KfW, Gründerkredit

KfW erhöht Gründerkredit auf 200.000 Euro

03.01.2026 - 11:54:12

Die staatliche Förderbank KfW hat die Obergrenze für den populären ERP-StartGeld-Kredit um 60 Prozent angehoben. Gründer können nun mehr Betriebsmittel zu attraktiven Konditionen erhalten.

Berlin/Frankfurt – Deutschlands Gründer und Unternehmensnachfolger starten mit mehr finanzieller Power ins neue Jahr. Die staatliche KfW hat die Obergrenze für ihren populären ERP-Gründerkredit „StartGeld“ zum Jahresbeginn 2026 deutlich angehoben. Statt bisher 125.000 Euro können Existenzgründer nun bis zu 200.000 Euro an zinsgünstigen Darlehen erhalten. Die Erhöhung trat bereits im Dezember in Kraft und gilt ab sofort für alle Anträge im laufenden Geschäftsjahr.

Deutlich mehr Spielraum für die Gründung

Die Erhöhung um 60 Prozent ist eine Reaktion auf die gestiegenen Kosten in der Gründungsphase. Höhere Ausgaben für Energie, Material und Personal hatten die alte Grenze in vielen Fällen unattraktiv gemacht. „Die Anpassung war überfällig“, kommentiert ein Branchenkenner. „Gerade für technologieorientierte Startups oder produzierendes Gewerbe reichten 125.000 Euro oft nicht mehr für moderne Ausrüstung und die erste Betriebsphase.“

Das Programm richtet sich an Gründer, Freiberufler und kleine Unternehmen, die weniger als fünf Jahre am Markt sind. Es unterstützt sowohl Vollzeit- als auch Nebenerwerbsgründer sowie Unternehmensnachfolger.

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Mehr Liquidität für den Start

Ein besonderer Fokus liegt auf der Finanzierung von Betriebsmitteln. Hiervon können jetzt bis zu 80.000 Euro – statt bisher 50.000 Euro – in Anspruch genommen werden. Diese Liquiditätsspritze ist vor allem für dienstleistungsorientierte Unternehmen und Startups mit hohen monatlichen Fixkosten entscheidend.

Die Mittel können für Mieten, Gehälter, Marketing oder Beratungskosten verwendet werden. Ziel ist es, die häufigsten Stolpersteine in den ersten ein bis zwei Jahren zu beseitigen: akute Liquiditätsengpässe. „Gründer sollen sich auf ihr Wachstum konzentrieren können und nicht von Monat zu Monat um das Überleben kämpfen müssen“, so die Logik hinter der Anpassung.

Attraktive Konditionen bleiben erhalten

Trotz der höheren Summen bleiben die Kernvorteile des Programms bestehen. Entscheidend ist die 80-prozentige Haftungsfreistellung durch die KfW für die Hausbank des Antragstellers. Diese Risikoübernahme macht es für Geschäftsbanken und Sparkassen deutlich attraktiver, auch risikobehafteten jungen Unternehmen Kredite zu gewähren. Eigenkapital ist für die Beantragung nicht zwingend erforderlich, wird aber empfohlen.

Die aktuellen Konditionen sind marktüblich. Für Anfang 2026 werden effektive Jahreszinsen zwischen 3,5 und 3,9 Prozent genannt. Die Laufzeit beträgt bis zu zehn Jahre, oft mit tilgungsfreien Anlaufjahren. Das entlastet die Kasse genau in der schwierigsten Phase.

Signal an den Wirtschaftsstandort

Die KfW-Vorstandsvorsitzende Melanie Kehr spricht von einem „starken Signal“ an potenzielle Gründer. Die Maßnahme soll mutige Schritte in die Selbstständigkeit fördern. Wirtschaftsanalysten sehen darin eine notwendige Korrektur. Die Inflation hatte den realen Wert der alten Fördergrenze ausgehöhlt.

Strategisch wichtig ist auch die explizite Einbeziehung der Unternehmensnachfolge. Damit adressiert das Programm die „Nachfolgelücke“ im deutschen Mittelstand, wo Tausende inhabergeführter Betriebe einen neuen Eigentümer suchen.

Was Gründer jetzt wissen müssen

Banken rechnen im ersten Quartal 2026 mit einer steigenden Nachfrage. Anträge müssen weiterhin über die eigene Hausbank gestellt werden. Experten raten Gründern, ihren Finanzplan an die neuen Möglichkeiten anzupassen und die höheren Betriebsmittelgrenzen konsequent für die Liquiditätsplanung einzuberechnen.

Mit der deutlichen Erhöhung hat die Politik eine wichtige Finanzierungshürde gesenkt. Ob das tatsächlich zu mehr Gründungen und erfolgreichen Markteintritten führt, wird das Geschäftsjahr 2026 zeigen.

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