Lufthansa, Aktie

Lufthansa Aktie: Fortschreitende Beobachtungen

26.11.2025 - 19:22:30

Trotz erfolgreichem Gerichtsurteil gegen Klimaaktivisten wird die Lufthansa-Aktie von drohenden Streiks und operativen Risiken belastet, was die jüngste Rallye gefährdet.

Ein juristischer Paukenschlag in Hamburg sorgt für Aufsehen, doch die Anleger bleiben auffällig zurückhaltend. Während der Konzern einen symbolträchtigen Sieg gegen Klima-Aktivisten feiert, ziehen am Himmel über Europa bereits dunkle Wolken auf. Droht der jüngste Höhenflug der Aktie jetzt an harten operativen Realitäten zu zerschellen?

Teuer für Aktivisten

Es ist ein Urteil mit Signalwirkung: Das Landgericht Hamburg hat Anhänger der “Letzten Generation” zu Schadensersatzzahlungen von über 400.000 Euro verurteilt. Auslöser war die Blockade des Hamburger Flughafens, die die Lufthansa-Tochter Eurowings massiv beeinträchtigte. Auch wenn die Summe in der Konzernbilanz kaum ins Gewicht fällt, ist die Botschaft an den Markt eindeutig:

  • Haftung bestätigt: Aktivisten müssen für wirtschaftliche Schäden geradestehen.
  • Präzedenzfall: Die Position der Airlines gegenüber künftigen Störaktionen wird juristisch gestärkt.
  • Abschreckung: Das finanzielle Risiko für Blockierer steigt drastisch.

Doch die Börse reagiert kühl. Der Grund dafür liegt nicht in den Gerichtssälen, sondern auf dem Rollfeld.

Streik-Angst kehrt zurück

Die Freude über den juristischen Erfolg wird durch drohende Arbeitskampfmaßnahmen getrübt. Für den 11. Dezember kündigt sich in Portugal ein Generalstreik an, der massive Flugausfälle nach sich ziehen dürfte. Für Netzwerk-Airlines wie die Lufthansa sind solche Unterbrechungen Gift für die Marge, da teure Umbuchungen und Planungschaos die Folge sind.

Parallel dazu versucht das Management, die langfristige Planung zu sichern. Ein neuer Kerosin-Deal mit einer Tochter des chinesischen Energieriesen Sinopec soll gegen Preisschwankungen absichern. Auch die Ankündigung einer historischen “Jubiläumsflotte” zum 100-jährigen Bestehen ist gut für das Image, hilft aber kurzfristig kaum gegen die operativen Sorgen.

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Rallye unterbrochen?

Der Blick auf die Kurstafel verrät die Nervosität der Marktteilnehmer. Nach einer beeindruckenden Rallye von fast 18 % in den letzten 30 Tagen scheint der Aktie nun die Luft auszugehen. Mit einem aktuellen Kurs von 8,14 € notiert das Papier nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 8,32 €, tut sich aber schwer, diesen Widerstand nachhaltig zu knacken.

Die Mischung aus positiven strategischen Signalen und greifbaren Risiken im Flugverkehr sorgt für eine Pattsituation. Anleger fragen sich nun, ob die operativen Belastungen im Dezember stark genug sind, um den positiven Trend der letzten Wochen umzukehren.

Fazit: Der juristische Sieg ist Balsam für die Seele, aber kein Treibstoff für den Kurs. Solange Streikrisiken den Flugplan bedrohen, bleibt die Aktie in einer wackeligen Warteposition.

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