Intel 18A-Prozess erreicht Massenproduktion
14.01.2026 - 16:32:12Intel hat einen entscheidenden Meilenstein erreicht: Die Ausbeute für seinen modernsten 18A-Chipfertigungsprozess liegt nun über 60 Prozent. Damit ebnet der Konzern den Weg für die Massenproduktion der neuen „Panther Lake“-Prozessoren und stellt seine ambitionierten Foundry-Pläne auf eine solide Grundlage.
Kritische Hürde für Chip-Produktion genommen
Die Nachricht, die aus einem Analystenbericht von KeyBanc Capital Markets sickerte, ließ die Intel-Aktie um über sieben Prozent springen. Sie belegt den langersehnten Erfolg von Intels milliardenschwerer Investitionsoffensive. In der Halbleiterfertigung bezeichnet die Ausbeute den Anteil funktionierender Chips auf einem Silizium-Wafer. Eine Rate von über 60 Prozent signalisiert, dass der 18A-Prozess stabil und bereit für die Großserie ist. Für Intel ist das eine enorme Verbesserung. Zwar liegt der Wert noch hinter der 70- bis 80-Prozent-Marke von Branchenprimus TSMC, doch er markiert den Wendepunkt hin zur kommerziellen Wettbewerbsfähigkeit.
Panther Lake: Neue Ära für den PC-Markt
Der erste direkte Nutznießer ist Intels neue Prozessorgeneration Core Ultra Series 3 „Panther Lake“. Die Chips, die auf der CES 2026 vorgestellt wurden, sind die ersten Großserienprodukte auf dem 18A-Node. Die Technologie integriert bahnbrechende Neuerungen wie RibbonFET-Transistoren und eine Backside-Power-Versorgung (PowerVia). Sie verspricht deutliche Leistungs- und Effizienzsprünge. Der globale Verkaufsstart ist für den 27. Januar 2026 geplant. Der Erfolg von Panther Lake wird zum Lackmustest für Intels gesamte Technologie-Roadmap – und seine Fähigkeit, im Hochleistungs- und KI-PC-Markt mit Rivalen wie AMD gleichzuziehen.
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Angriff auf das Foundry-Duopol
Die gelungene Prozessreife verändert aber vor allem die Karten im globalen Auftragsfertigungsgeschäft (Foundry). Mit einer Ausbeute von über 60 Prozent positioniert sich Intel Foundry Services (IFS) glaubhaft als künftige Nummer zwei hinter TSMC und könnte Samsung überholen, dessen vergleichbarer Prozess laut Berichten unter 40 Prozent liegt. Diese Fortschritte locken bereits Großkunden an. Laut KeyBanc hat Intel einen bedeutenden Auftrag von Apple eingeworben. Der Konzern soll den 18A-Prozess ab 2027 für Einsteiger-Chips der M-Serie in MacBooks und iPads nutzen. Gespräche über eine Nutzung des Nachfolgers 14A für iPhone-Chips ab 2029 laufen angeblich bereits.
TSMC bekommt erstmals ernsthafte Konkurrenz
Die Entwicklung sendet Schockwellen durch die Halbleiterbranche. Analyst John Vinh, Autor des KeyBanc-Reports, sieht in der verbesserten Ausbeute und einer überwältigenden Nachfrage nach Intels Server-CPUs die Haupttreiber. Die Serverchips seien für 2026 nahezu ausverkauft, was Preiserhöhungen von 10 bis 15 Prozent wahrscheinlich mache. Die Validierung des 18A-Prozesses stellt die erste ernsthafte Herausforderung für TSMCs Dominanz bei modernsten Fertigungstechnologien seit einem Jahrzehnt dar. Sie ist auch ein Beleg für das Comeback der US-Halbleiterindustrie, die durch das CHIPS-Gesetz staatlich gefördert wird.
Der Fokus liegt jetzt auf der Markteinführung
Die unmittelbare Bewährungsprobe für Intel ist der reibungslose Start der Panther-Lake-Prozessoren. Starke Verkaufszahlen und positive unabhängige Benchmarks werden entscheidend sein, um das neu gewonnene Marktvertrauen zu festigen. Für das Foundry-Geschäft gilt es, die Ausbeute weiter zu steigern, um die Apple-Aufträge zu bedienen und weitere Großkunden zu gewinnen. Alle Blicke richten sich nun auf den anstehenden Quartalsbericht, in dem Intel weitere Details zur 18A-Fertigung, Kundenverpflichtungen und die Prognose für 2026 liefern muss. Die Frage ist: Kann der Konzern den aktuellen Schwung halten?


