Merck Aktie: Barclays hebt Ziel
07.01.2026 - 21:18:31Barclays wird beim Darmstädter Wissenschafts- und Technologiekonzern etwas zuversichtlicher. Zwar bleibt die Einstufung für die Merck Aktie neutral, doch das angehobene Kursziel und der Blick auf 2026 signalisieren eine vorsichtige Stimmungsaufhellung. Im Mittelpunkt stehen die perspektivisch wichtigeren Segmente Life Science und Electronics.
Barclays-Studie: Mehr Spielraum nach oben
Barclays-Analyst Charles Pitman-King hat sein Kursziel für Merck von 120 auf 130 Euro angehoben und das Rating „Equal Weight“ (Hold) bestätigt. Damit attestiert die Bank dem Titel moderates Aufwärtspotenzial, ohne in den Kaufmodus zu wechseln.
Die Anpassung wertet Barclays als Zeichen stabilisierter Erwartungen. Nach einer Phase erhöhter Unsicherheit erscheint der faire Wert aus Sicht des Instituts nun etwas höher. Interessant ist das vor allem vor dem Hintergrund der zuletzt wieder festeren Kursentwicklung: Mit rund 127,35 Euro notiert die Aktie aktuell nur knapp unter dem neuen Kursziel. Gegenüber dem 52‑Wochen-Hoch bei 151,30 Euro bleibt jedoch weiterhin ein klarer Abstand.
Die Fakten im Überblick:
- Institut: Barclays Capital
- Analyst: Charles Pitman-King
- Neues Kursziel: 130 Euro
- Altes Kursziel: 120 Euro
- Rating: Equal Weight / Hold
- Datum der Studie: 07. Januar 2026
Damit liegt das Kursziel nur leicht über dem gegenwärtigen Niveau, was den eher verhaltenen Charakter der Einstufung unterstreicht.
Hoffnungsträger Life Science und Electronics
Den Kern der optimistischeren Einschätzung bilden die operativen Aussichten in den Bereichen Life Science und Electronics. Beide Segmente sind für Merck strategisch zentral, hatten aber zuletzt mit Gegenwind zu kämpfen.
Life Science, also Produkte und Lösungen für Labore und biopharmazeutische Produktion, litt unter Lagerbestandsabbau bei Kunden. Im Segment Electronics, insbesondere bei Halbleitermaterialien, sorgten zyklische Schwankungen im Chipmarkt für Druck auf Umsatz und Wachstum. Barclays sieht nun erste Zeichen, dass dieser belastende Zyklus seinem Ende entgegengehen könnte.
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Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet das Institut mit einer Erholung in beiden Sparten. Die Analyse deutet darauf hin, dass:
- die Lagerbestände bei Kunden wieder auf ein normaleres Niveau zurückkehren,
- die Nachfrage nach hochwertigen Materialien und Prozesslösungen im Halbleiterumfeld wieder anzieht,
- die besonders zyklischen Komponenten des Geschäfts an Stabilität gewinnen könnten.
Damit verlagert sich der Fokus weg von der Frage „Wie tief geht es noch nach unten?“ hin zu der Einschätzung, ob sich die Talsohle bereits abzeichnet. Genau hier setzt die vorsichtig positive Tonlage der Studie an.
Marktlage und Bewertung der Aktie
Auch wenn Barclays an der neutralen Einstufung festhält, ist die Kombination aus Kurszielanhebung und verbesserter Segmentperspektive ein konstruktives Signal. Das Institut macht deutlich, dass die Risiken im operativen Geschäft – vor allem im zyklischen Umfeld von Life Science und Electronics – tendenziell abnehmen könnten.
Charttechnisch wirkt die Aktie aktuell gefestigt: Der Kurs liegt spürbar über den gleitenden Durchschnitten der vergangenen 50 und 200 Tage (119,64 bzw. 115,08 Euro). Gleichzeitig beträgt der Abstand zum 52‑Wochen-Hoch noch gut 15 Prozent, was zeigt, dass von einer kompletten Erholung keine Rede sein kann.
Im Zentrum steht nun die Frage, ob die erwartete Erholung in den Kernsegmenten 2026 tatsächlich eintritt. Genau das wird sich an den kommenden Quartalsberichten ablesen lassen. Bestätigen die Zahlen die Einschätzung von Barclays, hätte die aktuelle Kurszielerhöhung gute Chancen, nur ein erster Schritt in einer schrittweisen Neubewertung zu sein.
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