Apple, Garten

iOS 26.3: Apple öffnet seinen Garten für Android

13.02.2026 - 03:18:11

Apple führt mit iOS 26.3 eine native Funktion zum Wechsel auf Android ein. Dieser strategische Schritt folgt dem Druck der EU und soll Lock-in-Effekte verringern.

Apple macht den Wechsel vom iPhone zu Android so einfach wie nie. Mit dem neuen Update iOS 26.3 führt der Konzern eine native Datentransfer-Funktion ein – ein strategischer Wendepunkt, der vor allem auf Druck der EU zurückgeht.

Ein simpler Klick beendet die Daten-Falle

Jahrelang war der Wechsel zu einem Android-Smartphone ein mühsamer Akt. Nutzer mussten auf umständliche Workarounds oder unzuverlässige Drittanbieter-Apps zurückgreifen. Das ändert sich mit der Funktion „Zu Android übertragen“, die seit dieser Woche in den Einstellungen des iPhones integriert ist. Der Prozess ist denkbar einfach: Während der Einrichtung des neuen Android-Geräts werden iPhone und Android per QR-Code gekoppelt. Über eine direkte Peer-to-Peer-Verbindung wandern dann Fotos, Nachrichten, Kontakte, Kalender und sogar gespeicherte Passwörter. Selbst die Rufnummer kann via eSIM übertragen werden.

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Der Druck aus Brüssel wirkt

Diese Öffnung ist kein freiwilliger Schritt, sondern eine direkte Folge der europäischen Regulierung. Die EU-Kommission wertet die Funktion als Erfolg des Digital Markets Act (DMA). Dieses Gesetz zwingt sogenannte „Gatekeeper“-Plattformen wie Apple, die Datenportabilität für Verbraucher zu gewährleisten und Lock-in-Effekte zu verringern. Apple und Google arbeiteten monatelang an der gemeinsamen Lösung. Obwohl der Impuls aus Europa kam, steht die Funktion Nutzern weltweit zur Verfügung. Ein klares Signal: Tech-Giganten müssen künftig stärker mit der Qualität ihrer Produkte konkurrieren – und nicht mit der Schwierigkeit, ihr Ökosystem zu verlassen.

Mehr als nur ein Wechsel-Tool

Die neue Transfer-Funktion ist die Schlagzeile, aber iOS 26.3 senkt die Mauern von Apples Garten an weiteren Stellen. Das Update verbessert die Interoperabilität mit Nicht-Apple-Zubehör. Drittgeräte wie Kopfhörer können nun die bequeme Nähe-Kopplung nutzen, die bisher AirPods vorbehalten war. Zudem erlaubt eine neue „Benachrichtigungsweiterleitung“, dass iPhone-Alarme auch auf Wearables mit Googles Wear OS erscheinen. Auch die Privatsphäre-Einstellungen wurden erweitert: Nutzer können nun präzise Standortdaten für Mobilfunknetze begrenzen.

Ein strategischer Schachzug zum richtigen Zeitpunkt

Der native Wechselhelfer kommt zu einem perfekten Zeitpunkt. Samsung plant für den 25. Februar die Vorstellung seiner neuen Galaxy S26-Flagship-Serie. Die nun deutlich geringere Hürde zum Wechsel könnte für unentschlossene Käufer ein entscheidendes Argument sein. Die volle Kompatibilität ist derzeit vor allem auf Google Pixel-Geräten mit aktueller Software gegeben. Andere Hersteller sollen in den kommenden Monaten folgen.

Die Botschaft ist klar: Die Ära der abgeschotteten Gärten neigt sich dem Ende zu. Getrieben von Regulierungsbehörden, bewegt sich die Branche hin zu mehr Offenheit und Wettbewerb. Für Verbraucher bedeutet das mehr Freiheit bei der Gerätewahl – ohne die Angst, ihr digitales Leben zurücklassen zu müssen.

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