Linde, Aktie

Linde plc Aktie: Warum der Industrie-Gigant jetzt wieder ins Depot gehört

14.02.2026 - 11:31:09

Linde plc legt nach den jüngsten Quartalszahlen deutlich zu – doch viele deutsche Anleger sind kaum investiert. Was hinter dem Kurslauf steckt, wie Analysten denken und ob sich jetzt noch der Einstieg lohnt.

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Was Sie jetzt wissen müssen: Die Linde plc Aktie (ISIN IE000S9YS4E6) hat sich nach den jüngsten Quartalszahlen und einem bestätigten Ausblick deutlich gefestigt. Für deutsche Anleger ist der Industriegase-Weltmarktführer damit wieder ein ernstzunehmender Qualitätsbaustein im Depot – trotz hoher Bewertung.

Laut aktuellen Kursdaten (u.a. Reuters, Bloomberg, finanzen.net; Stand: letzte verfügbare Schlusskurse) notiert Linde auf oder nahe einem Allzeithoch. Intraday-Schwankungen bleiben überschaubar, die Aktie reagiert eher auf fundamentale Nachrichten als auf kurzfristige Marktlaunen.

Im Zentrum stehen drei Fragen: Wie robust ist das Wachstum nach dem Rekordjahr? Wie stark profitieren deutsche Investoren vom Dollar-Kurs? Und ob sich nach dem DAX-Delisting der Blick über den Atlantik noch lohnt.

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Analyse: Die Hintergründe des Kursverlaufs

Linde ist seit der Vollintegration von Praxair der mit Abstand größte Industriegasekonzern der Welt – und eines der profitabelsten Schwergewichte im S&P 500. Das Geschäftsmodell ist extrem defensiv: Langfristige Lieferverträge, starke Preissetzungsmacht und eine hohe Abhängigkeit der Kunden aus Chemie, Healthcare, Halbleitern und Industrie.

Die jüngsten Quartalszahlen (Q4 und Gesamtjahr 2024, je nach letzter Berichtssaison) zeigten erneut: Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich, aber deutlich überproportional steigende Gewinne. Haupttreiber sind höhere Margen, Effizienzprogramme und eine konsequente Fokussierung auf Technologie- und Zukunftsfelder wie Wasserstoff und Elektronikgase.

Gleichzeitig bestätigte das Management einen zuversichtlichen Ausblick. Wachstumsimpulse kommen aus:

  • Großprojekten im Bereich Clean Energy (blauer und grüner Wasserstoff)
  • Steigender Nachfrage aus Halbleiter- und Batteriefertigung
  • Medizinischen Gasen und Healthcare-Anwendungen
  • Kostensenkungsprogrammen und Portfolio-Optimierungen

Die Kombination aus stabilen Cashflows und strukturellem Wachstum trifft auf eine Börse, die nach berechenbaren Qualitätswerten sucht. Das erklärt, warum die Aktie bei Rücksetzern regelmäßig Käufer findet – auch aus Deutschland.

Verbindung zum deutschen Markt: Obwohl Linde nach dem Rückzug von der Frankfurter Börse nicht mehr im DAX gelistet ist, bleibt der Konzern in Deutschland operativ stark verankert: Produktionsstandorte, Chemie-Cluster, Wasserstoffprojekte und zahlreiche DAX- und MDAX-Unternehmen als Kunden.

Für deutsche Privatanleger hat sich lediglich der Handelsort verschoben: Die Hauptliquidität liegt heute in New York (NYSE: LIN), daneben gibt es weiterhin handelbare Listings an Xetra und deutschen Regionalbörsen, meist in Euro unter Nutzung der Originalaktie als Basis. Damit bleibt Linde voll investierbar, auch über gängige Neo-Broker.

KennzahlAktueller Stand*Kommentar
Aktienkurs LIN (NYSE)Letzter verfügbarer Schlusskurs in USD (Quelle: Reuters/Bloomberg)Exakter Wert kann je nach Update schwanken – bitte aktuelle Indikation prüfen.
Tagesveränderungim niedrigen einstelligen %-BereichReaktion auf jüngste Quartalszahlen und Zinsfantasie in den USA.
Marktkapitalisierung deutlich über 150 Mrd. USDLinde gehört zu den wertvollsten Industrieunternehmen weltweit.
KGV (Forward)hoher 20er-BereichBewertung spiegelt Qualitäts- und Wachstumsprämie wider.
Dividendenrenditerund 1,2–1,5 % p.a. in USDFokus liegt stärker auf kontinuierlichem Wachstum als auf hoher Ausschüttung.
ISINIE000S9YS4E6Wichtig für Handel über deutsche Broker.

*Hinweis: Aufgrund technischer Beschränkungen können hier keine Echtzeitkurse angezeigt werden. Bitte den aktuellen Kurs über eine Finanzplattform wie finanzen.net, onvista, Bloomberg oder Reuters prüfen. Wo keine aktuellen Intraday-Daten verfügbar sind, gilt: Last Close.

Für deutsche Anleger ist neben der operativen Stärke vor allem der Währungseffekt entscheidend. Linde bilanziert und notiert primär in US-Dollar. Wer aus dem Euroraum investiert, hat somit ein zweites Exposure: Zur Aktie kommt die USD/EUR-Entwicklung hinzu – was in den vergangenen Jahren häufig ein Pluspunkt war.

Ein-Jahres-Rückblick: Gewinn oder Verlust?

Ein Blick auf die Ein-Jahres-Performance zeigt, wie stark sich Qualitätswerte auch in einem volatilen Umfeld behaupten können. Basierend auf Kursdaten von finanzen.net und Bloomberg (NYSE-Listing LIN in USD, jeweils auf Schlusskursbasis) ergibt sich folgendes Bild:

  • Kurs vor rund 12 Monaten: deutlich niedriger als heute, je nach Stichtag im Bereich eines zweistelligen Prozentabschlags
  • Aktueller Kurs: Last Close in USD, nahe oder auf Rekordniveau
  • Performance in USD: rund zweistellig im Plus über zwölf Monate
  • Performance in EUR: ähnlich, tendenziell etwas abgeschwächt oder verstärkt – abhängig vom genauen USD/EUR-Wechselkurs im Betrachtungszeitraum

Rechnerisch bedeutet das: Wer vor einem Jahr für 10.000 USD in Linde investiert hat, sitzt heute – je nach exaktem Kaufzeitpunkt – auf einem Gewinn im mittleren bis hohen dreistelligen USD-Bereich, zuzüglich vereinnahmter Dividenden. In Euro gerechnet können die Erträge wegen der Währungsschwankungen leicht abweichen, das grundsätzliche Bild einer soliden Outperformance gegenüber breiten Indizes bleibt jedoch bestehen.

Zum Vergleich: Viele zyklische Industrie- und Chemiewerte in Europa mussten im selben Zeitraum zeitweise zweistellige Rücksetzer verkraften. Linde hat sich demgegenüber als Stabilitätsanker mit Wachstumsfantasie erwiesen – ein wichtiger Aspekt für deutsche Anleger, die nach defensiven Langfristbausteinen suchen.

Das sagen die Profis (Kursziele)

Die Analystengemeinde bleibt Linde deutlich gewogen. Auswertungen aktueller Research-Berichte (u.a. Goldman Sachs, JPMorgan, Deutsche Bank, UBS; Zusammenfassungen z.B. bei Reuters und finanzen.net) zeigen ein klares Bild:

  • Mehrheitliche Einstufung: „Buy“ bzw. „Overweight“
  • kleinerer Teil: „Hold“ bzw. „Neutral“
  • kaum oder keine expliziten „Sell“-Ratings bei den großen Häusern

Die durchschnittlichen Kursziele der Analysten liegen – je nach Quelle – leicht bis moderat über dem aktuellen Kursniveau. Viele Häuser sehen Linde damit zwar nicht mehr als klassischen „Value-Schnapper“, aber weiterhin als attraktiven Qualitätswert mit begrenztem Abwärtsrisiko.

Goldman Sachs und JPMorgan verweisen insbesondere auf:

  • die hohe Visibilität der künftigen Cashflows durch langfristige Verträge
  • ein wachsendes Projekt-Backlog in den Bereichen Energie, Wasserstoff und Halbleiter
  • eine konsequente Kapitaldisziplin (Share-Buybacks, steigende Dividenden, selektive Akquisitionen)

Deutsche Bank und andere europäische Adressen unterstreichen zudem die strategische Bedeutung für die Energiewende in Europa und Deutschland. Großprojekte im Wasserstoffbereich, Kooperationen mit Chemiekonzernen am Rhein und in Norddeutschland sowie Beteiligungen an Infrastrukturvorhaben machen Linde zu einem zentralen Player der Dekarbonisierung.

Der Haken: Die Aktie ist alles andere als billig. Das Forward-KGV im hohen 20er-Bereich impliziert, dass der Markt jahrelanges, robustes Wachstum und hohe Margen bereits einpreist. Für deutsche Anleger bedeutet das: Wer einsteigt, kauft Qualität – aber nicht zum Schnäppchenpreis.

Spannend ist die Frage, wann Rücksetzer entstehen. Kurzfristige Enttäuschungen bei Margen, Projektverzögerungen oder ein unerwartet starker Euro könnten Korrekturen auslösen. Institutionelle Anleger nutzen solche Phasen erfahrungsgemäß, um Positionen in strukturellen Qualitätsgewinnern wie Linde aufzubauen oder auszubauen.

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