Google, Dark-Web-Monitoring

Google stellt Dark-Web-Monitoring für alle Nutzer ein

29.12.2025 - 12:21:12

Google beendet seinen kostenlosen Dienst zur Überwachung des Darknets. Der “Dark Web Report” wird Anfang 2026 vollständig abgeschaltet. Nutzer müssen sich nach Alternativen umsehen.

Die Entscheidung trifft viele überraschend, denn das Tool war erst Mitte 2024 für alle privaten Google-Konten freigegeben worden. Seit Mitte Dezember informiert der Konzern seine Nutzer per E-Mail über das Aus. Google begründet den Schritt mit der begrenzten Effektivität des Features.

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Nutzer haben nur noch ein kurzes Zeitfenster, um ihre Daten zu sichern. Google hat zwei konkrete Stichtage kommuniziert:

  • 15. Januar 2026: An diesem Tag stellen die aktiven Scans ein. Google durchsucht das Darknet ab dann nicht mehr nach neuen Datenlecks.
  • 16. Februar 2026: Der Dienst wird komplett abgeschaltet. Alle gespeicherten Berichte und Überwachungsprofile werden dauerhaft gelöscht.

Experten raten, sich vor dem 16. Februar noch einmal einzuloggen. So können Nutzer prüfen, welche ihrer Daten in der Vergangenheit kompromittiert wurden, und entsprechende Passwörter ändern.

Warum zieht Google den Stecker?

Laut Google lieferte der Dienst zwar Warnungen, aber zu selten konkrete Handlungsoptionen. War eine E-Mail-Adresse oder Telefonnummer erst einmal im Darknet, konnten Nutzer sie dort nicht entfernen. Die reine Benachrichtigung führte oft zu Verunsicherung.

Statt reaktiver Meldungen setzt Google nun auf präventive Sicherheit. Der Fokus liegt künftig auf Tools, die “klare, umsetzbare Schritte” ermöglichen. Dazu zählen:
* Der Ausbau von Passkeys
* Die Förderung der Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)
* Der bestehende Sicherheitscheck für Google-Konten

Was Nutzer jetzt tun sollten

Die kostenlose, zentralisierte Warnfunktion fällt weg. Nutzer sollten die verbleibende Zeit nutzen und auf Alternativen setzen.

Manuell Daten sichern und Profil löschen
Wer nicht bis zur automatischen Löschung warten möchte, kann sein Überwachungsprofil jetzt manuell entfernen. Das geht in den Google-Einstellungen unter “Ergebnisse über dich” oder direkt im Dark Web Report. Vorher lohnt sich ein Screenshot offener Warnungen.

Diese Alternativen gibt es
Nutzer müssen auf externe Dienste ausweichen. Die bekannteste Plattform ist “Have I Been Pwned”. Viele Passwort-Manager und Antiviren-Programme bieten ähnliches Dark-Web-Monitoring an – meist jedoch als kostenpflichtiges Zusatzfeature.

Achtung: Das separate Tool “Ergebnisse über dich”, mit dem Nutzer persönliche Daten aus der Google-Suche entfernen lassen können, bleibt von der Einstellung unberührt.

Ein kurzes Leben für ein ambitioniertes Projekt

Die Einstellung nach nur etwa 18 Monaten im breiten Einsatz deutet auf eine aggressive Portfolio-Bereinigung hin. Analysten sehen Parallelen zur Abschaltung des Google One VPNs im Jahr 2024.

Offenbar konzentriert Google seine Ressourcen auf KI-gestützte Sicherheitsfunktionen. Die Reaktionen in der Tech-Community sind gespalten: Einige kritisieren den Wegfall einer barrierefreien Grundsicherheit, andere begrüßen die Ehrlichkeit, ein nur begrenzt hilfreiches Tool einzustellen.

Wie geht es mit der Android-Sicherheit weiter?

Nach Februar 2026 liegt die Verantwortung für das Dark-Web-Monitoring wieder stärker beim Nutzer. Es ist wahrscheinlich, dass Google 2026 neue, stärker integrierte Sicherheitsfeatures vorstellt.

Spekulationen deuten auf KI-gestützte Systeme hin, die verdächtige Anmeldeversuche in Echtzeit blockieren – selbst mit korrekten Zugangsdaten. Bis dahin sind starke Passwörter, 2FA und Passkeys die beste Verteidigung gegen die Folgen von Datenlecks.

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