Kaffee schützt vor Rückfall bei Vorhofflimmern
31.01.2026 - 17:22:12Eine aktuelle Studie stellt die jahrzehntealte Warnung an Herzpatienten auf den Kopf: Moderater Kaffee-Genuss könnte das Risiko für erneutes Vorhofflimmern deutlich senken.
Die Empfehlung war jahrzehntelang eindeutig: Patienten mit Herzrhythmusstörungen sollten Kaffee meiden. Doch eine wegweisende klinische Studie aus dem November 2025 rüttelt nun an diesem Dogma. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Gegenteil der Fall sein könnte. Für Millionen Betroffene in Deutschland könnte das ein Stück Lebensqualität zurückbringen.
Überraschende Wende in der Kardiologie
Im Zentrum der Debatte steht die „DECAF“-Studie, deren Ergebnisse im Fachjournal JAMA veröffentlicht wurden. An der internationalen Untersuchung nahmen 200 Patienten teil, deren Vorhofflimmern erfolgreich behandelt worden war. Die eine Hälfte sollte sechs Monate auf Kaffee verzichten, die andere ihren gewohnten Konsum beibehalten.
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Das Ergebnis war eindeutig und für viele Experten überraschend. In der Kaffeetrinker-Gruppe erlitten 47 Prozent einen Rückfall. In der Abstinenzgruppe waren es hingegen 64 Prozent. Kaffeekonsum senkte das Rückfallrisiko also um rund 39 Prozent. „Diese Daten zwingen uns zum Umdenken“, kommentiert ein deutscher Kardiologe die Studie.
Vom Verdächtigen zum potenziellen Schutzfaktor
Lange galt Koffein als möglicher Auslöser für Herzstolpern. Die neue Studie liefert nun erstmals robuste Daten aus einem randomisierten Versuchsaufbau, die dieser Annahme widersprechen. Experten vermuten, dass nicht das Koffein allein, sondern die Hunderte bioaktiver Substanzen im Kaffee – darunter Antioxidantien – die schützende Wirkung entfalten.
Bereits in den letzten Jahren zeigte sich ein Wandel. Große Beobachtungsstudien fanden kein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Vorhofflimmern durch Kaffee. Die aktuellen deutschen Leitlinien gingen bereits vorsichtig in diese Richtung. Die DECAF-Studie liefert nun den starken Beleg für einen aktiven Nutzen.
Was bedeutet das für Betroffene?
Für Patienten ist die Nachricht eine Erleichterung. Der pauschale Verzichtsrat scheint überholt. Stattdessen sollte der individuelle Kaffeekonsum mit dem Kardiologen besprochen werden. Die Studie untersuchte gewohnheitsmäßige Trinker mit mindestens einer Tasse pro Tag. Ob die Ergebnisse auf Wenig- oder Nicht-Trinker übertragbar sind, ist noch unklar.
Die Forschung wird nun die genauen Mechanismen entschlüsseln müssen. Bis dahin gilt: Das tägliche Ritual muss nicht mehr automatisch der Herzgesundheit weichen. Ein differenzierter Blick auf Dosis und Gewohnheit ersetzt die pauschale Warnung. Ein Paradigmenwechsel – serviert in einer Tasse.
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