Intellia, Aktie

Intellia Aktie: FDA-Druck

07.01.2026 - 18:36:32

Ein FDA-Clinical-Hold für die Spätphasenstudie nex-z belastet die Intellia-Aktie stark. Trotz regulatorischer Unsicherheit baut ARK Invest seine Position aus.

Die Aktie von Intellia Therapeutics bleibt stark schwankungsanfällig. Nach einem Kursplus von rund 7 % im frühen Handel heute steht dem Titel weiterhin ein Minus von rund 55 % über die vergangenen drei Monate gegenüber. Auslöser ist ein FDA-Clinical-Hold, der ein zentrales Spätphasenprogramm ausgebremst hat und nun die gesamte Pipeline in Frage stellt.

ARK Invest setzt weiter auf Intellia

Trotz der regulatorischen Unsicherheit baut ARK Invest seine Position bei Intellia aus. Der von Cathie Wood geführte Asset Manager hat in den vergangenen Handelstagen rund 236.000 zusätzliche Aktien gekauft und damit seine Käufe aus der Vorwoche fortgesetzt.

Die Käufe sind Teil einer breiteren Genomik- und Gene-Editing-Strategie. Parallel dazu sammelte ARK mehr als 195.000 Aktien von Beam Therapeutics und über 423.000 Aktien von Pacific Biosciences ein.

  • Marktkapitalisierung: ca. 1,17 Mrd. US-Dollar
  • 52-Wochen-Spanne: 5,90 bis 28,25 US-Dollar
  • Kursniveau deutlich unter den Hochs von Oktober 2025

Diese Aktivitäten deuten darauf hin, dass institutionelle Investoren die aktuelle Bewertung als Chance sehen, auch wenn das operative Umfeld angespannt bleibt.

Klinischer Stopp nach Todesfall

Der starke Kursrückgang seit Oktober 2025 hängt direkt mit Problemen im wichtigsten Entwicklungsprogramm zusammen. Intellia stoppte damals Dosierung und Patienteneinschluss in den Spätphasenstudien MAGNITUDE und MAGNITUDE-2 zu nexiguran ziclumeran (nex‑z), der führenden In-vivo-Gentherapie des Unternehmens.

Die Studien zielten auf zwei Indikationen ab:

  • ATTR-Amyloidose mit Kardiomyopathie (ATTR‑CM)
  • ATTR-Amyloidose mit Polyneuropathie (ATTRv‑PN)

Auslöser für den Stopp war ein schwerwiegendes Sicherheitsereignis: Bei einem Patienten kam es nach Gabe von nex‑z zu Lebertransaminasenanstieg vom Grad 4 sowie erhöhtem Gesamtbilirubin. Der Patient verstarb in der Folge, woraufhin die US-Arzneimittelbehörde FDA einen Clinical Hold für die entsprechenden Prüfpräparate verhängte.

Pipeline unter Druck

Die Auswirkungen beschränken sich nicht nur auf nex‑z. Auch das andere zentrale In-vivo-Programm lonvoguran ziclumeran (lonvo‑z) gerät in den Fokus, das für hereditäres Angioödem (HAE) entwickelt wird. Die Phase-III-HAELO-Studie wurde im September 2025 vollständig rekrutiert, erste Topline-Daten werden bis Mitte 2026 erwartet.

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Die jüngsten Finanzdaten unterstreichen die angespannte Ausgangslage:

  • Q3 2025 Verlust: 0,92 US-Dollar je Aktie (besser als der Konsens von -1,02 US-Dollar)
  • Q3 2025 Umsatz: 13,8 Mio. US-Dollar, vollständig aus Kooperationen
  • Gewinn je Aktie (TTM): -4,25 US-Dollar
  • Beta: 2,06, Hinweis auf hohe Schwankungsbreite gegenüber dem Gesamtmarkt

Damit bleibt Intellia klar verlustträchtig und stark von externer Finanzierung und Partnerstrukturen abhängig.

Kooperationen als einzige Erlösquelle

Mangels zugelassener Produkte stammen die Erlöse ausschließlich aus Kooperationen, insbesondere mit Regeneron Pharmaceuticals. Für das nex‑z-Programm teilt Regeneron 25 % der Entwicklungskosten und künftigen kommerziellen Gewinne.

Der Clinical Hold hat diese wichtige Partnerschaft jedoch faktisch zum Stillstand gebracht. Intellia hat Prognosen zu Meilensteinzahlungen für nex‑z ausgesetzt und will erst wieder Auskunft geben, wenn ein regulatorischer Fahrplan mit den Behörden steht. Das Management arbeitet nach eigenen Angaben mit Studienärzten und Regulierern an zusätzlichen Risikominderungsmaßnahmen.

Bewertung und Markteinordnung

Die Diskrepanz zwischen Marktpreis und Analysteneinschätzungen ist deutlich. Das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel liegt bei 22,43 US-Dollar und damit rund 131 % über dem aktuellen Kursniveau. Community-Schätzungen reichen von 16,90 bis 234,82 US-Dollar, was die große Unsicherheit über den künftigen Ausgang der Studien und die Lösung des FDA-Holds widerspiegelt.

Im Branchenvergleich hat sich der Biotech-Sektor zuletzt deutlich besser entwickelt. Während ein entsprechender Sektorindex in den vergangenen zwölf Monaten um 15,2 % zulegte, verlor Intellia im gleichen Zeitraum 28 %. Die nächsten entscheidenden Wegmarken sind eine mögliche Klärung des regulatorischen Status von nex‑z sowie die erwarteten HAELO-Topline-Daten bis Mitte 2026.

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