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Intel Arc B390: Neuer iGPU-König deklassiert AMD um bis zu 82 Prozent

07.01.2026 - 03:44:12

Intels neue Panther-Lake-CPUs mit Arc-B390-Grafik übertreffen AMDs Top-Modelle um bis zu 82 Prozent und stellen eine ernsthafte Konkurrenz für dedizierte Einsteiger-GPUs dar.

Intels neue Panther-Lake-CPUs mit Arc-B390-Grafik setzen bei CES 2026 einen neuen Leistungsmaßstab für integrierte Grafikeinheiten und stellen AMDs Spitzenmodelle in den Schatten. Die Branche spricht von einem Paradigmenwechsel für Laptops und Handheld-PCs.

Leistungssprung: Benchmark-Dominanz auf der Showbühne

Die auf der CES in Las Vegas vorgestellten Benchmarks liefern klare Botschaften: Intels neue Arc B390 iGPU in den Core-Ultra-Series-3-Prozessoren übertrifft AMDs bisherige Top-Lösung, die Radeon 890M, um durchschnittlich 73 Prozent. In nativen 1080p-Spielszenarien ohne Upscaling soll der Vorsprung sogar 82 Prozent betragen. Synthetische Tests wie 3DMark Time Spy zeigen etwa 7.000 Punkte für die Intel-Lösung – das ist fast doppelt so viel wie bei der vorherigen Radeon-780M-Generation und bringt den B390 in Reichweite von dedizierten Einsteiger-GPUs wie der NVIDIA GeForce RTX 3050.

„Wir haben unsere Ziele übertroffen“, kommentierte ein Intel-Manager die Ergebnisse. Bemerkenswert: Diese Leistung wird innerhalb eines 45-Watt-Strombudgets erreicht, was einen direkten Effizienzvergleich mit AMDs „Strix Point“-APUs provoziert.

Xe3-Architektur und XeSS 3: Der Technologie-Vorsprung

Das Herzstück des Leistungssprungs ist die neue Grafikarchitektur Xe3, der Nachfolger der in Lunar Lake verwendeten Xe2-„Battlemage“-Technik. Die Top-Konfiguration verfügt über 12 Xe-Cores. Der größte Game-Changer ist jedoch XeSS 3 mit erstmals integrierter Multi-Frame-Generation. Diese Technologie kann bis zu drei Zwischenbilder pro berechnetem Frame generieren und vervierfacht so theoretisch die wahrgenommene Bildflüssigkeit.

Live-Demos auf der CES zeigten, wie der Arc B390 anspruchsvolle Titel wie Cyberpunk 2077 in spielbaren Framerates darstellt. Damit besitzt Intel bei der Bildgenerierung einen klaren Funktionsvorsprung gegenüber AMDs aktueller FSR-3-Implementierung für mobile Chips.

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Marktvergleich: iGPU greift Dedicated-GPUs an

Die Leistung katapultiert den Arc B390 in eine einzigartige Position. Ein direkter Vergleich zeigt sein Potenzial:

Merkmal Intel Arc B390 (Panther Lake) AMD Radeon 890M (Strix Point) NVIDIA RTX 4050 (Laptop)
Architektur Xe3 (Custom) RDNA 3.5 Ada Lovelace
Benchmark (Time Spy) ~7.000 ~3.400 – 3.800 ~8.000 – 9.000
Frame-Gen-Support XeSS 3 Multi-Frame FSR 3 DLSS 3
Ziel-Auflösung 1080p High 1080p Med/Low 1080p Ultra

Die RTX 4050 behält zwar die Führung in der Rohleistung, doch dass eine iGPU mit geteiltem Strombudget auf 10-15 Prozent einer dedizierten Karte herankommt, gilt als beachtliche Ingenieursleistung.

Angriff auf das Handheld-Monopol von AMD

Ein strategisches Ziel Intels ist der Handheld-Gaming-Markt, der bisher von AMD-basierten Geräten wie dem Steam Deck dominiert wird. Intel kündigte auf der CES Partnerschaften mit Herstellern wie MSI und Acer an, die neue Handhelds mit Panther-Lake-Chips auf den Markt bringen werden. Die Kombination aus der effizienten 18A-Fertigung und der Grafikpower des B390 könnte endlich die lange ersehnte Balance aus Akkulaufzeit und Performance für Windows-Handhelds liefern. Branchenbeobachter erwarten, dass ein überarbeitetes „MSI Claw AI+“-Modell der erste ernsthafte Herausforderer für AMD werden könnte.

Ausblick: Druck auf AMD und offene Fragen

Die Markteinführung der Core Ultra Series 3 im ersten Halbjahr 2026 dürfte einen schnellen Refresh-Zyklus bei Premium-Laptops auslösen. Der verschärfte Wettbewerb zwingt AMD wahrscheinlich, seine Pläne für die nächste Grafikarchitektur „UDNA“ zu beschleunigen oder die Preise für die Ryzen-AI-300-Serie anzupassen.

Eine kritische Frage bleibt die Treiberreife. Intel hat zwar seit dem holprigen Arc-Start große Fortschritte gemacht, doch die komplexe Multi-Frame-Generation auf begrenztem Strombudget erfordert eine exzellente Software-Unterstützung, um Latenzprobleme zu vermeiden. Unabhängige Tests müssen zeigen, ob das reale Spielerlebnis den beeindruckenden CES-Charts standhält.

@ boerse-global.de