Erwachsene, Stress

Junge Erwachsene: Stress und Burnout auf Rekordniveau

16.01.2026 - 21:01:12

Studien belegen einen dramatischen Anstieg von Stress und psychischen Belastungen in der Altersgruppe der 18- bis 35-Jährigen. Experten fordern gesellschaftliches Umdenken und setzen auf personalisierte Hilfsangebote.

Eine wachsende Zahl junger Erwachsener leidet unter massivem Stress und psychischen Belastungen. Aktuelle Studien für 2024 und 2025 belegen einen dramatischen Anstieg in der Altersgruppe der 18- bis 35-Jährigen. Experten fordern ein gesellschaftliches Umdenken und setzen auf neue, niedrigschwellige Hilfsangebote.

Alarmierende Zahlen aus Deutschland, Österreich und Schweiz

Die Daten zeichnen ein klares Bild: Junge Erwachsene sind überproportional von Erschöpfung betroffen. In Österreich fühlen sich sieben von zehn Befragten häufig gestresst – ein signifikanter Anstieg zum Vorjahr. In der Schweiz bezeichnet sich nur noch eine von zehn Personen als sehr gesund. Deutsche Studien untermauern diesen Trend. Sie identifizieren hohe Selbstansprüche, Zukunftsängste und die Konfrontation mit globalen Krisen als Hauptstressoren.

  • 71 Prozent der 14- bis 34-Jährigen fühlen sich laut einer Studie der vivida bkk oft gestresst.
  • Arbeit, Schule oder Universität werden als Hauptursache genannt.
  • Die Shell Jugendstudie 2024 zeigt: Auch Klimawandel und politische Instabilität belasten die Psyche.

Warum junge Frauen stärker betroffen sind

Besonders alarmierend sind die geschlechtsspezifischen Unterschiede. Junge Frauen berichten durchweg von einem höheren Stresslevel als Männer. Studien in Österreich belegen, dass Mädchen deutlich häufiger unter psychischen Problemen wie Gereiztheit oder Schlafschwierigkeiten leiden. Experten sehen hier einen Zusammenhang mit gesellschaftlichen Rollenbildern und der Tendenz, Belastungen stärker zu verinnerlichen. Die Nachwirkungen der Corona-Pandemie haben diese Schwachstellen weiter verstärkt.

„BE YOU – BE RELAXED“: Der neue Ansatz gegen Stress

Als Reaktion formiert sich ein neuer Ansatz zur Stressbewältigung. Unter dem Motto „BE YOU – BE RELAXED“ rücken personalisierte und authentische Methoden in den Vordergrund. Statt Einheitslösungen geht es um individuelle Strategien, die zur eigenen Persönlichkeit passen. Im Zentrum steht die Förderung der Selbstakzeptanz.

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Wissenschaftlich fundierte Techniken wie Achtsamkeitsübungen und Meditation gewinnen an Popularität. Programme wie „Start Now“ der Universität Basel fördern gezielt die Resilienz bei Jugendlichen. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach digitalen Gesundheits-Apps und niedrigschwelligen Online-Beratungen, wie sie Krankenkassen oder Plattformen wie mentalis CareNow anbieten.

Drei Säulen für mehr psychische Widerstandskraft

Experten setzen auf einen multimodalen Ansatz. Drei Faktoren sind entscheidend für mehr Resilienz:

  1. Körperliche Aktivität: Sie gilt als eines der effektivsten Mittel zur Stressreduktion. Regelmäßige Bewegung setzt Endorphine frei und verbessert das Wohlbefinden signifikant.
  2. Soziale Unterstützung: Der Austausch mit Freunden, Familie oder in Gruppen hilft, Belastungen zu teilen und Isolation zu durchbrechen.
  3. Digitale Balance: Soziale Netzwerke können durch ständige Vergleiche den Stress erhöhen. Konzepte wie der bewusste „Digital Detox“ gewinnen an Zuspruch.

Gesellschaft im Wandel: Mental Health verliert ihr Stigma

Die aktuelle Diskussion signalisiert einen tiefgreifenden Wandel. Mentale Gesundheit wird zunehmend als integraler Bestandteil des Wohlbefindens verstanden, besonders von der Generation Z und Millennials. Diese Generationen fordern proaktiv Lösungen ein.

Der Wandel stellt auch Arbeitgeber und Bildungseinrichtungen in die Pflicht. Flexible Arbeitsmodelle, Homeoffice und eine Kultur, die psychische Gesundheit priorisiert, werden zu entscheidenden Faktoren. Denn chronischer Stress erhöht nachweislich das Risiko für Folgeerkrankungen wie Depressionen.

Die Zukunft setzt auf Prävention und KI

Experten erwarten eine weitere Zunahme personalisierter, technologiegestützter Ansätze. Künstliche Intelligenz könnte künftig helfen, individuelle Stressmuster zu erkennen und maßgeschneiderte Vorschläge zu machen. Der Fokus wird sich verstärkt von der Behandlung auf die präventive Stärkung der Resilienz verlagern. Programme, die bereits in Schule oder Universität ansetzen, gelten als Schlüssel, um jungen Menschen frühzeitig Kompetenzen im Umgang mit Druck zu vermitteln.

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