Mercedes-Benz Aktie: Wenn die Story nicht zählt
16.01.2026 - 16:36:31Wer die Schlagzeilen der letzten Monate verfolgt hat, könnte meinen, die deutschen Autobauer stünden mit dem Rücken zur Wand. BYD auf dem Vormarsch, China-Geschäft unter Druck, Software-Rückstand – das Narrativ schien eindeutig. Doch an der Börse zählen manchmal andere Dinge als die mediale Wahrnehmung.
Der überraschende Kontrast
Während BYD mit spektakulären Wachstumsraten und aggressiver Expansion Schlagzeilen macht, zeigt sich an den Märkten ein völlig anderes Bild. BMW und Mercedes-Benz lassen den chinesischen Elektro-Giganten kursmäßig alt aussehen. Eine bemerkenswerte Entwicklung, die so nicht zu erwarten war.
Was läuft hier schief – oder vielmehr: Was läuft bei den Deutschen richtig? Die Antwort könnte in der nüchternen Bewertung fundamentaler Stärken liegen. Premiummargen, etablierte Kundenbindung und diversifizierte Produktportfolios scheinen die Investoren aktuell mehr zu überzeugen als reine Volumenstories aus Fernost.
Nutzfahrzeuge als Stimmungsbarometer
Auch wenn Mercedes-Benz Cars und Daimler Truck getrennte Wege gehen – die Entwicklung bei den Nutzfahrzeugen gibt Einblicke in die Marktdynamik. Daimler Truck meldete für 2025 einen Absatzrückgang von 8 Prozent auf 422.510 Fahrzeuge. Besonders schmerzhaft: Nordamerika, der wichtigste Lkw-Markt weltweit, brach um 26 Prozent ein.
Im Schlussquartal verschärfte sich die Situation dort noch einmal auf minus 27 Prozent. Europa hingegen stabilisierte sich – Mercedes-Benz Trucks hielt den Absatz mit 159.871 Einheiten nahezu konstant. Das vierte Quartal zeigte sogar ein Plus von 11 Prozent. Ein Silberstreif, der die geografische Abhängigkeit verdeutlicht.
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Einen Lichtblick lieferten die Elektro-Lkw: Der Absatz batterieelektrischer Fahrzeuge schoss um 67 Prozent auf 6.726 Einheiten hoch. Von großen Volumen kann zwar noch keine Rede sein, doch die Richtung stimmt.
Was Anleger daraus machen
Die Daimler Truck-Aktie reagierte mit einem Minus von 1,37 Prozent auf die Zahlen – eine erstaunlich moderate Reaktion angesichts der deutlichen Absatzrückgänge. Offenbar hatten die Märkte Schlimmeres befürchtet oder die positiven Signale aus Europa und dem E-Segment überwiegen.
Für Mercedes-Benz selbst bleibt die Frage: Können etablierte Premiumhersteller ihre Marktstellung auch in der Elektro-Ära verteidigen? Die Börsenkurse deuten darauf hin, dass Investoren derzeit mehr Vertrauen in bewährte Marken als in chinesische Disruptoren setzen. Ob das langfristig trägt, wird sich zeigen.
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