LibreOffice, Google

LibreOffice und Google attackieren Microsofts Büro-Dominanz

12.02.2026 - 02:09:12

LibreOffice setzt auf Performance und Kompatibilität, während Google Workspace KI-Tools demokratisiert und die Interoperabilität mit Microsoft Teams ausbaut. Der Markt für Produktivitätssoftware wächst rasant.

Die Konkurrenz schlägt zurück: Mit einer Doppel-Offensive stellen LibreOffice und Google Workspace Microsofts Vormacht in der Bürosoftware heraus. Während die Open-Source-Lösung auf Performance und Kompatibilität setzt, treibt Google die KI-Integration voran. Der Markt für Produktivitätssoftware wächst rasant – und der Wettbewerb wird härter.

LibreOffice 26.2: Stabilität und Kompatibilität im Fokus

Die Open-Source-Community hat mit LibreOffice 26.2 den ersten großen Release des Jahres geliefert. Statt auf KI-Spektakel setzt The Document Foundation auf solide Verbesserungen für den täglichen Einsatz. Die Version, angekündigt am 4. Februar 2026, priorisiert Geschwindigkeit, bessere Kompatibilität mit Microsoft-Office-Formaten und mehr Stabilität.

Entwickler haben die Handhabung komplexer Dokumente optimiert. Besonders bei großen Tabellen mit vielen versteckten Spalten sollen Interaktionen nun flüssiger ablaufen. Wichtige Upgrades betreffen das Handling von schwebenden Tabellen in Writer und bessere DOCX-Exporte. Das adressiert häufige Probleme von Nutzern, die regelmäßig Dateien mit Microsoft-Office-Anwendern teilen.

Ein Zugeständnis an moderne Workflows: LibreOffice 26.2 unterstützt nun den Import und Export von Markdown-Dateien. Die Tabellenkalkulation Calc erhielt einen spürbaren Leistungsschub beim Verarbeiten riesiger Datensätze aus Excel. Standardmäßig speichert sie XLSX-Dateien nun im „Excel 2010–365 Spreadsheet“-Format. Das vereinfacht den Austausch.

Die Philosophie bleibt klar: Statt Abos oder Datensammlung steht Nutzerkontrolle im Vordergrund. Dieser Ansatz zieht eine treue Community an. Die wachsende Beliebtheit zeigt sich in steigenden Spenden und Suchanfragen.

Google Workspace: KI-Assistent und Brücke zu Microsoft Teams

Google treibt die KI- und Kollaborations-Features in seiner Workspace-Suite aggressiv voran. Das Ziel: Die Gemini-KI als unverzichtbaren Assistenten etablieren. In einer Serie von Updates Anfang Februar wurde der Zugang zu Gemini für mehr Business- und Education-Tarife geöffnet.

Eine breitere Nutzergruppe kann nun KI-gestützte Schreibhilfen in Gmail und Docs, Datenanalysen in Sheets und automatisierte Meeting-Zusammenfassungen nutzen. Damit demokratisiert Google den Zugang zu fortgeschrittenen KI-Tools, die zuvor Top-Enterprise-Tarifen vorbehalten waren.

Eine der bedeutendsten Ankündigungen betrifft die Interoperabilität zwischen Google Meet und Microsoft Teams. Nutzer können ab sofort Meetings auf einer Plattform mit der Hardware der anderen joinen. Das Feature, vorgestellt am 6. Februar 2026, adressiert direkt die Herausforderungen eines fragmentierten Kollaborationsmarkts.

Für Unternehmen hat Google am 11. Februar 2026 neue Data Loss Prevention (DLP)-Richtlinien für Google Calendar eingeführt. Administratoren erhalten so mehr Kontrolle über sensible Informationen in Meeting-Einladungen. Die Strategie ist klar: Google will nicht nur mit Features, sondern mit nahtlosen, intelligenten Workflows punkten, die verschiedene Dienste verbinden.

Anzeige

Als IT- oder Sicherheitsverantwortliche:r sollten Sie wissen, wie Sie DLP-Lücken, KI‑Risiken und Cyberangriffe systematisch abwehren. Ein kostenloses E‑Book fasst aktuelle Cyber‑Security‑Trends zusammen, zeigt praxisnahe Maßnahmen für DLP‑Implementierung und erklärt, welche Schutzschritte jetzt besonders wichtig sind. Jetzt kostenlosen Cyber‑Security‑Guide herunterladen

Eine der bedeutendsten Ankündigungen betrifft die Interoperabilität zwischen Google Meet und Microsoft Teams. Nutzer können ab sofort Meetings auf einer Plattform mit der Hardware der anderen joinen. Das Feature, vorgestellt am 6. Februar 2026, adressiert direkt die Herausforderungen eines fragmentierten Kollaborationsmarkts.

Für Unternehmen hat Google am 11. Februar 2026 neue Data Loss Prevention (DLP)-Richtlinien für Google Calendar eingeführt. Administratoren erhalten so mehr Kontrolle über sensible Informationen in Meeting-Einladungen. Die Strategie ist klar: Google will nicht nur mit Features, sondern mit nahtlosen, intelligenten Workflows punkten, die verschiedene Dienste verbinden.

Boomender Markt: KI und Cloud treiben das Wachstum

Diese Produkt-Updates finden in einem rasch wachsenden Markt statt. Analysen vom Februar 2026 prognostizieren ein kräftiges Wachstum. Ein Bericht erwartet eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 13,9 Prozent zwischen 2026 und 2033.

Der Treiber ist offensichtlich: Die dauerhafte Etablierung von Remote- und Hybrid-Arbeit erfordert leistungsstarke, cloud-basierte Kollaborationstools. Die Integration von Künstlicher Intelligenz ist der zweite große Trend. Der Markt für KI-Produktivitätstools soll von 13,61 Milliarden Euro (2025) auf über 41 Milliarden Euro bis 2030 wachsen.

Unternehmen suchen zunehmend Lösungen, die nicht nur Erstellung und Kommunikation ermöglichen, sondern die Effizienz durch Automatisierung und intelligente Vorschläge aktiv steigern. Dieser branchenweite Wandel erhöht den Druck auf alle Anbieter – auch auf Microsoft. Sie müssen kontinuierlich innovieren und ihren Mehrwert gegenüber Kunden rechtfertigen, die heute eine Fülle mächtiger Alternativen haben.

Zwei Wege, ein Ziel: Die Schlacht um den modernen Arbeitsplatz

Die jüngsten Ankündigungen zeichnen eine klare Trajektorie für den Markt in 2026. Der Wettbewerb spaltet sich in zwei Hauptansätze: Das Open-Source-Modell mit Fokus auf Nutzerfreiheit, Performance und Kompatibilität. Und das Cloud-native, KI-first-Modell der Tech-Giganten.

Für Nutzer ist dieser verschärfte Wettbewerb ein großer Vorteil. Die Wahl zwischen robusten, kostenlosen Offline-Suiten und tief integrierten, intelligenten Online-Plattformen war nie größer.

Die Zukunft wird weitere Fortschritte bei KI-gestützter Analyse, Workflow-Automatisierung und vereinheitlichten digitalen Arbeitsumgebungen bringen. Die Grenzen zwischen Chat, E-Mail und Dokumentenbearbeitung verschwimmen. Für Unternehmen, die ihre Digitalisierungsstrategie festlegen, wird die Wahl der Produktivitätssuite eine kritische Entscheidung sein. Die neuesten Züge von LibreOffice und Google sorgen dafür, dass die Antwort auf die Frage nach der „besten Büro-Suite“ so nuancenreich und spannend ist wie nie zuvor.

@ boerse-global.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.