Europa Schluss: Schwache Techwerte trüben die Stimmung
29.01.2026 - 18:06:50Der Leitindex der Eurozone schloss 0,70 Prozent tiefer auf 5.891,95 Punkten.
SAP DE0007164600 sorgte nach Quartalszahlen für Ernüchterung, die Aktien von Europas größtem Softwarehersteller brachen am EuroStoxx-Ende um gut 16 Prozent ein. In den USA enttäuschte Microsoft US5949181045 und sorgte für ähnlich hohe Kurseinbußen. Hinzu kommt die weltweit weiter angespannte geopolitische Lage.
Analystin Christine Romar vom Broker CMC Markets verwies zudem auf die starken Schwankungen beim Goldpreis. "Als Seismograf für die derzeitige Verfassung der Anleger verheißt die aktuelle Entwicklung nichts Gutes, wenn etwa die USA in den kommenden Stunden oder Tagen mit einem erneuten Angriff auf den Iran für Unruhe sorgen."
An den Börsen außerhalb der Eurozone sah es besser aus. Der britische Leitindex FTSE 100 GB0001383545 gewann 0,17 Prozent auf 10.171,76 Zähler. Für den schweizerischen SMI CH0009980894 ging es um 0,95 Prozent auf 13.147,93 Punkte nach oben.
Im Technologiesektor EU0009658921 gab es mit minus 3,9 Prozent die europaweit größten Verluste. SAP DE0007164600 enttäuschte mit den Geschäftszahlen und dem Ausblick. Der Konzern konnte gegen Ende des vergangenen Jahres nicht so viele Verträge im Wachstumsfeld mit Cloudsoftware abschließen wie erhofft.
Im ebenfalls schwachen Chemiesektor EU0009658608 sackten Givaudan CH0010645932 um 6,8 Prozent ab. Der schweizerische Aromen- und Duftstoffhersteller hatte beim organischen Wachstum im vierten Quartal und bei der operativen Marge die Erwartungen der Analysten verfehlt.
Ein starker Auftragseingang im Schlussquartal trieb in Zürich hingegen die Aktien von ABB CH0012221716 auf ein Rekordhoch. Zum Handelsschluss gewannen die Papiere des Industriekonzerns 8,5 Prozent. Dies nahm auch die Anteile von Schneider Electric FR0000121972 und Siemens DE0007236101 ins Schlepptau, die vorne im EuroStoxx um 2,6 beziehungsweise 2 Prozent zulegten.

