Lufthansa, Aktie

Lufthansa Aktie: Überraschendes Doppelsignal

08.01.2026 - 05:00:34

Die US-Bank Morgan Stanley stuft die Lufthansa massiv auf und verdoppelt fast ihr Kursziel. Grund sind erwartete operative Verbesserungen, während andere Analysten skeptisch bleiben.

Ein seltenes “Double Upgrade” einer US-Großbank sorgt für Aufsehen im europäischen Transportsektor. Morgan Stanley vollzieht eine 180-Grad-Wende bei der Bewertung des Kranich-Konzerns und prognostiziert eine signifikante operative Erholung. Doch rechtfertigen die fundamentalen Aussichten diese plötzliche Euphorie wirklich, während andere Experten skeptisch bleiben?

Die wichtigsten Fakten:
* Massive Aufstufung: Morgan Stanley wechselt direkt von “Underweight” auf “Overweight”.
* Kursziel fast verdoppelt: Anhebung von 5,40 Euro auf 9,30 Euro.
* Operativer Fokus: Neue Technologie-Allianz mit Amadeus IT zur Modernisierung.

Radikaler Meinungsumschwung

Ereignisse, bei denen Analysten eine Bewertungsstufe überspringen, besitzen an der Börse Signalwirkung. Genau diesen Schritt vollzog Morgan Stanley am heutigen Mittwoch. Die US-Investmentbank strich ihre bisherige Verkaufsempfehlung und zählt die Airline nun zu ihren “Top Picks” im Sektor für das Jahr 2026. Im Gegensatz zu Wettbewerbern wie EasyJet trauen die Experten der Lufthansa eine überdurchschnittliche Entwicklung zu.

Hintergrund dieser Neubewertung ist das laufende Turnaround-Programm. Die Analysten erwarten, dass die Restrukturierungsmaßnahmen bis 2027 ein jährliches EBITDA-Wachstum von 20 Prozent antreiben werden. Verbesserte Cashflows und eine straffere Organisation sollen den Konzern profitabler machen als bisher angenommen.

Kursreaktion und technisches Bild

Der Markt reagierte prompt auf den Vertrauensbeweis. Mit einem Schlusskurs von 9,13 Euro nähert sich das Papier wieder der psychologisch wichtigen 10-Euro-Marke. Der Aufwärtstrend der letzten Monate ist dabei beachtlich: Auf Sicht von 12 Monaten verzeichnet die Aktie ein Plus von 53,62 Prozent.

Trotz dieser Rallye notiert der Titel noch rund 10 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 10,20 Euro, das Ende 2025 markiert wurde. Die Bewertung wirkt mit einem geschätzten KGV von unter 8 für viele Marktteilnehmer weiterhin moderat, sofern die Gewinnprognosen eintreffen.

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KI-Offensive im Vertrieb

Parallel zur analystenseitigen Rückenstärkung treibt das Management die operative Modernisierung voran. Eine am 7. Januar 2026 verkündete Partnerschaft mit Amadeus IT zielt auf die digitale Infrastruktur ab. Neun Airlines der Gruppe werden die KI-Plattform “Amadeus Nevio” implementieren.

Diese technologische Umstellung soll den Ticketvertrieb vom klassischen Modell hin zu einem modernen “Order-Based-Retailing” transformieren. Dies ermöglicht dynamische Preise und personalisierte Angebote, was mittelfristig die Margen pro Passagier steigern dürfte. Zudem soll das System bei Flugausfällen effizientere Alternativen bieten.

Skepsis bleibt bestehen

Trotz der Hochstufung durch Morgan Stanley ist das Meinungsbild unter den Experten keineswegs homogen. JPMorgan hält an einer neutralen Einschätzung fest und sieht den fairen Wert mit maximal 8,00 Euro unter dem aktuellen Kursniveau. Auch Bernstein Research warnt vor verfrühter Euphorie und verweist auf die Komplexität der IT-Migration, weshalb das Kursziel dort bei konservativen 7,75 Euro verharrt. Lediglich Kepler Cheuvreux übertrifft den Optimismus mit einem Ziel von 11,00 Euro.

Der 7. Januar 2026 könnte als Startschuss für eine Neubewertung in die Bücher eingehen. Während die technische Partnerschaft mit Amadeus die langfristige Wettbewerbsfähigkeit sichern soll, liegt die kurzfristige Beweislast nun beim Management: Die kommenden Quartalszahlen müssen zwingend zeigen, ob das von Morgan Stanley prognostizierte EBITDA-Wachstum tatsächlich greifbar wird und den Kursanstieg fundamental untermauert.

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