Leonardo, Aktie

Leonardo Aktie: US-Rückenwind

09.01.2026 - 03:09:32

Die US-Tochter Leonardo DRS erreicht neue Höchststände nach Forderungen nach höheren Verteidigungsbudgets. Analysten bestätigen positive Bewertung und sehen anhaltende Impulse.

Die geopolitische Lage spielt Leonardo in die Karten. Neue Signale aus Washington zu höheren Verteidigungsausgaben haben die Fantasie im gesamten Rüstungssektor angefacht – und besonders bei der US-Tochter Leonardo DRS. Im Kern geht es um die Frage: Wie stark kann der italienische Konzern von einem möglichen Ausgabenplus im US-Verteidigungshaushalt profitieren?

US-Signale treiben Verteidigungswerte

Auslöser der aktuellen Aufwärtsbewegung ist eine Äußerung von US-Präsident Donald Trump, der eine deutliche Erhöhung der amerikanischen Verteidigungsausgaben gefordert hat. Solche Ankündigungen wirken direkt auf die Bewertungen von Rüstungs- und Technologieunternehmen, die stark vom Pentagon abhängen.

Leonardo ist über seine US-Tochter DRS eng mit dem amerikanischen Verteidigungsmarkt verknüpft. Während die in Mailand gelistete Muttergesellschaft am Donnerstag zu den stärkeren Werten im FTSE MIB zählt, fiel die Kursreaktion bei Leonardo DRS an der Nasdaq noch kräftiger aus: Die Aktie sprang im frühen Handel deutlich nach oben und markierte neue 52‑Wochen-Hochs.

Rückenwind kommt zusätzlich von der Analystenseite: Wells Fargo bestätigte heute für Leonardo DRS ein „Buy“-Rating und bekräftigte das Kursziel von 45 US‑Dollar. Die Analysten sehen im aktuellen geopolitischen Umfeld und der erwarteten Budgetentwicklung in den USA einen anhaltenden positiven Impuls für den Auftragseingang.

Wesentliche Punkte des Handelstages im Überblick:

  • Leonardo S.p.A.: gehört heute zu den stärkeren Werten im FTSE MIB
  • Leonardo DRS: klarer Kurssprung an der Nasdaq, neue 52‑Wochen-Hochs
  • Handel in Mailand: überdurchschnittliches Volumen, was auf hohes institutionelles Interesse hindeutet

Strategische Neuausrichtung und Managementwechsel

Die freundliche Kursreaktion spiegelt auch das Vertrauen in den jüngsten strategischen Kurs wider. Zum 1. Januar 2026 hat Leonardo DRS einen wichtigen Führungswechsel vollzogen: John Baylouny, zuvor COO, ist neuer CEO. Er soll die nächste Wachstumsphase in besonders margenstarken Bereichen wie fortgeschrittene Sensortechnik und Netzwerk-Computing vorantreiben – genau jenen Segmenten, die von höheren US-Verteidigungsbudgets überdurchschnittlich profitieren dürften.

Parallel dazu übernimmt Sally Wallace die Rolle der neuen Chief Operating Officer. Diese Personalien fallen in eine Phase, in der Leonardo DRS mehrere große Projekte umsetzt, unter anderem im Bereich satellitengestützter Datenübertragung der nächsten Generation und bei Antriebssystemen für die Marine.

Auch aus Bewertungssicht hat sich der Konzern in den vergangenen zwei Jahren deutlich gewandelt. Leonardo hat sein Profil weg von klassischen Industrieaktivitäten hin zu hochtechnologischer Verteidigungs­elektronik und Cybersecurity geschärft. Dadurch konnte der Abschlag gegenüber europäischen Wettbewerbern wie Rheinmetall und Thales spürbar verringert werden. Die aktuelle Kursstärke unterstreicht, dass der Markt Leonardo zunehmend als wichtigen Baustein der transatlantischen Verteidigungsarchitektur einordnet.

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Technisches Bild und Kennzahlen

Technisch betrachtet ist der Aufwärtstrend klar intakt. Die US‑Aktie von Leonardo DRS notiert mit 67,23 US‑Dollar auf einem neuen 52‑Wochen-Hoch und damit rund ein Drittel über ihrem 50‑Tage-Durchschnitt. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von knapp 145 Prozent zu Buche – ein starkes Signal dafür, wie konsequent der Markt die Story bisher honoriert hat.

Der RSI von 75 deutet allerdings auf einen überkauften Zustand hin. Kurzfristige Rücksetzer wären vor diesem Hintergrund keine Überraschung, würden aber am übergeordneten Aufwärtstrend zunächst nichts ändern.

Ausblick: Haushalt, Zahlen, Bewertung

Entscheidend für die nächste Phase wird sein, wie konkret die geplanten Erhöhungen im US-Verteidigungshaushalt ausfallen und welche Programme tatsächlich aufgestockt werden. Hier lassen sich die Effekte auf Umsatz und Ergebnis erst beziffern, wenn Budgetdetails vorliegen.

Klare Orientierungspunkte in den kommenden Wochen sind:

  • US-Verteidigungshaushalt: Konkrete Budgetvorschläge werden zeigen, in welchen Bereichen – etwa Sensorik, Vernetzung, Cyberabwehr – Leonardo DRS überproportional profitieren kann.
  • Quartalsbericht: Am 19. Februar 2026 legt Leonardo DRS die Zahlen für das Gesamtjahr vor. Besonders wichtig werden der Ausblick und mögliche Anpassungen der Guidance im Lichte der neuen US-Planungen.
  • Bewertung: Der Analystenkonsens bleibt überwiegend positiv und verweist auf im Vergleich zu US-Wettbewerbern weiterhin attraktive Multiples sowie eine verbesserte Free-Cashflow-Generierung.

Vor dem Hintergrund anhaltend hoher geopolitischer Spannungen und weiter steigender Verteidigungsbudgets in vielen NATO-Staaten ist Leonardo aktuell in einer Position, in der zusätzliche US-Ausgaben sehr direkt in Auftrags- und Ergebnispotenzial übersetzt werden können.

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