Hyundai und Google DeepMind starten Serienproduktion von 30.000 Humanoiden
07.01.2026 - 20:26:13Hyundai und Google DeepMind wollen die Robotik revolutionieren. Auf der CES 2026 kündigten die Konzerne eine strategische Allianz an, um jährlich 30.000 menschenähnliche Roboter vom Typ „Atlas“ zu bauen. Ab 2028 sollen sie zunächst in den eigenen Werken des Autobauers schuften.
Die Partnerschaft kombiniert die Hardware-Expertise von Boston Dynamics, einer Hyundai-Tochter, mit den KI-Fähigkeiten von Google DeepMind. Ziel ist es, die physische Agilität der Roboter mit einer leistungsstarken künstlichen Intelligenz zu versehen. So sollen die Maschinen komplexe, unvorhergesehene Aufgaben in dynamischen Umgebungen meistern.
Gemini KI trifft auf Atlas-Roboter
Der Kern der Kooperation ist die Integration von „Gemini Robotics“ in die nächste Atlas-Generation. Bislang waren die Roboter von Boston Dynamics vor allem für ihre spektakulären Bewegungen bekannt. Jetzt erhalten sie das „Gehirn“ für eigenständiges Denken.
Die entwickelten „Visual-Language-Action“-Modelle ermöglichen es den Robotern, natürliche Sprachbefehle zu verstehen, komplexe visuelle Szenen zu interpretieren und in Echtzeit zu handeln. „Wir brauchten einen Partner für zuverlässige, skalierbare KI-Modelle“, erklärt Alberto Rodriguez, Robotik-Direktor bei Boston Dynamics.
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Hyundai spricht von „Physical AI“ – der Verschmelzung von fortgeschrittener Intelligenz mit mobilen Maschinen. Es geht nicht mehr um starre Automatisierung, sondern um anpassungsfähige Roboter, die Seite an Seite mit Menschen arbeiten können.
Der große Sprung: Von der Manufaktur zur Massenfertigung
Die angekündigte Stückzahl markiert einen Quantensprung für die Branche. Bisher werden humanoide Roboter in winzigen Stückzahlen gefertigt. Hyundai will bis 2028 eine skalierbare Produktion mit einer Kapazität von 30.000 Einheiten pro Jahr aufbauen.
Die Fertigung soll im Hyundai-Werk im US-Bundesstaat Georgia starten. Der Zeitplan sieht einen gestaffelten Rollout vor:
* 2026: Erste umgebaute Atlas-Roboter werden für Pilotversuche und Datensammlung ausgeliefert.
* 2028: Beginn der skalierbaren Produktion für repetitive Aufgaben wie Teilesortierung.
* 2030: Ausweitung auf komplexe Montageaufgaben und breitere kommerzielle Verfügbarkeit.
Zur Vorbereitung eröffnet Hyundai noch in diesem Jahr ein „Robot Metaplant Application Center“ in den USA. Dort werden die Roboter für spezifische Produktionsaufgaben trainiert, bevor sie in den Werkshallen ankommen.
Industrie unter Druck: Ein „Best-of-Breed“-Ansatz
Das Bündnis kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Der Wettbewerb mit Konkurrenten wie Tesla und chinesischen Start-ups verschärft sich. Hyundais Strategie setzt jedoch nicht auf komplette Eigenentwicklung, sondern auf einen „Best-of-Breed“-Ansatz.
Das Unternehmen kombiniert seine eigene Fertigungsinfrastruktur mit der Robotik-IP von Boston Dynamics und den KI-Modellen von Google. Auch der Chipriese Nvidia ist Teil des Ökosystems und liefert die nötige Rechenleistung für die KI-Inferenz direkt im Roboter.
„Echtzeit-Robotik ist eine der anspruchsvollsten KI-Herausforderungen“, betont Carolina Parada, Robotik-Direktorin bei Google DeepMind. Es gehe um multimodales Verständnis und Sicherheit.
Vom menschenleeren Werk zum Zuhause?
Das erste Einsatzfeld ist klar: die industrielle Automatisierung. Bis 2028 soll Atlas körperlich anstrengende oder gefährliche Jobs übernehmen, etwa schweres Heben oder präzises Sortieren.
Langfristig deuten die Unternehmen aber größere Ambitionen an. Nach der erfolgreichen Einführung in der Industrie könnten konsumentennahe Anwendungen folgen. Auf der CES gab es Spekulationen über Haushaltsroboter bis Mitte der 2030er Jahre. Die Firmen betonen jedoch, dass Sicherheit und Kostensenkung dafür zunächst im Vordergrund stehen.
Eines ist sicher: Mit dieser Allianz positioniert sich Hyundai als zentraler Player in der aufstrebenden „Physical AI“-Wirtschaft. Das Zeitalter der massenproduzierten humanoiden Arbeiter rückt näher.
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