Apple, EU-Nutzer

iOS 26.3: Apple öffnet sein Ökosystem für EU-Nutzer

13.01.2026 - 03:54:12

Aufgrund des Digital Markets Act ermöglicht Apple mit iOS 26.3 erstmals umfassende Benachrichtigungen auf Wearables von Konkurrenten. Die Funktion ist auf die EU beschränkt und markiert eine historische Wende.

Apple muss auf Druck der EU-Kommission sein geschlossenes System für Konkurrenz-Smartwatches öffnen. Mit dem Update iOS 26.3 erhalten Nutzer in der Europäischen Union erstmals umfassende Benachrichtigungen auf Wearables von Drittanbietern. Diese historische Wende ist eine direkte Folge des Digital Markets Act (DMA) und beendet jahrelange Beschränkungen für iPhone-Besitzer, die keine Apple Watch tragen möchten.

Das Update, das am 11. Januar 2026 in die zweite Beta-Phase ging, soll noch im Januar für alle Nutzer verfügbar sein. Bislang war die Benachrichtigungsweitergabe an Geräte von Herstellern wie Garmin oder Samsung eingeschränkt und unzuverlässig. Eine neue Funktion namens „Notification Forwarding“ schafft nun Abhilfe und markiert einen der größten Brüche in Apples bisheriger Strategie der geschlossenen Plattform.

So funktioniert die neue Benachrichtigungs-Weitergabe

Kern der Neuerung ist ein neues Einstellungsmenü, das eine detaillierte Steuerung erlaubt. Nutzer in der EU können damit festlegen, welche Benachrichtigungen – inklusive App-Namen und Nachrichteninhalt – an ein kompatibles Drittgerät gesendet werden.

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Allerdings gibt es eine wichtige Einschränkung: Die Weiterleitung kann nur an ein einziges Wearable gleichzeitig aktiviert werden. Wählt der Nutzer eine Fremduhr, bleibt die Apple Watch stumm. Diese Design-Entscheidung scheint Apples Versuch, regulatorische Vorgaben mit eigenen UX-Prinzipien in Einklang zu bringen. Die Funktion basiert auf einem neuen öffentlichen Framework, das Hersteller in ihre Geräte integrieren können.

Zusätzlich führt iOS 26.3 eine vereinfachte „Proximity Pairing“-Kopplung für Zubehör wie Kopfhörer ein – ein Komfort, der bisher Apple-eigenen Produkten wie den AirPods vorbehalten war.

Der Digital Markets Act als treibende Kraft

Hinter dieser Kehrtwende steht kein freiwilliger Strategiewechsel, sondern der Druck der Europäischen Union. Der DMA zielt darauf ab, die Macht großer Technologiekonzerne, die als „Gatekeeper“ eingestuft werden, zu begrenzen und fairen Wettbewerb zu erzwingen.

Im März 2025 verpflichtete die EU-Kommission Apple per Beschluss rechtlich, Herstellern einen besseren Zugang zu iOS-Funktionen zu gewähren. Ziel sei es, die Nutzererfahrung zu verbessern und Innovationen zu fördern. Apple hatte stets argumentiert, das geschlossene Ökosystem sei entscheidend für Privatsphäre und Sicherheit. Die Drohung hoher Strafen zwang den Konzern nun jedoch zum Handeln.

Chancen für den Markt – und ein gespaltenes Nutzererlebnis

Die auf die EU beschränkte Einführung schafft eine bemerkenswerte Fragmentierung. Ein Nutzer in Berlin hat nun eine grundlegend andere Auswahl an Wearables als ein Nutzer in Tokio oder New York. Diese geografische Kluft unterstreicht, wie stark regionale Regulierung globale Produktgestaltung beeinflusst.

Für Hersteller von Fitness-Trackern und Smartwatches eröffnen sich neue Chancen. Unternehmen wie Garmin können nun im riesigen EU-Markt direkt um die Gunst der iPhone-Nutzer werben. Branchenbeobachter erwarten einen Innovationsschub, da die Hersteller nun echte Konkurrenzprodukte für die iOS-Plattform entwickeln können.

Was kommt als Nächstes?

Die finale Version von iOS 26.3 wird noch für Januar 2026 erwartet. Die volle Funktionalität wird sich über das Jahr entfalten, sobald Dritthersteller ihre Geräte-Software angepasst haben.

Gleichzeitig läuft der regulatorische Konflikt weiter. Apple hat im Juni 2025 Berufung gegen den Interoperabilitäts-Beschluss der Kommission eingelegt und warnt weiter vor Risiken für die Privatsphäre. Die übrige Welt beobachtet nun, ob ähnlicher regulatorischer Druck in anderen Märkten wie den USA entsteht – wo Apple ebenfalls unter kartellrechtlicher Beobachtung steht.

Die Änderungen in iOS 26.3 sind ein machtvoller Präzedenzfall. Sie zeigen, dass selbst die abgeschottetsten Technologie-Ökosysteme durch entschlossene Regulierung geöffnet werden können. Eine neue Ära des Wettbewerbs und der Verbraucherauswahl beginnt – vorerst allerdings nur in Europa.

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