Apple, Smartwatches

iOS 26.3: Apple öffnet iPhone für Smartwatches von Garmin und Samsung

16.01.2026 - 23:06:12

Apple integriert mit iOS 26.3 eine Benachrichtigungsweiterleitung für Smartwatches von Konkurrenten wie Garmin oder Samsung, eine direkte Folge des europäischen Digital Markets Act.

Apple macht sein geschlossenes Ökosystem für Konkurrenten zugänglich. Das iPhone soll künftig Benachrichtigungen direkt an Smartwatches von Drittanbietern weiterleiten. Diese Kehrtwende ist eine direkte Folge des europäischen Digital Markets Act.

Ende einer jahrelangen Frustration für Nutzer

Die kommende iOS-Version 26.3 bringt eine kleine Revolution für Millionen iPhone-Besitzer. Ein neues Feature namens „Notification Forwarding“ wird es ermöglichen, Benachrichtigungen vom iPhone direkt auf Smartwatches von Herstellern wie Garmin, Samsung oder Fitbit zu erhalten. Bisher war diese nahtlose Integration ausschließlich der hauseigenen Apple Watch vorbehalten.

Nutzer, die aus verschiedenen Gründen – etwa wegen der deutlich längeren Akkulaufzeit bei Garmin-Geräten oder spezieller Fitnessfunktionen – eine Nicht-Apple-Uhr bevorzugen, mussten bisher deutliche Kompromisse hinnehmen. Die Benachrichtigungen waren oft nur rudimentär. Das ändert sich nun grundlegend. Die Funktion wird direkt auf Betriebssystemebene implementiert und verspricht eine deutlich verbesserte Nutzererfahrung.

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Allerdings gibt es eine wichtige Einschränkung, die aus den aktuellen Beta-Versionen bekannt wurde: Die Weiterleitung funktioniert nur an ein Zubehörteil gleichzeitig. Wählt man eine Garmin- oder Samsung-Uhr, werden Benachrichtigungen auf der eventuell ebenfalls gekoppelten Apple Watch automatisch deaktiviert. Apple verhindert so doppelte Alarme.

EU-Druck zwingt Apple zur Öffnung

Dieser Schritt ist kein freiwilliges Entgegenkommen des Tech-Riesen aus Cupertino. Vielmehr reagiert Apple auf den massiven regulatorischen Druck der Europäischen Union. Der Digital Markets Act (DMA) zwingt sogenannte „Gatekeeper“-Plattformen wie Apple zu mehr Interoperabilität und Fairness gegenüber Drittanbietern.

Die Benachrichtigungs-Weiterleitung ist Teil eines umfassenderen Pakets an Anpassungen, die Apple speziell für den EU-Markt vorbereitet. Dazu gehört auch ein vereinfachter Pairing-Prozess für Bluetooth-Zubehör von Drittanbietern, der dem komfortablen Setup von AirPods nachempfunden ist. Während diese Features zunächst für Europa geplant sind, hat Apple in der Vergangenheit EU-mandate Änderungen – wie den Wechsel auf USB-C – später weltweit eingeführt. Eine globale Rollout-Strategie für die neue Smartwatch-Kompatibilität ist daher wahrscheinlich.

Beta-Phase bringt vorübergehende Unsicherheit

Der Weg zur finalen Version ist jedoch noch nicht ganz frei von Hindernissen. In der neuesten Entwickler-Beta von iOS 26.3, die am 13. Januar veröffentlicht wurde, war die Einstellungsoption für die Benachrichtigungs-Weiterleitung vorübergehend nicht mehr auffindbar.

Solche Änderungen sind im Beta-Zyklus allerdings nicht ungewöhnlich. Funktionen werden häufig getestet, entfernt und verfeinert, bevor sie in der öffentlichen Version erscheinen. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass Apple an der Funktionalität oder Benutzeroberfläche feilt. Die finale öffentliche Version von iOS 26.3 wird für Ende Januar 2026 erwartet – inklusive der bahnbrechenden neuen Kompatibilitätsfunktion.

Paradigmenwechsel am Wearables-Markt

Diese Öffnung markiert einen Wendepunkt für den Smartwatch-Markt. Bisher war die überlegene Integration der Apple Watch ein starkes Argument für iPhone-Nutzer, im eigenen Hardware-Ökosystem zu bleiben. Indem Apple das Spielfeld für Benachrichtigungen ebnet, macht es Konkurrenzprodukte deutlich attraktiver.

Für Verbraucher bedeutet das mehr Wahlfreiheit. Sie können künftig die Smartwatch wählen, die am besten zu ihrem Lebensstil passt – sei es wegen spezieller Sport-Tracking-Funktionen, eines besonderen Designs oder einer wochenlangen Akkulaufzeit – ohne dabei auf eine grundlegende iPhone-Anbindung verzichten zu müssen. 2026 könnte somit das Jahr werden, in dem die Grenzen zwischen den Tech-Ökosystemen weiter verwischen.

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