Kaffee raubt teuren Nahrungsergänzungsmitteln die Wirkung
21.01.2026 - 10:09:12Wer Vitamine mit dem Morgenkaffee einnimmt, könnte sein Geld zum Fenster hinauswerfen. Ernährungswissenschaftler warnen vor einem „Nährstoffraub“ durch Kaffee. Die enthaltenen Gerbstoffe und das Koffein können die Aufnahme wichtiger Mineralien und Vitamine blockieren.
Das Hauptproblem sind Polyphenole und Tannine im Kaffee. Diese Gerbstoffe gehen im Darm chemische Verbindungen mit Mineralstoffen ein – ein Vorgang namens Chelatierung. Die gebundenen Nährstoffe werden für den Körper unbrauchbar und einfach ausgeschieden.
Besonders betroffen ist Eisen. Studien zeigen, dass Kaffee die Aufnahme um bis zu 80 Prozent hemmen kann. Auch Calcium, Zink und Magnesium können von den Tanninen eingefangen werden. Die teuren Präparate landen so wirkungslos im Abfluss.
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Koffein spült Vitamine aus
Koffein wirkt harntreibend. Dieser Effekt kann die Ausscheidung wasserlöslicher Vitamine beschleunigen. Für den Körper schwer zu speichern sind:
* Vitamin C
* B-Vitamine (B1, B6, B12, Folsäure)
Sie werden möglicherweise schneller ausgeschieden, als sie verwertet werden können. Bei hochdosierten Supplementen ist Vorsicht geboten.
Vitamin D braucht Fett, kein Koffein
Vitamin D ist ein Sonderfall. Es ist fettlöslich und wird mit schwarzem Kaffee auf nüchternen Magen kaum aufgenommen. Zudem deuten Forschungen an, dass Koffein die Anzahl der Vitamin-D-Rezeptoren auf Zellen verringern könnte. Die Folge: Selbst ausreichend Vitamin D im Blut kommt möglicherweise nicht richtig zur Wirkung.
Experten raten, Vitamin D strikt getrennt von Kaffee und idealerweise zu einer fetthaltigen Mahlzeit einzunehmen.
Die Lösung: Einfach warten
Der einfachste Weg, die Wechselwirkungen zu umgehen, ist ein zeitlicher Abstand. Die Faustregel lautet: Mindestens eine, besser zwei Stunden zwischen Kaffee und der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln.
Kritische Kombinationen und empfohlene Pausen:
* Eisen & Kaffee: Hohes Risiko. 2 Stunden Abstand.
* Calcium/Magnesium & Kaffee: Mittleres Risiko. 1-2 Stunden Abstand.
* Vitamin D & Kaffee: Immer zur Mahlzeit, nie zum Kaffee.
* B-Vitamine & Kaffee: 1 Stunde Abstand ratsam.
Das gilt sowohl für Tabletten nach dem Kaffee als auch für den Kaffee nach einer eisenreichen Mahlzeit.
Hersteller reagieren auf das Problem
Das wachsende Wissen um die Bioverfügbarkeit verändert den Markt. Hersteller entwickeln neue Formulierungen wie liposomale Kapseln, die den Wirkstoff im Magen-Darm-Trakt schützen sollen.
Doch die physiologischen Barrieren bleiben. Für alle, die in ihre Gesundheit investieren, lautet die Empfehlung: Die Morgenroutine neu takten. Erst die Nährstoffe, dann die Pause – und erst später der Kaffeegenuss.


