Apple, Europa

iOS 26.3: Apple öffnet sein Ökosystem – aber nur in Europa

07.01.2026 - 16:55:12

Apple passt iOS 26.3 an die EU-Vorgaben an und ermöglicht neue Freiheiten wie Android-Transfer und offenes Pairing, während ein globales Sicherheitssystem getestet wird.

Apple stellt sein Betriebssystem auf den Kopf, um der EU-Konkurrenzauflage DMA zu genügen. Das Update iOS 26.3 bringt für europäische Nutzer mehr Freiheit, während Apple gleichzeitig die Sicherheitsarchitektur global verschärft.

Ein historischer Update für Europa

Der kommende Software-Update iOS 26.3 markiert eine Zeitenwende für Apple. Unter dem Druck des europäischen Digital Markets Act (DMA) demontiert der Konzern Teile seiner berüchtigten „Walled Garden“-Strategie. Während ein neues, globales Sicherheitssystem im Hintergrund getestet wird, erhalten Nutzer in der EU Zugang zu Funktionen, die bisher Apple-Produkten vorbehalten waren. Die Maßnahmen zeigen Wirkung: Apple öffnet sich – wenn auch widerwillig und nur dort, wo es muss.

Hintergrund-Sicherheit: Unsichtbare Updates im Test

Überraschend hat Apple diese Woche einen ungewöhnlichen Test-Update, iOS 26.3 (a), ausgespielt. Dieses Paket enthält keine neuen Features, sondern dient als Probe für ein revolutionäres Sicherheitssystem. Das neue „Background Security Improvements“-Protokoll soll künftig Sicherheitslücken im Hintergrund schließen – ohne Neustart und für den Nutzer unsichtbar. Die Besonderheit: Erstmals lässt sich ein Update direkt in den Einstellungen rückgängig machen. Ein Schritt, der verhindern soll, dass schnelle Patches, wie in der Vergangenheit, zu Kompatibilitätsproblemen führen.

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Das Ende des Exklusiv-Clubs: Neue Freiheiten für EU-Nutzer

Magisches Pairing auch für Konkurrenz-Produkte

Eine der sichtbarsten Änderungen ist Proximity Pairing für Drittanbieter. Bisher war das charakteristische, nahtlose Verbinden per Animation nur mit AirPods möglich. Künftig können auch Hersteller wie Sony, Bose oder Google (Pixel Buds) diese „Zauberei“ für ihre Bluetooth-Kopfhörer nutzen. Die EU-Kommission sah in der exklusiven Pairing-Technologie einen unfairen Wettbewerbsvorteil – dieser wird nun beseitigt.

Smartwatches erhalten gleichberechtigten Zugang

Zudem bricht Apple das Benachrichtigungs-Monopol der Apple Watch. Die Funktion Notification Forwarding erlaubt es geprüften Wearables von Garmin oder Fitbit, iPhone-Benachrichtigungen in gleicher Tiefe zu empfangen und zu bedienen wie das Apple-eigene Armband. Eine Einschränkung bleibt: Alerts können nur an ein einziges aktives Wearable gleichzeitig gesendet werden. Die Apple Watch und eine Konkurrenzuhr parallel zu nutzen, ist also nicht möglich.

Der symbolträchtigste Schritt: „Zu Android wechseln“

Am deutlichsten zeigt sich der Paradigmenwechsel in einem neuen, systemeigenen Tool: „Transfer to Android“. Bisher mussten Nutzer auf Apps Dritter zurückgreifen, um von iPhone zu Android zu wechseln. Künftig findet sich die Funktion direkt in den iOS-Einstellungen und macht den Wechsel so einfach wie den Umstieg auf ein iPhone. Per Nahfeldkommunikation (NFC) lassen sich Fotos, Nachrichten und App-Daten drahtlos übertragen. Die DMA schreibt „Gatekeepern“ wie Apple vor, den Ausstieg aus ihrem Ökosystem genauso einfach zu gestalten wie den Einstieg.

Strategische Spaltung und „böswillige Compliance“

Die Reaktionen auf die Ankündigungen sind gespalten. Verbraucherschützer begrüßen die neuen Freiheiten, während Analysten von einer strategischen „Malicious Compliance“ – einer böswilligen Befolgung – sprechen. Denn die Öffnungen gelten nur innerhalb der EU. Damit entsteht erstmals ein gespaltenes iOS-Erlebnis: Ein Nutzer in Berlin hat mehr Freiheiten als ein Nutzer in New York oder Tokio.

Gleichzeitig betont Apple mit dem neuen Hintergrund-Sicherheitssystem seine Kernkompetenz: Sicherheit. Die Botschaft an Regulierer und Kunden ist klar: Jede Öffnung des Systems, wie von der EU erzwungen, birgt potenzielle Risiken. Die totale Kontrolle behält der Konzern dort, wo er darf.

Wann kommt das Update?

Mit dem Test-Update iOS 26.3 (a) ist der Zeitplan für den finalen Release absehbar. Vergangene „.3“-Updates kamen stets Ende Januar heraus (iOS 18.3 am 27.01.2025, iOS 17.3 am 22.01.2024). Experten rechnen daher mit der öffentlichen Freigabe von iOS 26.3 in der Woche ab dem 26. Januar 2026. Bis dahin testen Entwickler, ob das Öffnen der Tore zum iPhone-Ökosystem wirklich nur Konkurrenzprodukte hereinlässt – und keine Sicherheitslücken.

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