LfDI MV warnt vor Cyberangriffen auf Behörden
22.01.2026 - 23:32:12Mecklenburg-Vorpommern schlägt Alarm: Datenschützer sehen massive Bedrohung durch digitale Spionage. Der Landesbeauftragte für Datenschutz warnt alle öffentlichen Stellen vor einer Welle raffinierter Cyberangriffe. Ziel der Kriminellen sind sensible Bürgerdaten.
Stiller Datenabfluss als größte Gefahr
Die Angriffsmethoden haben sich gewandelt. Statt lauter Erpressungssoftware setzen Hacker zunehmend auf unentdeckten Datenabfluss über längere Zeit. Fast 40 Prozent aller bekannten Cyberangriffe zielen mittlerweile auf personenbezogene Daten ab. Oft bemerken die Behörden den Diebstahl erst, wenn die Daten im Darknet auftauchen.
Die Folgen sind gravierend: Vertrauensverlust bei den Bürgern, hohe Kosten für die Systemwiederherstellung und drohende DSGVO-Bußgelder. Im Visier stehen nicht nur Finanzdaten, sondern auch hochsensible Informationen aus Sozial- und Gesundheitsämtern.
Behörden und Verwaltungen stehen aktuell unter besonderem Druck: Unentdeckte Datenabflüsse beginnen häufig mit gezielten Phishing-Angriffen und enden in großem Schaden für Bürgerdaten. Ein kostenloser Leitfaden erklärt, welche Sofortmaßnahmen IT-Verantwortliche jetzt umsetzen sollten — von einfachen Anti‑Phishing‑Checks über Multi‑Faktor‑Authentifizierung bis zu Schulungsplänen für Mitarbeitende. Besonders hilfreich für kleine und mittlere Kommunalverwaltungen mit begrenzten Budgets. Kostenlosen Cyber-Security-Report für Behörden anfordern
Datenschutzbehörde intensiviert Kontrollen
Als Reaktion hat der LfDI MV seine Überwachung verschärft. Die Behörde führt vermehrt unangekündigte Prüfungen durch. „Die Bedrohungslage ist hoch. Öffentliche Stellen müssen sicherstellen, dass Bürgerdaten bei ihnen sicher sind“, betont Landesdatenschutzbeauftragter Sebastian Schmidt.
Die Behörde fordert konkrete Maßnahmen: die Einführung einer Multi-Faktor-Authentifizierung, regelmäßige Schulungen gegen Phishing und erprobte Notfallpläne für den Ernstfall. Es geht darum, Lücken zu schließen, bevor Angreifer sie ausnutzen können.
Bundesweites Problem mit systemischen Schwächen
Mecklenburg-Vorpommern ist kein Einzelfall. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beschreibt die IT-Sicherheitslage in Deutschland seit Jahren als „angespannt bis kritisch“. Vor allem kommunale Infrastrukturen sind verwundbar – oft wegen veralteter Systeme und knapper Budgets.
Angriffe wie der auf den Landkreis Anhalt-Bitterfeld, der die Verwaltung monatelang lähmte, zeigen die realen Konsequenzen. Die Angreifer agieren heute so professionell wie staatliche Cyberspione.
Digitaler Schutz als Daueraufgabe
Die Warnung muss als Weckruf verstanden werden. Reaktion auf Angriffe reicht nicht mehr aus. Nötig ist ein proaktiver Ansatz mit moderner Sicherheitstechnik, aktuellen Systemen und klaren Verantwortlichkeiten.
Entscheidend wird künftig die Zusammenarbeit zwischen Landesbehörden, BSI und IT-Dienstleistern sein, um Bedrohungen schneller zu erkennen und abzuwehren. Die Umsetzung der EU-Richtlinie NIS2 soll für einheitliche, hohe Sicherheitsstandards sorgen. Cybersicherheit ist keine einmalige Maßnahme, sondern eine permanente Pflichtaufgabe für den digitalen Staat.
PS: Viele Angriffe lassen sich verhindern, wenn Organisationen proaktiv auf Awareness und einfache technische Maßnahmen setzen. Der Gratis-Guide «Cyber Security Awareness Trends» fasst aktuelle Angriffsarten, relevante NIS2-Anforderungen und umsetzbare Schutzschritte für Behörden zusammen — von Basis‑Härtung bis zu effektiven Anti‑Phishing‑Prozessen. Ideal, wenn Sie schnell priorisieren möchten, welche Maßnahmen zuerst kommen und wie Sie Mitarbeitende effizient schulen. Jetzt Gratis-E‑Book ‘Cyber Security Awareness Trends’ downloaden


