Lichttherapie, Winterblues

Lichttherapie bekämpft wirksam den Winterblues

20.01.2026 - 20:27:12

Spezielle Tageslichtlampen gleichen den Mangel an Sonnenlicht aus, regulieren die innere Uhr und können Symptome einer saisonalen Depression lindern.

Die Tage werden kürzer, die Stimmung sinkt – viele kennen das saisonale Stimmungstief. Die Lichttherapie hat sich als wirksame Waffe gegen den Winterblues etabliert. Sie nutzt helles Kunstlicht, um den Mangel an natürlichem Tageslicht auszugleichen und so die innere Uhr zu regulieren.

So bringt Licht die Hormone ins Gleichgewicht

Die Wirkung ist wissenschaftlich belegt: Fehlendes Sonnenlicht stört den zirkadianen Rhythmus. Die Folge ist eine hormonelle Dysbalance – zu viel vom Schlafhormon Melatonin, zu wenig vom Glückshormon Serotonin. Genau hier setzt die Lichttherapie an.

Das helle Licht der Speziallampen trifft auf die Netzhaut und sendet Signale an das Gehirn. Es drosselt die Melatonin-Produktion und fördert die Serotonin-Ausschüttung. Dieser Prozess normalisiert den Schlaf-Wach-Rhythmus, hellt die Stimmung auf und steigert das Energieniveau.

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Die richtige Anwendung für maximale Wirkung

Für den Erfolg kommt es auf die korrekte Nutzung an. Experten empfehlen spezielle Tageslichtlampen mit einer Stärke von 2.500 bis 10.000 Lux.

  • Wann? Direkt nach dem Aufwachen am Morgen.
  • Wie lange? Etwa 30 Minuten bei 10.000 Lux.
  • Wie? In einem Abstand von circa 80 Zentimetern zur Lampe sitzen und regelmäßig kurz in die Lichtquelle blicken.

Während der Sitzung sind Alltagsaktivitäten wie Frühstücken möglich. Der entscheidende Faktor ist die Regelmäßigkeit. Erste positive Effekte zeigen sich oft schon nach wenigen Tagen.

Sicher, wirksam – aber nicht ohne ärztlichen Rat

Die Lichttherapie gilt als gut verträgliche Methode. Studien zeigen eine Verbesserung der Symptome bei sechs bis neun von zehn Patienten. Mögliche, aber seltene Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen lassen sich meist durch Anpassung der Dosis beheben.

Trotz der Sicherheit ist eine ärztliche Beratung essenziell. Dies gilt besonders bei Vorerkrankungen der Augen oder der Einnahme bestimmter Medikamente. Ein Arzt kann zudem sicherstellen, dass es sich tatsächlich um eine saisonal-affektive Störung (SAD) handelt.

Vom Nischen- zum Mainstream-Instrument

Ihre nicht-invasive Natur und geringen Nebenwirkungen machen die Lichttherapie zu einer attraktiven Alternative zu Medikamenten. Die wissenschaftliche Anerkennung wächst stetig. In manchen Fällen übernehmen sogar die Krankenkassen die Kosten.

Die Forschung untersucht inzwischen auch den Einsatz bei nicht-saisonalen Depressionen. Gleichzeitig treiben technologische Innovationen die Entwicklung voran. Denkbar sind künftig tragbare Geräte oder personalisierte Lichtkonzepte. Die gezielte Lichtanwendung wird so zu einem immer wichtigeren Baustein für die mentale Gesundheit.

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