Intel Panther Lake: Neuer Chip trifft auf leere Regale
31.01.2026 - 21:43:12Intels neue Panther-Lake-Prozessoren kommen in einen Markt, der von Chip-Engpässen und explodierenden Speicherpreisen gebeutelt wird. Die doppelte Krise droht, PC-Preise in die Höhe zu treiben und das Marktwachstum 2026 abzuwürgen.
Datencenter gehen vor, Verbraucher warten
Die ersten positiven Tests zum neuen Core Ultra Series 3 können nicht darüber hinwegtäuschen: Die Verfügbarkeit der „Panther Lake“-CPUs wird knapp. Intel selbst räumte im jüngsten Quartalsgespräch zu den Zahlen für das vierte Quartal 2025 erhebliche Herausforderungen ein. Der Grund ist eine strategische Entscheidung: Das Unternehmen priorisiert die Produktion lukrativer Serverchips für Rechenzentren und KI-Anwendungen. Für Verbraucherprodukte bleiben weniger Kapazitäten.
Obwohl der neue 18A-Fertigungsprozess die Erwartungen erfüllt, reicht die Ausbeute nicht aus, um die Nachfrage aller Segmente zu bedienen. Dazu kommt ein knapper Lagerbestand an Client-CPUs – eine Situation, die bereits zu einem Kursrutsch der Intel-Aktie nach enttäuschender Prognose für das erste Quartal 2026 führte.
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KI-Boom löst Speicher-Krise aus
Verschärft wird die Lage durch eine globale Knappheit bei DRAM und NAND Flash. Hier handelt es sich nicht um eine vorübergehende Störung, sondern einen strukturellen Wandel. Große Hersteller wie Samsung, SK Hynix und Micron verlagern ihre Kapazitäten weg von Arbeitsspeicher für Verbraucher (DDR4/DDR5) hin zu High-Bandwidth Memory (HBM) für KI-Beschleuniger.
Die Preisfolgen sind dramatisch. Ein 32-GB-DDR4-Kit, das vor einem halben Jahr noch rund 65 Euro kostete, liegt heute bei über 235 Euro. Noch extremer ist die Entwicklung bei DDR5: Ein vergleichbares Kit hat sich von etwa 85 Euro Mitte 2025 auf rund 400 Euro fast verfünffacht. Diese Explosion der Bauteilkosten zwingt PC-Hersteller, die Mehrkosten zu schlucken, ihre Marge zu reduzieren – oder sie an die Kunden weiterzugeben.
Deutlich höhere PC-Preise für Verbraucher
Die Kombination aus knappen CPUs und teurem Speicher erzeugt einen unausweichlichen Preisdruck. Marktanalysten prognostizieren für 2026 signifikante Steigerungen. Die Forschungsfirma IDC hält sogar ein Schrumpfen des gesamten PC-Marktes um bis zu 8,9 Prozent für möglich, angetrieben durch die gestiegenen Kosten. Einige Analysen sehen allein durch die Speicherknappheit Preisanstiege von 20 Prozent und mehr auf Endkunden zukommen.
Dieser Trend ist bereits im Gange. Berichten zufolge erhöhten große PC-Händler wie Dell und Lenovo ihre Preise in den letzten Wochen des Jahres 2025 und im Januar 2026 bereits um 15 bis 20 Prozent. Für Verbraucher bedeutet das: Selbst wer ein System mit dem begehrten Panther-Lake-Prozessor findet, wird deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen als für die Vorgängergeneration.
Düstere Aussichten für das Upgrade-Jahr
Die vielversprechende Leistung und Effizienz von Panther Lake wird so von der harten ökonomischen Realität überschattet. Die unmittelbare Zukunft der PC-Branche ist von knappen Lieferungen und hohen Preisen geprägt. Da neue Fertigungskapazitäten für Speicherchips frühestens 2027 online gehen sollen, ist keine schnelle Entspannung in Sicht.
Wer 2026 sein System upgraden möchte, steht vor einer schwierigen Wahl: Ein Aufpreis für die neueste Technologie zahlen, auf teurer werdende Vorgänger-Hardware ausweichen oder den Kauf ganz verschieben. Die Einführung einer neuen CPU-Architektur wird damit von einer Lieferkettenkrise überschattet, die den PC-Markt für den Rest des Jahres definieren wird.
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