KfW erhöht Förderung für Handwerksgründer auf 200.000 Euro
06.01.2026 - 23:13:12Das neue Jahr bringt frisches Kapital für das deutsche Handwerk: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat ihre wichtigsten Förderprogramme zum Jahresbeginn 2026 deutlich aufgestockt. Die neuen Konditionen sollen Gründern den Einstieg erleichtern und etablierten Betrieben die digitale Transformation finanzieren.
StartGeld: Mehr Kapital für Handwerksgründer
Die spürbarste Änderung betrifft den ERP-Gründerkredit – StartGeld. Die maximale Darlehenssumme für Existenzgründer und junge Unternehmen wurde von 125.000 auf 200.000 Euro angehoben. Der Anteil, der speziell für Betriebsmittel wie Material oder Mieten verwendet werden kann, stieg von 50.000 auf 80.000 Euro.
Diese Erhöhung reagiert auf die gestiegenen Kosten für Maschinen, Fahrzeuge und Werkstatteinrichtungen. Besonders kapitalintensive Gewerke wie Tischlerei, Metallbau oder Sanitärtechnik profitieren. Die KfW übernimmt weiterhin 80 Prozent des Ausfallrisikos, was die Kreditvergabe durch die Hausbanken deutlich vereinfacht.
Gründer, die einen KfW-Kredit oder Investitionen planen, brauchen einen belastbaren Businessplan – nicht nur eine Idee. Das kostenlose Businessplan‑Paket liefert fertige Vorlagen speziell für Handwerksbetriebe: Muster-Finanzplan, Investitionsübersicht für Maschinen und Werkstatt sowie Textbausteine für Förderanträge. Damit zeigen Sie Hausbank und Förderstelle klar, wie StartGeld oder Digitalisierungszuschüsse konkret eingesetzt werden. Jetzt Businessplan‑Vorlage & Gründer‑Check herunterladen
Digitalisierung: Zuschüsse bis 200.000 Euro
Für die Modernisierung setzt die KfW weiter auf den ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit. Das Programm fördert Investitionen in digitale Fertigung, IT-Sicherheit und Prozessautomatisierung. Die Besonderheit: Je nach Innovationsgrad können Betriebe einen ERP-Förderzuschuss von bis zu 200.000 Euro erhalten, der direkt mit der Darlehensschuld verrechnet wird.
Diese Tilgungszuschüsse machen digitale Projekte wie die Einführung einer ERP-Software oder automatisierter CNC-Arbeitsabläufe deutlich attraktiver. Die Förderung ist besonders relevant, da viele Handwerksbetriebe bis 2026 neue Anforderungen wie den Elektronischen Berufsausweis umsetzen müssen.
Neue Rahmenbedingungen: Aktivrente und Mindestlohn
Neben den direkten Förderprogrammen haben sich zum 1. Januar 2026 weitere Rahmenbedingungen geändert:
- Aktivrente: Ruheständler können nun bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei hinzuverdienen. Für Handwerksbetriebe bietet dies die Chance, erfahrene Meister als Mentoren oder Projektleiter zu halten.
- Mindestlohn: Der gesetzliche Mindestlohn stieg auf 13,90 Euro pro Stunde. Die erhöhten KfW-Kreditlimits sollen jungen Unternehmen helfen, diese gestiegenen Personalkosten zu bewältigen.
Strategie: Handwerk für die Zukunft wappnen
Die gebündelten Maßnahmen verfolgen eine klare Strategie: Das deutsche Handwerk soll zukunftsfest werden. Durch höheres Startkapital wird die Nachfolge in bestehenden Betrieben erleichtert. Gleichzeitig treiben die Digitalisierungszuschüsse die Modernisierung voran – Stichwort Handwerk 4.0.
Bis Juni 2026 unterstützen zudem die Mittelstand-Digital Zentren Handwerk mit kostenlosen Workshops und KI-Checks. Diese Beratung ist oft Voraussetzung für die höheren Förderstufen der KfW-Programme.
Ausblick: Jetzt Anträge vorbereiten
Experten raten Gründern und Unternehmern, sich umgehend mit ihrer Hausbank in Verbindung zu setzen. Angesichts der neuen, attraktiven Konditionen rechnen sie mit einer verstärkten Nachfrage in den ersten Monaten des Jahres. Ein detaillierter Businessplan, der den Zusammenhang zwischen Investition und digitalem Effizienzgewinn klar darlegt, erhöht die Chancen auf die wertvollen Tilgungszuschüsse.
PS: Sie bereiten gerade Anträge für Digitalisierungsprojekte oder neue Maschineninvestitionen vor? Das Gratis‑Businessplan‑Paket enthält Checklisten für Digitalisierungs‑Vorhaben, Vorlagen zur Kapitalplanung und Praxistipps für Betriebsnachfolge im Handwerk. Optimal, um die neuen KfW‑Konditionen gezielt zu nutzen und Anträge zu überzeugen. Businessplan‑Paket für Handwerksgründer kostenlos sichern


