Lenzing, Aktie

Lenzing Aktie: Verlorenes Vertrauen!

29.11.2025 - 04:12:30

Der Faserhersteller verzeichnete im dritten Quartal 2025 einen Nettoverlust von 105 Millionen Euro, hält aber am positiven EBITDA-Ziel fest und investiert weiter in Kapazitätsausbau.

Ein Nettoverlust von 105 Millionen Euro im dritten Quartal – und trotzdem investiert Lenzing 15 Millionen in neue Kapazitäten. Während die Aktie in den letzten drei Jahren zwei Drittel ihres Werts verloren hat, hält das Management am positiven EBITDA-Ausblick fest. Ist das mutig oder verzweifelt? Die aktuelle Kurserholung wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet.

105 Millionen Euro Verlust – und niemand korrigiert die Prognose

Die Zahlen zum dritten Quartal 2025 sind alarmierend. Der österreichische Faserhersteller musste einen Nettoverlust von 105 Millionen Euro eingestehen. Als Hauptschuldige identifiziert das Management die anhaltend schwierigen Marktbedingungen, die massiv auf die Margen drücken.

Doch anstatt die Prognose zu kassieren, bekräftigt Lenzing das Ziel eines positiven EBITDA für das Gesamtjahr 2025. Diese Bestätigung scheint derzeit als Strohhalm zu funktionieren, an den sich der Markt klammert. Anleger preisen offenbar keine weitere Verschlechterung ein – zumindest kurzfristig.

Die harte Realität in Zahlen:
* Schlusskurs aktuell: 23,55 Euro
* Performance letzte 12 Monate: -20,30 %
* Performance letzte 3 Jahre: -66,82 %
* Abstand zum 52-Wochen-Hoch: -33,10 %
* Marktkapitalisierung: 911,4 Millionen Euro

Investitionsoffensive trotz roter Zahlen?

Mitte November verkündete Lenzing eine Investition von 15 Millionen Euro. Das Geld fließt in den Ausbau der Kapazitäten für Premium-Viskosefasern und die Stärkung im Hygiene-Segment. Eine mutige Ansage angesichts der aktuellen Verluste.

Zusätzlich setzt der Konzern auf Nachhaltigkeit als Wachstumstreiber. Die Kooperation mit OceanSafe zielt auf biologisch abbaubare Performance-Textilien ab. Globale Marktprognosen scheinen diese Strategie zu stützen: Für den Cellulosefaser-Markt wird bis 2032 ein jährliches Wachstum von 6,2 Prozent erwartet – getrieben durch die Nachfrage nach nachhaltigen Materialien.

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Technische Erholung trifft auf fundamentale Krise

Die aktuelle Tagesperformance zeigt zwar ein Plus von rund 1,5 Prozent, doch das übergeordnete Chartbild bleibt düster. Die Aktie kämpft seit Monaten um eine Bodenbildung im Bereich der 23-Euro-Marke. Der RSI von 38,6 deutet auf eine leicht überverkaufte Situation hin – ein mögliches Signal für kurzfristig orientierte Trader.

Langfristig sieht die Lage jedoch anders aus. Wer vor drei Jahren einstieg, hat zwei Drittel seines Kapitals verloren. Die Volatilität von über 42 Prozent (30-Tage-Basis, annualisiert) zeigt zudem: Hier ist nichts für schwache Nerven.

Die nächste Hauptversammlung ist für den 23. April 2026 angesetzt. Bis dahin wird sich zeigen müssen, ob die angekündigten Investitionen greifen und ob sich die Margen tatsächlich stabilisieren lassen. Der Markt scheint skeptisch – zu Recht.

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