Gesetze, KI-Helfern

KI und Gesetze bremsen digitale Überlastung nicht

31.12.2025 - 23:54:12

Trotz KI-Helfern und neuen Gesetzen bleibt die mentale Belastung durch ständige Erreichbarkeit die Top-Herausforderung. Experten fordern für 2026 besseres KI-Management und stabile Infrastrukturen.

KI-Agenten und neue Gesetze konnten die digitale Überlastung im Job 2025 nicht stoppen. Experten sehen die mentale Belastung durch ständige Erreichbarkeit und Informationsflut weiter als Top-Herausforderung für 2026.

Das Versprechen war groß: Künstliche Intelligenz sollte die lästige Routinearbeit übernehmen und uns entlasten. Doch die Bilanz zum Jahresende fällt durchwachsen aus. Zwar nutzen mehr Menschen denn je KI-Helfer – die tägliche Nutzung stieg laut Slack Workforce Index um 233 Prozent. Und sie helfen auch: Nutzer berichten von 58 Prozent besserer Konzentration.

Doch gleichzeitig kämpfen 68 Prozent der Beschäftigten mit dem Arbeitstempo. Das zeigt der Microsoft Work Trend Index. Der Grund: Die gewonnene Zeit füllt sich sofort mit neuen Aufgaben. Experten nennen das den Produktivitäts-Rebound, der die Entlastung auffrisst.

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Technostress wird zum Gesundheitsrisiko

Die psychischen Folgen sind alarmierend. Eine Studie der Beratung Hirschtec beziffert den Anteil digital überforderter Mitarbeiter auf 42 Prozent. Die Haupt-Stressfaktoren sind dabei nicht komplexe Aufgaben, sondern technische Pannen, ständige Updates und mangelnder IT-Support.

In Österreich thematisieren heute 35 Prozent der Betriebe digitale Gesundheitsrisiken – fast doppelt so viele wie 2019. Bei einem ESENER-Seminar in Wien diskutierten AUVA und Sozialministerium das Thema als neues Feld im Arbeitsschutz. Die digitale Reizüberflutung ist im Jahr 2025 offiziell angekommen.

„Recht auf Abschalten“ zeigt erste Grenzen

Auch gesetzgeberisch war 2025 ein Wendepunkt. Australien verschärfte im August sein „Right to Disconnect“-Gesetz, das nun auch für kleine Firmen gilt. Doch erste Erfahrungen, etwa der Kanzlei Baker McKenzie, zeigen: Gesetze allein ändern keine Kultur.

Bislang landeten nur wenige Fälle vor Gericht. Kritiker sprechen von einem „zahnlosen Tiger“. Für europäische Unternehmen wird das Modell dennoch interessant. Der Trend geht zu flexiblen „Charters of Good Conduct“, die klare Erreichbarkeitsfenster definieren, ohne die Hybrid-Arbeit zu ersticken.

2026: Der Mensch muss KI-Agenten führen

Was bringt das neue Jahr? Die entscheidende Fähigkeit wird sein, KI nicht nur zu nutzen, sondern zu managen. Microsoft spricht vom „Agent Boss“ als neuer Schlüsselqualifikation.

Die große Aufgabe für 2026 heißt „Relational Intelligence“: Wie behält man in einem Netzwerk aus Menschen und Maschinen den Überblick, ohne auszubrennen? Unternehmen müssen stärker in stabile digitale Infrastrukturen investieren, um Technostress abzubauen. Es geht künftig weniger darum, mehr Informationen zu verarbeiten, sondern die richtigen Filter zu finden – ob im Kopf oder durch die KI.

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