Immobilienbranche fordert Kurswechsel für Innsbrucks Wohnungsmarkt
15.01.2026 - 00:42:12Die Immobilienwirtschaft fordert einen radikalen Kurswechsel in der Wohnbaupolitik. Beim 6. Immobilien-Stammtisch Tirol in Innsbruck appellierten Branchenvertreter heute an die Politik, endlich die Bremsen zu lösen. Ihr Ziel: mehr und leistbaren Wohnraum schaffen.
Die Kernforderung lautet: Schluss mit langwierigen Genehmigungsverfahren. „Die Bürokratie treibt die Baukosten unnötig in die Höhe und verzögert dringend benötigte Projekte“, kritisierte Dr. Ellen Moll, Fachgruppenobfrau der Immobilien- und Vermögenstreuhänder. Die Branche verlangt konkrete Maßnahmen:
- Schnellere Verfahren für Bauprojekte
- Geringere Hürden für Nachverdichtungen und Aufstockungen
- Mehr Förderung für innovative Konzepte wie den hybriden Holzbau
„Ohne politische Unterstützung schließen wir die Angebotslücke nie“, warnte Dr. Andreas Köttl, Präsident der Vereinigung Österreichischer Projektentwickler (VÖPE). Nötig sei ein investitionsfreundliches Klima für private und gemeinnützige Bauträger.
Die Dringlichkeit ist enorm. Innsbruck zählt zu den teuersten Städten Österreichs. Aktuelle Daten zeigen:
- Kaufpreise: 7.400 bis 7.900 Euro pro Quadratmeter für Eigentumswohnungen
- Mietspitzen: Bis zu 25 Euro pro Quadratmeter in Top-Lagen
Gleichzeitig geht die Bautätigkeit zurück. Für 2026 prognostizieren Experten weniger fertiggestellte Wohneinheiten. Gründe sind hohe Baukosten, gestiegene Zinsen und knapper Baugrund. Besonders Familien leiden: Neubauwohnungen in der Stadt sind im Schnitt kleiner und bieten selten vier oder mehr Zimmer.
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Städtische Wohnungen als Zankapfel
Die Debatte um leistbares Wohnen bekommt durch die städtische Finanzpolitik zusätzliche Brisanz. Die Stadt Innsbruck plant, rund 170 Wohnungen der städtischen Immobiliengesellschaft (IIG) an die Neue Heimat Tirol (NHT) zu übertragen – offiziell zur Budgetsanierung.
Kritiker wie die KPÖ sprechen von einem „Ausverkauf von Sozialvermögen“. Bürgermeister Johannes Anzengruber verteidigt den Schritt als notwendige Vermögensverschiebung innerhalb des öffentlichen Sektors. Die sozialen Mietkonditionen blieben erhalten. Die Kontroverse zeigt den Spagat zwischen Haushaltskonsolidierung und sozialer Verantwortung.
Wird der Dialog jetzt konkret?
Die Forderungen des Stammtisches liegen nun bei der Politik. Die Branche setzt auf einen strategischen Dialog, um Bauordnung, Förderungen und Flächenausweisung voranzubringen. Bleibt die Antwort aus, droht die Krise am Wohnungsmarkt den Standort Tirol nachhaltig zu schwächen. Die nächsten Monate werden zeigen, ob Wirtschaft und Politik einen gemeinsamen Weg finden.
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