Krafttraining, Marathon

Krafttraining schlägt Marathon: Neue Studien revolutionieren Herzgesundheit

28.11.2025 - 00:52:12

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen: Kurze Bewegungseinheiten und Krafttraining schützen das Herz ebenso effektiv wie klassisches Ausdauertraining und senken das Erkrankungsrisiko deutlich.

Schluss mit dem Mythos vom ewig langen Lauf: Wer sein Herz schützen will, muss nicht mehr stundenlang auf dem Laufband schwitzen. Aktuelle Forschungsergebnisse belegen, dass kurze Bewegungs-Häppchen und gezieltes Krafttraining genauso effektiv sind wie klassisches Ausdauertraining.

Die Wissenschaft räumt gründlich auf mit althergebrachten Überzeugungen. Eine im November veröffentlichte Analyse im British Journal of Sports Medicine markiert den Wendepunkt: Wer wenig Zeit hat oder mit Gelenkproblemen kämpft, kann trotzdem optimal für sein Herz sorgen.

Fünf Minuten, die zählen

“Exercise Snacks” heißt das neue Zauberwort der Kardiologen. Die Studie untersuchte ultrakurze Bewegungseinheiten bei inaktiven Erwachsenen – mit verblüffendem Ergebnis:

  • Bereits zweimal täglich fünf Minuten intensive Bewegung verbessern die Herzfitness messbar
  • Treppensteigen, schnelles Gehen oder Kniebeugen reichen als Trainingsreiz völlig aus
  • Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sinkt nachweisbar

Dr. Cheng-Han Chen, interventioneller Kardiologe, bringt es auf den Punkt: Diese Mini-Workouts senken die Einstiegshürde massiv. Perfekt für Bewegungsmuffel, die bisher jede Aktivität scheuten.

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Die 50/50-Formel aus Iowa

Noch eindeutiger wird es bei der Iowa-State-Studie, die im European Heart Journal für Aufsehen sorgte. Die Forscher teilten Probanden in drei Gruppen: reine Ausdauer, reines Krafttraining und eine fifty-fifty-Kombination.

Das Ergebnis revolutioniert Trainingspläne weltweit. Die Hybrid-Gruppe profitierte genauso stark wie die Cardio-Gruppe – nur mit einem entscheidenden Bonus: deutlich mehr Muskelkraft. Diese schützt im Alter vor Stürzen und hält den Stoffwechsel auf Trab.

Prof. Duck-chul Lee formuliert es pragmatisch: “Wer vom Laufband gelangweilt ist, ersetzt einfach die Hälfte durch Gewichte – die Herzvorteile bleiben identisch.”

Warum Muskeln das Herz retten

Die American Heart Association hat ihre Empfehlungen geschärft. Krafttraining gilt nicht länger als Nice-to-have, sondern als Pflicht:

  • 15 Prozent niedrigeres Sterberisiko bei regelmäßigem Krafttraining
  • 17 Prozent weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Vergleich zu Untrainierten
  • 30 bis 60 Minuten pro Woche genügen für den maximalen Schutzeffekt

Doch die Realität enttäuscht: Weniger als 30 Prozent der Erwachsenen erfüllen die Mindestempfehlung von zwei Krafteinheiten wöchentlich.

Die Mechanismen dahinter sind klar. Krafttraining baut Fett ab, senkt den Blutdruck und optimiert den Zuckerstoffwechsel. Besonders Übergewichtige profitieren vom Doppelpack aus Kraft und Ausdauer.

Fitnessstudios reagieren

Die Branche hat den Trend längst erkannt. Reine Cardio-Bereiche schrumpfen, funktionale Trainingsflächen wachsen. Fitness-Apps setzen auf Push-Benachrichtigungen für Fünf-Minuten-Pausen statt auf Marathon-Tracker.

Kardiologen jubeln über diese Entwicklung. Die Hürde für Risikopatienten sinkt dramatisch, wenn schon kurze Aktivitäten zählen. Das Joggen verliert seinen Heiligenschein – Hanteln werden gesellschaftsfähig für die Herzgesundheit.

Der Paradigmenwechsel ist komplett: Muskeln gelten nicht länger als Gegenspieler des Herzens, sondern als dessen wichtigster Partner.

Was kommt als Nächstes?

Smartwatches werden 2026 voraussichtlich den optimalen Zeitpunkt für Bewegungs-Snacks vorschlagen – basierend auf Herzfrequenzvariabilität. Nationale Gesundheitsbehörden passen ihre Leitlinien an die neue Studienlage an.

Der Fokus verschiebt sich auf die “Herz-Muskel-Achse”. Da Krafttraining auch Muskelschwund im Alter verhindert, wird dieses Thema die Langlebigkeitsforschung dominieren.

Die Botschaft für heute: Das schlechte Gewissen nach der ausgefallenen Joggingrunde darf verschwinden. Solange stattdessen Gewichte bewegt oder der Tag durch aktive Pausen aufgelockert wird, freut sich das Herz genauso. Die Wissenschaft hat gesprochen – und räumt gründlich mit alten Glaubenssätzen auf.

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