KI-gestützte, Cyberangriffe

KI-gestützte Cyberangriffe erreichen neue Dimension

21.01.2026 - 06:57:12

Sicherheitsbehörden warnen vor einer neuen Generation täuschend echter KI-Angriffe, die Verbraucher und Unternehmen bedrohen. Experten raten zu mehrschichtigem Schutz und erhöhter Wachsamkeit.

KI-gestützte Cyberangriffe entwickeln sich zur größten digitalen Gefahr für Verbraucher und Unternehmen. Sicherheitsbehörden warnen vor einer neuen Generation täuschend echter Phishing-Angriffe, die selbst erfahrene Nutzer in die Irre führen.

Die perfekte Täuschung: KI als Waffe der Cyberkriminellen

Was früher an schlechter Grammatik erkennbar war, ist heute perfekt getarnt. Generative KI ermöglicht Cyberkriminellen, massenhaft fehlerfreie und persönlich zugeschnittene Betrugsnachrichten zu erstellen. Diese Nachrichten imitieren den Tonfall von Banken, Kollegen oder Dienstleistern so überzeugend, dass selbst geschulte Mitarbeiter sie kaum noch als Fälschungen entlarven können.

Die Angriffe beschränken sich längst nicht mehr auf E-Mails. Sicherheitsexperten prognostizieren für 2026 den Durchbruch multimodaler Angriffe. Kriminelle nutzen bereits jetzt KI-Werkzeuge wie Evil-GPT aus dem Darknet. Künftig werden sie verstärkt auf Deepfakes setzen, um in Video- oder Sprachanrufen die Identität von Vorgesetzten vorzutäuschen. Das Ziel: Finanzbetrug in bisher ungekanntem Ausmaß.

Aktuelle Bedrohungen: Ghost Pairing und Social-Media-Fallen

Die Gefahr ist bereits allgegenwärtig. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt aktuell vor der „Ghost Pairing“-Masche auf WhatsApp. Dabei manipulieren Betrüger Nutzer so, dass diese ihr Konto unbemerkt mit einem Fremdgerät koppeln. Die Angreifer können dann über Wochen Nachrichten und Kontakte mitlesen.

Anzeige

Cyberkriminelle nutzen KI, um Phishing, Deepfakes und Ghost-Pairing-Angriffe zu perfektionieren – Verbraucher und Unternehmen erleiden zunehmend finanzielle Schäden. Ein kostenloses E‑Book fasst die aktuellen Cyber‑Security‑Trends zusammen und erklärt praxisnahe Schutzmaßnahmen (z. B. Zwei‑Faktor‑Authentifizierung, Erkennung multimodaler Angriffe und sinnvolle Mitarbeiterschulungen). Mit Checklisten und sofort umsetzbaren Schritten können Sie Angriffe früher erkennen und Ihr Risiko deutlich senken. Jetzt kostenloses Cyber-Security-E‑Book herunterladen

Parallel schwappt eine neue Phishing-Welle über Instagram und Facebook. KI-generierte Videos und manipulierte Kommentare locken Nutzer auf gefälschte Seiten großer Elektronikhändler, um Kreditkartendaten zu erbeuten. Auch klassische E-Mail-Angriffe bleiben gefährlich: Die Verbraucherzentrale warnte erst diese Woche vor einer Phishing-Kampagne gegen Kunden des Online-Brokers Trade Republic.

So schützen Sie sich im KI-Zeitalter

Gegen diese raffinierte Angriffe hilft nur ein mehrschichtiger Schutz. Experten raten dringend zur Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für alle wichtigen Konten, besonders bei sozialen Medien und Bankgeschäften. Moderne Browser wie Chrome bieten zudem KI-gestützte Schutzmodi, die bösartige Webseiten in Echtzeit erkennen.

Doch die größte Schwachstelle bleibt der Mensch. Die wichtigste Regel lautet: Misstrauen Sie unaufgeforderten Nachrichten mit Dringlichkeitscharakter. Klicken Sie nie auf Links in verdächtigen E-Mails oder SMS. Rufen Sie die Webseite des Anbieters stattdessen manuell auf. Bei dubiosen Zahlungsaufforderungen von vermeintlichen Bekannten: Immer über einen zweiten Kanal – etwa telefonisch – verifizieren. WhatsApp-Nutzer sollten regelmäßig unter „Verknüpfte Geräte“ nach unbekannten Verbindungen suchen.

Das digitale Wettrüsten hat begonnen

Die Cybersicherheit steckt in einem KI-getriebenen Wettlauf. Während Angreifer ihre Betrugsmaschen automatisieren, entwickeln Sicherheitsfirmen und Unternehmen KI-gestützte Abwehrsysteme. Diese sollen verdächtige Muster in Datenströmen frühzeitig erkennen und Angriffe proaktiv stoppen.

Für Verbraucher bedeutet das: Wachsamkeit ist der beste Schutz. Wer die neuen Methoden kennt und grundlegende Sicherheitsregeln konsequent anwendet, kann sich auch in der Ära der KI-Betrüger wirksam schützen.

Anzeige

PS: Sie möchten sich besser gegen KI‑gestützte Betrugsmaschen wappnen? Dieser Gratis‑Leitfaden bietet einfache, sofort umsetzbare Maßnahmen für Privatpersonen und kleine bis mittlere Unternehmen – von Anti‑Phishing‑Routinen über sichere Kontoeinstellungen bis zu Erkennungsregeln für Deepfakes. Holen Sie sich Checklisten, konkrete Handlungsschritte und eine kompakte Strategie, mit der Sie Ihre digitale Barriere stärken können. Kostenlosen Cybersecurity‑Leitfaden sichern

@ boerse-global.de