Intel, PC-Chips

Intel opfert PC-Chips für die KI-Offensive

23.01.2026 - 06:43:12

Intel verlagert Fertigungskapazitäten massiv in den Rechenzentrumsbereich, was zu gezielten Engpässen bei PC-Prozessoren führen wird. Analysten sehen Marktanteilsverluste.

Intel stellt seine Strategie auf den Kopf: Der Chip-Riese priorisiert sein boomendes KI- und Rechenzentrumgeschäft und drosselt bewusst die Produktion von Prozessoren für PCs. Diese gewagte Wette könnte dem Unternehmen kurzfristig Marktanteile kosten.

Die Entscheidung fiel im Zuge der Quartalszahlen für das vierte Quartal 2025. Intel bestätigte, interne Fertigungskapazitäten für die enorme Nachfrage nach Server-Chips umzuwidmen. Für die Client Computing Group (CCG), verantwortlich für PC-Prozessoren, wird dies zu einer gezielten Verknappung führen. Der Höhepunkt der Engpässe wird für das erste Quartal 2026 erwartet.

„Wir verlagern so viel Kapazität wie möglich in den Rechenzentrumsbereich“, erklärte Finanzchef David Zinsner. Das Unternehmen rechne mit „Anpassungen“ bei den Marktanteilen – ein klares Eingeständnis, vorübergehend Terrain an Konkurrenten wie AMD zu verlieren. Analysten prognostizieren einen möglichen Verlust von bis zu zehn Prozent im PC-Markt 2026.

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Rechenzentren boomen, PC-Sparte schwächelt

Die aktuellen Zahlen zeigen deutlich, warum Intel diesen radikalen Kurs einschlägt. Während das Geschäft mit KI und Rechenzentren (DCAI) im vierten Quartal um 9 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro wuchs, sank der Umsatz der PC-Sparte um 7 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro.

Der Grund für das Boom im DCAI-Bereich ist die ungebremste Nachfrage von Hyperscale-Kunden. Diese Cloud-Giganten bauen ihre Infrastruktur für komplexe KI-Workloads massiv aus. Intel kommt mit der Produktion kaum hinterher – selbst der aktuelle Rekordwachstum wäre laut Firmenführung ohne diese Lieferengpässe noch höher ausgefallen.

Panther Lake kommt trotzdem – Nova Lake wartet

Trotz der Fokussierung auf Server-Chips gibt Intel seine PC-Offensive nicht auf. Der Konzern bringt wie geplant die nächste Prozessor-Generation Core Ultra Series 3 (Codename „Panther Lake“) auf den Markt. Ab dem 27. Januar sollen die Chips, die auf dem modernen Intel-18A-Fertigungsprozess basieren, in über 200 PC-Designs von Partnern wie Dell und ASUS verbaut werden.

Für die Zukunft plant Intel mit der Desktop-Architektur „Nova Lake“, die ebenfalls auf 18A setzt und Ende 2026 erscheinen soll. Die langfristige Roadmap zeigt: Intel sieht die aktuelle Verknappung als temporären Schachzug. Das Ziel ist es, Momentum zurückzugewinnen, sobald der Markt für KI-PCs ausgereift ist und die Fertigungskapazitäten sich stabilisiert haben.

Ein Wettlauf mit AMD um die KI-Zukunft

Intels Strategiewechsel ist eine direkte Antwort auf die transformierende Kraft Künstlicher Intelligenz. Der unersättliche Hunger nach Rechenleistung für Trainings- und Inferenz-Modelle formt die gesamte Halbleiterbranche neu.

Doch das Manöver öffnet Tür und Tor für die Konkurrenz. AMD bereitet eigene KI-fokussierte Ryzen-Prozessoren vor. Der Kampf um den Consumer-Markt wird sich Ende 2026 zuspitzen, wenn Intels Nova Lake direkt auf AMDs nächste Zen-6-Architektur trifft. Für PC-Käufer könnte der branchenweite Fokus auf KI-Komponenten weiter zu Lieferengpässen und Preiserhöhungen führen.

Intel balanciert nun auf einem schmalen Grat. Der Erfolg der Strategie hängt davon ab, ob die langfristigen Gewinnmargen im lukrativen KI-Rechenzentrumsgeschäft die kurzfristigen Verluste im PC-Sektor überwiegen. Wie gut dem Konzern dieser Balanceakt gelingt, wird seine Führungsposition in einem von KI neu definierten Markt bestimmen.

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