Leonardo Aktie: Offensive in Indien
03.02.2026 - 19:00:34Der italienische Rüstungskonzern Leonardo setzt seinen Expansionskurs fort und nimmt einen der größten Verteidigungsmärkte der Welt ins Visier. Durch eine heute besiegelte Partnerschaft mit dem Industrieriesen Adani soll die Produktion von Militärhubschraubern direkt nach Indien verlagert werden. Angesichts des enormen Bedarfs der indischen Streitkräfte könnte dieser Schritt langfristig für volle Auftragsbücher sorgen.
Lokale Fertigung als Türöffner
Die unterzeichnete Absichtserklärung zielt darauf ab, die Modelle AW169M und AW109 TrekkerM künftig in Indien zu produzieren. Damit beugt sich Leonardo den politischen Realitäten: Die Initiative „Aatmanirbhar Bharat“ der indischen Regierung fordert Selbstversorgung und lokale Wertschöpfung bei Rüstungsgütern.
Die Kooperation geht dabei über eine reine Montage hinaus. Geplant sind der schrittweise Aufbau einer indischen Lieferkette sowie die Etablierung von Wartungs- und Reparaturkapazitäten (MRO). Auch Pilotenschulungen sollen Teil des gemeinsamen Angebots werden, um die Einsatzbereitschaft der indischen Armee sicherzustellen.
Das Marktpotenzial
Der wirtschaftliche Anreiz für diesen Schritt ist gewaltig. Das Management von Adani Defence & Aerospace prognostiziert, dass die indischen Streitkräfte im kommenden Jahrzehnt einen Bedarf von über 1.000 Hubschraubern haben werden. Dies entspricht einer jährlichen Nachfrage von rund 100 Einheiten.
Durch die Allianz sichert sich Leonardo den Zugang zu diesem Volumenmarkt, der für reine Importeure zunehmend schwerer zugänglich ist. Zudem ließen die Partner durchblicken, dass die aufgebaute Infrastruktur später auch für den zivilen Luftfahrtmarkt genutzt werden könnte.
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Operative Erfolge und Kursentwicklung
Für Leonardo ist dies der zweite operative Meilenstein innerhalb kurzer Zeit. Erst Ende Januar lieferte das Joint Venture mit Rheinmetall die ersten Lynx-Schützenpanzer an die italienische Armee aus – ein wichtiger Schritt im Modernisierungsprogramm der heimischen Streitkräfte.
An der Börse trifft die Nachricht auf eine Korrekturphase. Die Aktie verlor in den letzten 30 Tagen rund 12 Prozent an Wert, notiert mit über 56 Euro aber weiterhin deutlich über den Werten des Vorjahres; auf Sicht von 12 Monaten steht ein Plus von rund 80 Prozent.
Mit der Adani-Partnerschaft positioniert sich Leonardo strategisch in einem Wachstumsmarkt, der hohe Eintrittsbarrieren aufweist. Gelingt die industrielle Umsetzung vor Ort, schafft der Konzern die Basis für stabile Einnahmeströme aus dem asiatischen Raum, unabhängig von der konjunkturellen Lage in Europa.
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