Kaffee, Studie

Kaffee entlastet: Studie widerlegt Herzrhythmus-Risiko

31.01.2026 - 17:58:12

Eine klinische Studie zeigt, dass moderater Kaffeekonsum das Rückfallrisiko bei Vorhofflimmern senken kann. Damit werden pauschale Warnungen für Herzpatienten überholt.

Kaffee erhöht nicht das Risiko für Herzrhythmusstörungen. Eine aktuelle klinische Studie zeigt sogar einen schützenden Effekt bei bestimmten Patienten. Das stellt jahrzehntealte ärztliche Ratschläge auf den Kopf.

Für Millionen Kaffeetrinker ist das eine gute Nachricht. Die Sorge, dass das Heißgetränk das Herz aus dem Takt bringt, gilt zunehmend als unbegründet. Robuste wissenschaftliche Daten entlasten den Kaffee – und ermöglichen eine differenziertere Beratung von Herzpatienten.

DECAF-Studie: Kaffee schützt vor Rückfällen

Im Zentrum des neuen Wissens steht die internationale DECAF-Studie. Sie untersuchte gezielt den Einfluss von Kaffee auf Patienten, bei denen ein Vorhofflimmern erfolgreich behandelt worden war.

Die Hälfte der 200 Teilnehmer trank weiterhin etwa eine Tasse Kaffee pro Tag, die andere Hälfte verzichtete sechs Monate lang auf Koffein. Das Ergebnis war eindeutig: In der Kaffeegruppe traten signifikant seltener erneute Rhythmusstörungen auf.

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  • Nur 47 Prozent der Kaffeetrinker erlitten einen Rückfall.
  • In der Abstinenzgruppe waren es 64 Prozent.
  • Das entspricht einer relativen Risikoreduktion von 39 Prozent für die Kaffeetrinker.

Wie Koffein das Herz wirklich beeinflusst

Die alte Annahme, Koffein fördere Rhythmusstörungen, basierte auf weniger aussagekräftigen Untersuchungen. Heute weiß man: Kaffee besteht aus über 100 Inhaltsstoffen, darunter viele Antioxidantien.

Koffein regt zwar das Nervensystem an, gefährdet bei moderatem Konsum aber nicht die elektrische Stabilität des Herzens. Große Beobachtungsstudien wie die UK Biobank zeigten bereits: Zwei bis drei Tassen täglich können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sogar senken. Die DECAF-Studie liefert nun den ersten prospektiven Beweis für eine spezifische Patientengruppe.

Neue, differenzierte Empfehlungen

Der pauschale Rat an Herzpatienten, ganz auf Kaffee zu verzichten, gilt damit als überholt. Experten betonen aber das richtige Maß.

Für die Allgemeinbevölkerung gelten bis zu vier Tassen pro Tag als unbedenklich. Die DECAF-Studie untersuchte konkret etwa eine Tasse. Die Ergebnisse sind daher nicht direkt auf sehr hohen Konsum oder Energy-Drinks übertragbar. Auch die Zubereitung spielt eine Rolle: Filterkaffee scheint gesundheitlich vorteilhafter zu sein als ungefilterter.

Studie bestätigt Trend in Fachwelt

Die im Fachmagazin JAMA veröffentlichte DECAF-Studie bestätigt, was sich in der Forschung schon länger abzeichnete: Koffeinhaltiger Kaffee begünstigt die Entstehung von Herzrhythmusstörungen nicht.

Die Studienautoren um Christopher Wong von der University of Adelaide kommen zu einem klaren Schluss. Die Empfehlung, nach Vorhofflimmern auf Kaffee zu verzichten, könnte für Patienten sogar nachteilig sein. Ein Schritt in Richtung personalisierter Medizin, der die Lebensqualität vieler Genießer verbessert.

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