP.AI“, dem ersten umfassenden Rahmenwerk des Landes für den verantwortungsvollen KI-Einsatz in der Grundbildung.
Der Schritt folgt auf erfolgreiche Pilotprojekte. In Regionen wie Bais City und Dumaguete wurden über 14.000 Schüler an 61 Schulen getestet. Die Ergebnisse überzeugten: Lehrer benötigten für eine Klassenbewertung nur noch zwei Stunden statt bisher zwei Tage. In Cabanatuan City verbesserten alle Schüler in drei Bezirken ihre Lesefähigkeiten messbar.
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„Diese Technologie ist entscheidend im Kampf gegen unsere Bildungslücken“, betont Bildungsminister Sonny Angara. Die Automatisierung entlastet die Pädagogen. Sie gewinnen Zeit für individuelle Förderung – besonders für schwächere Schüler.
Strategische Verankerung in der Bildungspolitik
Die Offensive ist eng mit der „Fünf-Punkte-Bildungsagenda“ der Regierung verknüpft. Sie priorisiert Digitalisierung, Lehrerunterstützung und die Aufholung von Lernrückständen. Zudem fließt sie in das „ARAL“-Programm ein, das seit September 2025 pandemiebedingte Defizite angeht.
Die politische Rückendeckung ist hoch. Präsident Ferdinand Marcos Jr. testete die Software persönlich bei der Programmvorstellung im Januar – und erzielte eine Leseflüssigkeit von 98 Prozent. Er betonte: Das Bildungssystem müsse mit der globalen Technologieentwicklung Schritt halten. Schüler müssten lernen, KI selbstbewusst und ethisch zu nutzen.
Experten sehen in der Partnerschaft einen Wendepunkt. Bildungspolitik werde zunehmend datenbasiert. Echtzeit-Erkenntnisse sollen Unterrichtsstrategien auf Klassen- und nationaler Ebene präzise steuern.
Ambitionierte Ziele für 2026
Die Pläne für dieses Jahr sind ehrgeizig. Microsoft Philippines-Chef Jonathan Que nennt konkrete Zahlen: Zunächst sollen 3.000 Lehrer an 1.500 Schulen die KI-Tools effektiv nutzen können.
Das langfristige Ziel des AGAP.AI-Rahmenwerks ist noch größer. Bis Jahresende sollen 1,5 Millionen Schüler, Lehrer und Eltern in KI-Kompetenz und ethischer Nutzung geschult werden. Die gesammelten Daten will das Bildungsministerium nutzen, um nationale Lesestrategien zu verfeinern. Die Maßnahmen sollen passgenau auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Lernergruppen im ganzen Inselstaat zugeschnitten werden.
Kann dieses Modell Schule machen? Beobachter sehen Potenzial für andere Schwellenländer, die mit Technologie Bildungsungerechtigkeit bekämpfen wollen. Die größte Herausforderung bleibt jedoch die Infrastruktur. Der Erfolg hängt davon ab, ob auch abgelegene und unterversorgte Regionen die nötige Technik und Ausbildung erhalten.
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