KfW startet 2026 mit neuer Strategie und Rekordförderung
04.02.2026 - 14:24:12Die staatliche Förderbank KfW stellt ihr Kerngeschäft auf neue Füße. Mit einem milliardenschweren Fonds für Zukunftstechnologien, einem Ausbau der Digitalisierung und einer Beteiligung am Stromnetzbetreiber TenneT will die Bank Deutschlands Wirtschaftskraft stärken. Für 2025 meldet sie zugleich ein Rekordvolumen bei der Inlandsförderung.
Drei-Säulen-Strategie für die Transformation
Auf ihrer Jahrespressekonferenz in Frankfurt präsentierte Vorstandschef Stefan Wintels am Mittwoch eine umfassende Neuausrichtung. Die Strategie fußt auf drei Dimensionen: Inlandsförderung, internationales Geschäft und interne Digitalisierung.
Herzstück ist der im vergangenen Jahr gestartete „Deutschlandfonds“. Er soll privates Kapital für Schlüsseltechnologien wie DeepTech, Biotechnologie und Klimatechnik mobilisieren. „Wir bewegen uns weg von reinen Zuschüssen hin zu kapitalmarktorientierter Finanzierung“, so Wintels. Geplant sind Pilottransaktionen für Verbriefungen, um Bankbilanzen zu entlasten und neue Kredite für den Mittelstand freizusetzen.
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Im internationalen Geschäft will die KfW deutsche Exporte und globale Innovationsprojekte stärker unterstützen. Ziel ist es, verlässliche Rahmenbedingungen in zunehmend volatilen Märkten zu schaffen.
Die dritte Säule, „Inside KfW“, zielt auf die eigene Digitalisierung. Eine interdisziplinäre Gruppe treibt die KI-Strategie voran, um Antragsverfahren schneller und weniger bürokratisch zu gestalten.
Inlandsförderung wächst um mehr als ein Drittel
Das Geschäftsjahr 2025 war für die KfW äußerst robust. Das Gesamtvolumen neuer Fördergeschäfte lag bei 98 Milliarden Euro. Besonders die Inlandsförderung legte kräftig zu: Sie stieg um mehr als ein Drittel auf 61 Milliarden Euro.
Getrieben wurde dieses Wachstum von der hohen Nachfrage des Mittelstands, privater Bauherren und Kommunen. Trotz rückläufiger Bundesaufträge verzeichnete das eigentliche Fördergeschäft ein organisches Plus – ein klares Signal für den hohen Finanzierungsbedarf bei der Energiewende und im Wohnungsbau.
Milliarden-Beteiligung an Stromnetzbetreiber TenneT
Kurz vor der Jahreskonferenz bestätigte die KfW einen weiteren strategischen Coup: Im Auftrag des Bundes erwirbt sie eine Minderheitsbeteiligung von 25,1 Prozent am deutschen Übertragungsnetzbetreiber TenneT vom niederländischen Mutterkonzern.
Das Geschäft ist rund 3,3 Milliarden Euro wert und sichert dem Bund Einfluss auf das mit über 14.000 Kilometern größte Stromnetz des Landes. Branchenbeobachter sehen diesen Schritt als entscheidend für den weiteren Netzausbau und die Versorgungssicherheit in der Energiewende.
Fokus auf Wohnungsbau und „Made in Germany“
Für den angespannten Wohnungsmarkt kündigte die KfW eine Vereinfachung an. Ihre Förderprodukte werden ab 2027 in nur noch zwei Kategorien gebündelt: „Neubau“ und „Modernisierung“. Der Umstellungsprozess beginnt bereits jetzt, um der Bauindustrie Planungssicherheit zu geben.
Trotz der anhaltend schwierigen geopolitischen und wirtschaftlichen Lage sieht sich die KfW für 2026 gerüstet. Mit dem Deutschlandfonds und der TenneT‑Beteiligung will sie als Stabilisator und Investitionsbeschleuniger wirken. Die Botschaft ist klar: Die Ära reiner Zuschüsse ist vorbei. Heute geht es darum, mit öffentlichem Geld privates Kapital zu hebeln und so die Transformation der deutschen Wirtschaft kraftvoll voranzutreiben.
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