Kindergeld: 55 Milliarden Euro Rekordauszahlung für Familien
22.01.2026 - 03:14:12Die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit hat für 2025 eine Rekordsumme von 55 Milliarden Euro Kindergeld ausgezahlt. Die Zahlen unterstreichen die immense Bedeutung der direkten finanziellen Unterstützung für Millionen Haushalte – und zeigen, welche Entlastungen 2026 bereits beschlossen sind.
Rekordsumme für 17,5 Millionen Kinder
Im vergangenen Jahr flossen rund 55 Milliarden Euro an Kindergeld an die Familien in Deutschland. Das sind etwa 800 Millionen Euro mehr als noch 2024. Grund für den Anstieg war eine Erhöhung der Leistung im Laufe des Jahres. Insgesamt profitierten etwa 17,5 Millionen Kinder und ihre Eltern von der direkten Zahlung. Die Bundesagentur für Arbeit treibt parallel die Digitalisierung der Antragsprozesse voran, um den Zugang für Eltern zu vereinfachen.
So funktioniert die steuerliche Doppelförderung
Das deutsche System setzt auf zwei Säulen: das monatliche Kindergeld und den steuerlichen Kinderfreibetrag. Während das Kindergeld direkt aufs Konto kommt, mindert der Freibetrag das zu versteuernde Einkommen der Eltern. Das Finanzamt prüft im Rahmen der Steuererklärung automatisch, welche Variante für die Familie günstiger ist. In der Regel profitieren Haushalte mit höherem Einkommen stärker vom Freibetrag, während für Familien mit niedrigeren und mittleren Einkommen oft das Kindergeld vorteilhafter ist.
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Diese Entlastungen gelten bereits 2026
Die Politik hat für das laufende Jahr bereits weitere Schritte beschlossen. Seit dem 1. Januar 2026 wurde das Kindergeld um weitere vier Euro auf 259 Euro pro Kind und Monat erhöht. Diese Anpassung kommt allen berechtigten Familien unabhängig vom Einkommen zugute. Parallel stieg der steuerliche Kinderfreibetrag auf 9.756 Euro pro Kind. Zudem wurde der allgemeine Grundfreibetrag, der das steuerfreie Existenzminimum sichert, auf 12.348 Euro angehoben. Diese Maßnahmen sollen helfen, die gestiegenen Lebenshaltungskosten abzufedern.
Stabilitätssäule in wirtschaftlich unsicheren Zeiten
Die Rekordauszahlungen und fortlaufenden Anpassungen sind eine staatliche Reaktion auf die wirtschaftlichen Herausforderungen. Sie wirken als wichtiger Stabilisator für die Familieneinkommen. Während umfassendere Reformen wie die geplante Kindergrundsicherung vorerst auf Eis liegen, bleibt dieses System aus direkten Zahlungen und Steuerentlastungen die zentrale Säule der Familienförderung. Der Fokus der Behörde liegt nun darauf, durch Digitalisierung bürokratische Hürden abzubauen.
Ausblick: Debatte um Anpassung und mehr Effizienz
Die Diskussion über die optimale Gestaltung der Familienförderung wird weitergehen. Politisch wird es vor allem darum gehen, die Leistungen an die Inflation und Lebenshaltungskosten anzupassen. Kurzfristig steht jedoch die Modernisierung der Verwaltung im Vordergrund. Die Bundesagentur für Arbeit plant, Automatisierung und Online-Dienste auszubauen. Eltern können so auf einfachere Anträge und schnellere Bearbeitung hoffen.


