KfW reaktiviert EH-55-Förderung für klimafreundlichen Wohnungsbau
31.01.2026 - 03:52:12Die Bundesregierung hat die Förderung für Effizienzhäuser 55 wieder eingeführt. Ziel ist es, den stockenden Wohnungsneubau mit zinsgünstigen Krediten anzukurbeln. Die neue, befristete Stufe im Programm „Klimafreundlicher Neubau“ soll Tausende auf Eis liegende Bauprojekte wieder zum Leben erwecken.
So funktioniert die neue Förderstufe
Seit Mitte Dezember 2025 können private Bauherren und Investoren wieder zinsverbilligte Kredite für den Neubau nach EH-55-Standard beantragen. Die Konditionen sind attraktiv:
* Bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit
* Laufzeit von bis zu 35 Jahren
* Zinsbindung für bis zu 10 Jahre
Ein entscheidender Haken: Die Baugenehmigung muss bereits vorliegen, mit der Umsetzung darf aber noch nicht begonnen sein. So will der Staat gezielt den riesigen „Bauüberhang“ – bereits genehmigte, aber nicht realisierte Projekte – mobilisieren. Die Mittel sind begrenzt, Experten raten daher zu schnellem Handeln.
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Erneuerbare Heizung Pflicht, Bürokratie reduziert
Um die Förderung zu erhalten, gelten klare Vorgaben. Die Wärmeversorgung muss vollständig auf erneuerbaren Energien basieren. Erlaubt sind etwa Wärmepumpen, Biomasse oder Fernwärme. Fossile Heizungen sind ausgeschlossen.
Gleichzeitig senkt der Staat die Hürden im Vergleich zur EH-40-Förderung deutlich. Zwei aufwändige Pflichten entfallen:
* Das „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“ (QNG)
* Eine komplexe Lebenszyklusanalyse (LCA) der CO2-Emissionen
Diese Vereinfachungen sollen Planungsaufwand und Kosten senken. Die Begleitung durch einen Energieeffizienz-Experten bleibt jedoch verpflichtend.
Rettungsanker für die kriselnde Baubranche?
Für die Bauwirtschaft kommt die Maßnahme wie ein Rettungsring. Nach dem Förderstopp 2022 und explodierenden Kosten lagen zahlreiche Projekte auf Eis. Branchenverbände begrüßen den Schritt als überfällig.
Analysten sehen Potenzial für bis zu 51.000 Wohnungen, die nun kurzfristig realisiert werden könnten. Die Hoffnung ist groß, dass die Förderung nicht nur privaten Bauherren hilft, sondern auch die Auftragsbücher von Bauträgern und Handwerksbetrieben füllt.
Ein klimapolitischer Kompromiss mit Augenmaß
Die Wiedereinführung des EH 55 markiert eine pragmatische Kurskorrektur. Die langfristigen Klimaziele – etwa der EH-40-Standard – bleiben zwar bestehen. Angesichts hoher Zinsen und Materialkosten erkennt die Politik nun an: Ein etwas weniger ambitioniertes, aber dafür gebautes Effizienzhaus ist besser als gar keins.
Die strikte Vorgabe für erneuerbare Heizungen sorgt dabei dafür, dass keine neuen fossilen Abhängigkeiten entstehen. Es ist ein Spagat zwischen ökologischem Anspruch und ökonomischer Realität – eine Brücke, bis sich der Markt wieder erholt. Ob sie trägt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
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