Intel und Nvidia planen Super-Chip „Serpent Lake“ für Laptops
16.01.2026 - 00:01:12Ein neu geleakter Chip soll die Grenzen zwischen Prozessor und Grafikkarte einreißen. „Serpent Lake“ ist das erste greifbare Ergebnis der milliardenschweren Allianz zwischen Intel und Nvidia und könnte den Hochleistungs-Laptopmarkt auf den Kopf stellen.
Ein Chip, zwei Giganten: Die Architektur
Die Spezifikationen, die diese Woche an die Öffentlichkeit gelangten, beschreiben ein revolutionäres Hybrid-Design. Der mobile Prozessor kombiniert Intels nächste CPU-Generation „Titan Lake“ mit einem Grafik-Chiplet von Nvidia, basierend auf der kommenden „Rubin“-Architektur. Hergestellt werden soll der SoC im fortschrittlichen 3-Nanometer-Verfahren von TSMC.
Der Clou: Ein spezieller 16-Kanal-LPDDR6-Speichercontroller soll den datenhungrigen Nvidia-Kernen genügend Bandbreite liefern – ein bisheriger Engpass bei integrierten Grafiklösungen. Diese „Chiplet“-Strategie erlaubt es, die jeweils beste Technologie beider Partner in einem einzigen Paket zu vereinen. Für Intel bedeutet das eine deutliche Abkehr von der eigenen Arc-Grafik-Roadmap im Spitzensegment.
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Strategische Allianz mit Milliarden-Investition
Hinter dem Projekt steht die im September 2025 besiegelte Partnerschaft, in die Nvidia fünf Milliarden Euro investierte. Das Ziel: Gemeinsam Chips für Rechenzentren und PCs entwickeln. „Serpent Lake“ ist die Umsetzung für den Consumer-Bereich und soll beweisen, dass die Kombination aus x86-Ökosystem und Nvidias Beschleuniger-Stack funktioniert.
Der Chip zielt direkt auf AMDs Vorherrschaft bei Hochleistungs-APUs ab, wie der „Strix Halo“-Serie. AMD hat mit starken integrierten Grafikeinheiten eine Nische in Premium-Laptops und Handheld-Konsolen erobert. Die Intel-Nvidia-Koalition kontert nun mit geballter Grafikpower von Marktführer Nvidia.
Vorteile für Gamer und Kreative
Für Nutzer könnte der Chip ein Game-Changer sein. Er verspricht die CPU-Leistung eines High-End-Intel-Prozessors mit der Grafik einer mittleren Nvidia-GeForce-Karte – alles in einem einzigen, stromsparenden Chip. Das ermöglicht neue Geräteklassen: extrem schlanke Laptops für Creator oder leistungsstarke Handheld-Konsolen, die auf separate Grafikkarten verzichten können.
Ein entscheidender Vorteil ist der native Support für Nvidias CUDA- und DLSS-Technologien. Diese sind vor allem für Spieler und Profis in der Videobearbeitung oder KI-Entwicklung ein wichtiges Kaufargument. Bisher waren sie AMD- oder Intel-Lösungen mit integrierter Grafik vorbehalten.
Langer Weg bis zur Marktreife
Trotz der Aufregung wird es noch dauern, bis „Serpent Lake“ in Geräten zu finden ist. Roadmaps deuten auf einen Startzeitraum 2027 oder 2028 hin. Die Integration der Technologien zweier Chip-Riesen und die komplexe Fertigung im Advanced Packaging sind technische Herausforderungen, die Zeit benötigen.
Bis dahin setzt Intel auf seine aktuelle Panther-Lake-Generation (Core Ultra Series 3), die auf der CES 2026 vorgestellt wurde. Sie muss sich gegen AMDs Ryzen AI 400 Serie behaupten.
Die Kooperation zeigt einen pragmatischen Kurswechsel in der Halbleiterbranche. Angesichts des Drucks durch AMD und ARM-basierte Prozessoren wie Apples M-Serie bündeln Intel und Nvidia ihre Kräfte, um die Dominanz von x86 und RTX in der Hochleistungs-EDV zu sichern. Offiziell kommentiert hat bisher keiner der Partner die Leaks – die Entwicklung gemeinsamer Projekte ist jedoch seit der Vereinbarung 2025 bekannt.
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