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Intel Core Ultra 7 265K stürzt auf Rekordtief ab

15.01.2026 - 01:12:12

Intel schockt den deutschen PC-Markt: Der 20-Kern-Prozessor Core Ultra 7 265K ist innerhalb einer Woche auf seinen niedrigsten Preis seit Markteinführung gefallen. Diese drastische Preissenkung macht die einst teure Spitzen-CPU plötzlich zu einem attraktiven Angebot für PC-Bastler.

Ab sofort ist der Intel Core Ultra 7 265K für knapp unter 283 Euro zu haben. Auf Vergleichsportalen wie Geizhals und idealo.de listen mehrere Händler den Prozessor um diesen historischen Tiefstwert. Das ist ein massiver Absturz: Bei seinem Debüt Ende 2024 kostete die CPU noch rund 400 Euro. Selbst ein vermeintlicher Sonderpreis von 392 Euro im März 2025 wirkt nun wie aus einer anderen Zeit. Die Botschaft ist klar: Intel will Verkaufszahlen erzwingen und den Arrow-Lake-Chip aus der Nische holen.

Ein schwieriger Start für die Arrow-Lake-Plattform

Dass Intel jetzt so aggressiv handelt, hat Gründe. Die Markteinführung der Core-Ultra-200-Serie mit Codenamen Arrow Lake verlief holprig. Erste Berichte aus Deutschland sprachen von extrem schleppendem Absatz – manche Großhändler sollen in der ersten Woche keine einzige CPU verkauft haben. AMD dominierte damals klar die Charts. Ein Hauptproblem war die hohe Gesamtinvestition: Für Arrow Lake benötigten Nutzer zwingend ein neues Mainboard mit LGA-1851-Sockel und Z890-Chipsatz. Konkurrent AMD bot dagegen längere Kompatibilität und einen günstigeren Upgrade-Pfad. Der nun extrem günstige CPU-Preis könnte diese Hürde endlich überwindbar machen.

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Was die Architektur leistet

Technisch steckt im Core Ultra 7 265K modernste Hardware. Der auf TSMCs 3-nm-Fertigung basierende Chip kombiniert 8 Performance- und 12 Effizienz-Kerne zu insgesamt 20 Threads. Die Taktraten reichen von 3,9 GHz Basis bis zu 5,5 GHz im Turbo. Ein integrierter NPU (Neural Processing Unit) beschleunigt KI-Aufgaben energieeffizient. Das Hauptaugenmerk der Architektur liegt nicht auf purem Leistungsrekord, sondern auf Effizienz: Unter Last verbraucht der Prozessor deutlich weniger Strom als seine Vorgänger.

Strategisches Manöver unter Zeitdruck

Hinter der Preiskampagne steckt eine mehrgleisige Strategie. Nach dem schwachen Start will Intel Lagerbestände reduzieren und die Nachfrage für die Arrow-Lake-Plattform ankurbeln. Gleichzeitig soll der günstige 265K direkt mit AMDs Angeboten im Mittel- und Oberklassesegment konkurrieren. Die Uhr tickt: Gerüchte um Intels nächste Architektur „Nova Lake“ mehren sich. Sie soll noch 2026 erscheinen und könnte erneut einen neuen Sockel erfordern. Das Zeitfenster, um Arrow Lake erfolgreich zu vermarkten, schließt sich. Die aktuelle Preiskorrektur ist somit ein finaler, aggressiver Push.

Chancen für deutsche PC-Bastler

Für den deutschen Markt ist die Entwicklung ein Gewinn. Ein 20-Kern-Prozessor mit moderner Architektur unter 300 Euro ist ein überzeugendes Angebot für Gaming und Produktivität. Dieser Zug könnte AMD zu einer Reaktion zwingen und den Wettbewerb im gesamten Komponentenmarkt anheizen. Für Verbraucher bedeutet das mehr Leistung für ihr Geld. Der Core Ultra 7 265K hat durch den radikalen Preissturz eine zweite Chance erhalten – und könnte sich zum Geheimtipp für den Frühjahrseinstieg 2026 entwickeln.

@ boerse-global.de