Europa Schluss: Anleger vorsichtig - Big-Tech-Zahlen, US-Politik
26.01.2026 - 18:20:56Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 schaffte es knapp ins Plus. Er schloss mit 5.957,80 Punkten und damit 0,2 Prozent höher als vor dem Wochenende.
Außerhalb der Eurozone ging der britische Leitindex FTSE 100 GB0001383545 am Montag minimal im Plus mit 10.148,85 Punkten aus dem Handel. Für den schweizerische SMI CH0009980894 ging es wenige Punkte nach unten auf 13.142,02 Zähler.
In dieser Woche steht unter anderem die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwochabend auf der Agenda. Ferner dürften auch die Quartalsberichte der US-Tech-Giganten Apple US0378331005, Microsoft US5949181045, Tesla US88160R1014 und Meta US30303M1027 in den nächsten Tagen große Strahlkraft haben.
Ein bremsender Faktor für die Börsen blieben derweil die politischen Entwicklungen in den USA, erklärte Analystin Christine Romar vom Broker CMC Markets. So breitet sich nach den tödlichen Schüssen auf einen weiteren US-Bürger bei einem Einsatz der Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis der Protest gegen die Regierung von Präsident Donald Trump aus. Zudem wollen die Demokraten im Kongress nun Haushaltsmittel blockieren, die für ICE vorgesehen sind. Damit droht den USA Ende der Woche erneut ein teilweiser Stillstand der Regierungsgeschäfte.
Mit Blick auf Europas größte Volkswirtschaft Deutschland sagte Romar: "Die Stimmungsumfragen zur deutschen Wirtschaft und die entsprechenden Indikatoren fallen weiterhin gemischt aus und zeichnen ein sehr uneinheitliches Bild." So habe sich laut dem zum Wochenstart veröffentlichten Ifo-Geschäftsklimaindex in Hinblick auf Lage und Erwartungen in den Unternehmen zum Jahresbeginn so gar nichts verbessert. "Der Glaube an den Wumms aus dem Milliarden-Fiskalpaket wird einmal mehr von der Sorge um schlechte Standortbedingungen wegen nur schleppender Reformen aufgefressen."
Aus Branchensicht waren europaweit Rohstoffwerte besonders stark gefragt. Ihr Index, der Stoxx 600 Basic Resources EU0009658624, führte das Branchentableau mit einem Plus von 1,6 Prozent an. Der Sektor profitiert von weiter steigenden Preisen für Gold, Silber und Kupfer. Der Goldpreis etwa XC0009655157 knackte erstmals die Marke von 5.000 US-Dollar. Silber und Kupfer sind zudem als Industriemetalle heiß begehrt.
Gefragt waren auch Bank-Aktien: Santander ES0113900J37, Intesa Sanpaolo IT0000072618, BBVA ES0113211835, ING NL0011821202, Deutsche Bank DE0005140008 und Unicredit IT0005239360 waren mit Kursgewinnen von bis zu 1,7 Prozent allesamt weit vorne im EuroStoxx zu finden.
Mit Blick auf die Einzelwerte gerieten die Aktien des Lebensmittelproduzenten Danone erneut unter Druck. Hintergrund ist das anhaltende und branchenweite Problem verunreinigter Babynahrung. Danone FR0000120644 hatte am Freitag nach Börsenschluss bekannt gegeben, dass bestimmte Chargen von Säuglingsnahrung zurückgerufen werden. Bereits in der vergangenen Woche hatte das Problem mit Babynahrung die Anteilsscheine von Danone belastet. An diesem Montag sank der Danone-Kurs um 2,3 Prozent; binnen vier Handelstagen summieren sich die Verluste nun auf rund zehn Prozent.
Der Billigflieger Ryanair IE00BYTBXV33 erwartet zwar nach einer Entspannung bei der Lieferung neuer Flugzeuge und einer steigenden Reiselust im laufenden Geschäftsjahr mehr Passagiere. Allerdings enttäuschte der Ergebnisausblick. Die Aktien fielen in Dublin gut zwei Prozent.

